Sanierung und Modernisierung des Olympiastadions

„Der Senat wird beauftragt, folgende Grundsätze zu beachten:

1. Das Olympiastadion soll bei einem weitestgehenden Erhalt des historischen Erscheinungsbildes im Außenbereich zu einer multifunktionalen, international konkurrenzfähigen, attraktiven und modernen Sportarena umgebaut werden.

2. Die Vorteile der nicht ausgewählten Entwürfe sind so in den favorisierten Entwurf einzuarbeiten, dass es im Innenbereich zu einer sportfachlich und wirtschaftlich optimalen Lösung kommt, wodurch das Stadion zu einer zukunftsgerechten erstklassigen Sportstätte werden soll.

3. Bei der Erarbeitung der sportfachlich optimalen Lösung, insbesondere bei der Nachbesserung des favorisierten Entwurfs, ist mindestens bis zur Herstellung des endgültigen Planentwurfs eine Kommission zur Beratung, bestehend aus: Landessportbund Berlin, Berliner Fußballverband, Hertha BSC, Berliner Leichtathletikverband und weitere Experten, z. B. ISTAF-Vertreter, zu beteiligen.

4. In einer Betreibergesellschaft soll die Verantwortung für Planung, Durchführung und Finanzierung des Stadionumbaus sowie der Betrieb für das Stadion und das Gesamtgelände zusammengeführt werden.

5. Bei der Finanzierung ist eine angemessene Beteiligung des Bundes sicherzustellen, die der bisherigen Eigentumslage und seiner Verantwortung für den derzeitigen Zustand des Stadions entspricht."

Hierzu wird berichtet:

Zu 1.: Dies ist die Ausgangslage des Senatsbeschlusses vom 26. Mai 1998, auf dessen Grundlage die anschließenden Verfahren aufbauen.

Zu 2.: Die Ergebnisse des Konzeptfindungsverfahrens (gemäß Verdingungsordnung für freischaffende Leistungen, VOF) sind ausgewertet worden und fließen in die Diskussion der Optimierung des Konzeptes des Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) und des Planungsprozesses ein.

Zu 3.: Der Senat hat in seiner Sitzung am 15. Juni 1999 beschlossen, dass die gmp-Konzeption unter Einbeziehung des derzeitigen Hauptnutzers Hertha BSC und weiterer Nutzer bis zur Genehmigungsreife fortentwickelt werden soll. Damit ist die Einbeziehung aller Fachbereiche/-sparten sichergestellt.

Zu 4.: Nach der Aufhebung des förmlichen Verfahrens zur Vergabe einer Öffentlichen Baukonzession im Juni 1999 ist das Land Berlin mit den Bietern in ein Verhandlungsverfahren eingetreten.

Auf der Grundlage der ursprünglichen Verdingungsunterlagen wurden für das so genannte Hauptangebot A die Gespräche eingeleitet. Dies entsprach der Angebotslage. Die Besitz- und Betreiberstrukturen sind in über 10 Verträgen geregelt und ausverhandelt worden. Diese wurden dem Hauptausschuss in seiner Sitzung am 17. Mai 2000 ausführlich dargelegt.

Zu 5.: Der Bund hat zugesagt, den Kostenanteil der öffentlichen Hand für die Sanierung/Modernisierung zu übernehmen.

Wir bitten, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.