Förderung gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassung

Der Senat wird aufgefordert, bis zum 1. Oktober 2000 ein Konzept zu entwickeln und dem Abgeordnetenhaus zu berichten, wie durch ergänzende Förderung aus Landesmitteln gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung zur Integration von Arbeitssuchenden in den Berliner Arbeitsmarkt weiterentwickelt werden kann.

Mit dieser Förderung, die in das ARP eingepasst werden soll, sollen Arbeitssuchende und Arbeitslose mit eingeschränkten Vermittlungsaussichten durch ein landesfinanziertes Instrument in reguläre Beschäftigung vermittelt werden. Gleichzeitig soll dieses Instrument einen Beitrag dazu leisten, neue Beschäftigungsfelder und berufliche Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich zu erschließen.

Begründung:

Die hohe Arbeitslosigkeit ist die wichtigste innen- und arbeitsmarktpolitische Herausforderung in diesem Jahr. Trotz der beginnenden Nachfrage nach Arbeitskräften durch Betriebe und des breitgefächerten und finanziell gut ausgestatteten Instrumentariums der Arbeitsförderung durch die Bundesanstalt für Arbeit werden freie Stellen nicht oder nicht schnell genug mit Arbeitssuchenden besetzt. Neue Beschäftigungsfelder im Dienstleistungsbereich, wie zum Beispiel bei den personenbezogenen Dienstleistungen, der Pflege des Wohnumfeldes und der Sicherheit von Wohnanlagen, werden nicht schnell genug erschlossen. Existenzgründungen in diesem Bereich entfalten nicht schnell genug ihre arbeitsplatzschaffenden Wirkung.

Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung mit einem landesfinanzierten Instrument auch für in ihrer Vermittlungsfähigkeit eingeschränkte Arbeitssuchende stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag dar, die Eingliederung auf den ersten Arbeitsmarkt zu beschleunigen.