Wohnen

Antrag über attraktive Erschließung des S-Bahnhofs Westkreuz für den Fuß- und Fahrradverkehr

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Das Abgeordnetenhaus fordert den Senat auf, in Abstimmung mit der DB AG den S-Bahnhof Westkreuz durch einen Rad- und Wanderweg von der Bornstedtstraße über den Ringbahnsteig zur Rönnestraße attraktiv anzubinden.

Begründung:

Der S-Bahnhof Westkreuz ist ein wichtiger Umsteigebahnhof, der von acht S-Bahnlinien (S 3, S 4, S 45, S 46, S 5, S 7, S 75, S 9) befahren wird. Da er von Eisenbahn- und Autobahntrassen umgeben ist ­ der Busverkehr erreicht, ihn nur in einer Richtung ­ wird er, von Ausnahmen abgesehen, als Zugangsstation aber nur von wenigen Fahrgästen in Anspruch genommen. Der Fuß- und Radweg entlang der Stadtautobahn ist so unattraktiv, dass er nach Möglichkeit gemieden wird.

Eine attraktive Erschließung des S-Bahnhofs Westkreuz hätte eine Zugangsmöglichkeit nicht nur von der Stadtautobahn, wie sie existiert, sondern auch von der Rönnestraße, der Heilbronnerstraße und der Bornstedtstraße. Zwar existiert von der Bornstedtstraße ein attraktiver Rad- und Wanderweg über den Trabener Steg zum Grunewald, eine attraktive Anbindung an den S-Bahnhof Westkreuz fehlt jedoch.

Dadurch wird das Einzugsgebiet des Bahnhofs erheblich verkleinert. Wegen fehlender Möglichkeit bzw, der Unattraktivität der Zugangsmöglichkeit weichen die Fahrgäste aus den Wohngebieten entlang der Trabener und der Rönnestraße auf die benachbarten S-Bahnhöfe Halensee, Charlottenburg und Grunewald aus, obwohl sie dadurch größere Entfernungen und Umsteigezwänge in Kauf nehmen müssen.

Verschärft wird diese Situation noch durch die geplante Verschiebung des S-Bahnhofs Charlottenburg zur Wilmersdorfer Straße insbesondere für die Bewohner/-innen des Wohngebiets entlang der Rönnestraße. Der westliche Zugang am S-Bahnhof Charlottenburg wird dann nämlich aufgegeben. Im Zuge dieser Bahnhofsverschiebung sollte deshalb die Verbindung von der Rönnestraße mit dem S-Bahnhof Westkreuz gleichzeitig realisiert werden.

Zudem müsste die Verbindung zwischen Bornstedtstraße und S-Bahnhof Westkreuz realisiert werden, um das Einzugsgebiet auch westlich der Stadtautobahn zu erschließen. Dadurch wäre der S-Bahnhof nicht nur optimal angebunden, es existierte dann auch ein sehr attraktiver Rad- und Wanderweg vom Grunewald zum Lietzensee.