Weiterentwicklung der Gesundheitsregion Buch

Der Standort Berlin-Buch hat sich zu einem traditionellen und national wie international bedeutenden Standort entwickelt, an dem das Zusammenspiel von biomedizinischer Forschung, Krankenversorgung und Biotechnologiefirmen große Potentiale für eine günstige wirtschaftliche Entwicklung, für Innovation und Arbeitsplätze birgt.

Ausgehend von den vorhandenen Potentialen der Forschung, der Krankenversorgung und der wirtschaftlichen Betätigung ist es notwendig, die weitere Entwicklung zügig und dynamisch voranzutreiben.

Das Abgeordnetenhaus fordert deshalb den Senat auf, dafür Sorge zu tragen, dass

- die für die Universitätsmedizin in Berlin notwendigen Einsparungen nicht allein am Standort Buch realisiert werden;

- für die gesamte Standortentwicklung ein Entwicklungsträger eingesetzt wird, der gleichwertig den Entwicklungszielen der Forschungseinrichtungen, der Kliniken, der High-TechFirmen sowie der kommunalen Infrastruktur gerecht wird;

- die Suche nach einem privaten Investor und die Planung für den erforderlichen Neubau, der die im Krankenhausplan festgelegten Betten des Bucher Klinikums und der Forschungskliniken aufnehmen soll, zügig weitergeführt wird;

- die erforderliche Infrastruktur und Ausstattung für die Krankenversorgung im Klinikum Buch sowie für die Wahrnehmung der Forschungsaufgaben in den Forschungskliniken bis zur Fertigstellung des Neubaus sichergestellt wird;

- der erkennbar gewachsene Flächenbedarf für die ansässigen und ansiedlungswilligen Unternehmen am biomedizinischen Forschungs- und Wirtschafts-Campus durch Sanierungsund Baumaßnahmen auf geeigneten Flächen kurz- und mittelfristig im Interesse einer dynamischen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes gedeckt wird.

Begründung:

Das bisher verwirklichte Konzept des Campus Buch ist international erfolgreich und anerkannt. Es beruht auf der engen Zusammenarbeit von universitärer Medizin, Grundlagenforschung und Biotechnologie. Die Geschäftsgrundlagen für das Max-DelbrückCentrum und die universitären Kliniken sind in Kooperationsverträgen vereinbart.

Die abrupte Halbierung des Budgets beider Kliniken noch im Jahr 2000 (von 120 Mio. DM auf 60 Mio. DM) würde die Zukunft dieses Standortes akut bedrohen.