Bildung

In der Europa-Woche, vom 3. bis 7. Mai 1999, hat eine fünfköpfige, bulgarische Delegation den Stadtbezirk Friedrichshain besucht. Im Mittelpunkt der Visite stand die feierliche Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde am 5. Mai 1999, dem Europa-Tag.

Während der verbleibenden Zeit wurden die bulgarischen Partner mit dem Stadtbezirk und seinen Einrichtungen bekannt gemacht. Bei dieser Gelegenheit führten Vertreter der Abteilung Jugend die Gäste durch Kinder- und Jugendeinrichtungen des Bezirks (z. B. Regenbogenhaus) und erläuterten die Schwerpunkte der bezirklichen Jugendarbeit in Friedrichshain. Darüber hinaus besuchte die Delegation Einrichtungen der Abteilung Sozial- und Gesundheitsdienste und der Abteilung Bildung, Sport, Kultur und Umwelt. Mitarbeiter der jeweiligen Abteilungen informierten dabei über ihre Arbeit.

Der Bezirk Friedrichshain möchte die Partnerschaft mit Oborischte nicht nur auf amtliche Kontakte beschränken. Deshalb traf die bulgarische Delegation während ihres Besuchs auch mit Vertretern der Lokalen Agenda 21 und des Arbeitskreises „Eine Welt" in Friedrichshain zusammen.

Geplante Aktivitäten:

Derzeit wird die Gründung eines Städtepartnerschafts-Vereins angestrebt, der Ideen und Initiativen bezüglich der Partnerschaft mit Oborischte koordinieren soll. Schwerpunkte der Partnerschaft sind bisher der Erfahrungsaustausch und Kontaktaufbau unter anderem in den Bereichen Jugendarbeit, Bildung, Kultur und Arbeit freier Träger. Für Oktober 1999 ist ein Gegenbesuch von Friedrichshainern in Sofia-Oborischte geplant, bei dem angedachte, gemeinsame Projekte konkretisiert werden sollen.

Die Aufnahme weiterer Partnerschaften ist zur Zeit nicht vorgesehen. Im Jahr 2000 werden die Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain fusionieren. Der Bezirk Kreuzberg unterhält acht Städtepartnerschaften, die dann von beiden Bezirken gemeinsam unterhalten werden.

Hellersdorf

Die bestehende Partnerschaft zum XV. Bezirk von Budapest (Ungarn) ruht; in den vergangenen zwei Jahren gab es von keiner Seite Versuche zu einer Kontaktaufnahme. In Anbetracht der bestehenden Fusion mit dem BA Marzahn, der komplizierten finanziellen Situation der Bezirke und den anstehenden strukturellen Veränderungen ist aus Sicht des Bezirks noch nicht abzusehen, wie sich die Partnerschaften in der Zukunft gestalten werden.