Baugrundstücke

Für den Bau des im Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegenden Abschnitts der Magnusstraße entstehen Kosten in Höhe von rund 2,4 Mio. DM, für den Bau des im Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegenden Abschnitts der Albert-EinsteinStraße ungefähr 2,35 Mio. DM.

C. Finanzierung

Die Planungskosten werden über das Treuhandvermögen des Entwicklungsträgers BAAG finanziert.

Der Straßenbau wird zu 90 % aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) (je 50 v. H. Bundes- und Landesmittel) gefördert. Die landeseigene WISTA-Management GmbH finanziert den Eigenanteil in Höhe von 10 v. H. aus Eigenmitteln.

D. Flächenmäßige Auswirkungen

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von ca. 8 ha. Neben den für die Erschließung erforderlichen Straßenverkehrsflächen werden Sondergebiete Forschung sowie Gewerbegebiete für forschungs- und technologieorientierte Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe festgesetzt.

E. Auswirkungen auf die Umwelt

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erfolgte eine ökologische Eingriffs- und Ausgleichsbewertung. Danach bereitet der Bebauungsplan XV-51 j eine städtebauliche Entwicklung vor, mit der umfangreiche Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden sind.

Die durch eine zusätzliche Bebauung und Versiegelung verursachten Eingriffe in den Naturhaushalt auf den Baugrundstücken können dabei durch die im Bebauungsplan festgesetzten ökologischen Standards vollständig auf den Baugrundstücken selbst ausgeglichen werden.

Maßnahmen zum Ausgleich und Ersatz der durch den Ausbau der öffentlichen Straßen verursachten Eingriffe werden außerhalb des Bebauungsplanes im Rahmen der Ausführungsplanung innerhalb des Gebietes der WISTA-Managementgesellschaft geregelt und vollständig ausgeglichen.

Die Eingriffe in das Landschaftsbild und die Landschaftsstruktur sind mit dem Abbau vorhandener Beeinträchtigungen und unter Bezug auf die angrenzenden Planungen als positiv zu werten. Ein Eingriff in das Landschaftsbild wird jedoch mit der Festsetzung einer geschlossenen Bauweise entlang des künftigen Ernst-Ruska-Ufers vorbereitet. Dieser Eingriff soll aber hingenommen werden, weil gegenüber den negativen Auswirkungen die Vorteile einer geschlossenen Bebauung eindeutig höher zu bewerten sind. Insbesondere die Lärmschutzwirkung einer Riegelbebauung zum künftigen Ernst-Ruska-Ufer sowie die Sicherstellung einer eindeutigen Stadtkante können durch die Festsetzung einer geschlossenen Bauweise erreicht werden.

F. Durchführung

Die Durchführung des Straßenbaus erfolgte im Auftrag des Landes durch die WISTA-Managementgesellschaft und konnte bereits weitgehend abgeschlossen werden. Die Straßen im WISTA-Bereich sind zurzeit noch Privatstraßen, sollen jedoch vom Bezirksamt Treptow, Straßen- und Grünflächenamt übernommen und öffentlich gewidmet werden.

Im Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Forschung konnte bereits 1999 der Neubau des Elektronenspeicherrings BESSY II in Betrieb genommen werden.

Vorlage ­ zur Beschlussfassung ­ über den Entwurf des Bebauungsplanes XV-51 j für das Gelände südwestlich der künftigen Magnusstraße, nördlich der Teltowkanaluferbegleitstraße und südöstlich der künftigen Einsteinstraße sowie für die künftige Magnusstraße südöstlich der künftigen Einsteinstraße und die künftige Einsteinstraße südwestlich der künftigen Magnusstraße im Bezirk Treptow, Ortsteil Adlershof sowie Erklärung der Planreife zum Flächennutzungsplan zum o. g. Geltungsbereich

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Dem Entwurf des Bebauungsplanes XV-51 j (WISTA-Mitte) für das Gelände südwestlich der künftigen Magnusstraße, nördlich der Teltowkanaluferbegleitstraße und südöstlich der künftigen Einsteinstraße sowie für die künftige Magnusstraße südöstlich der künftigen Einsteinstraße und die künftige Einsteinstraße südwestlich der künftigen Magnusstraße im Bezirk Treptow, Ortsteil Adlershof, vom 10. Juli 1998 wird zugestimmt.

Für den Geltungsbereich des Bebauungsplans wird gleichzeitig die Planreife erklärt.

A. Begründung:

I. Planungsgegenstand I.1 Veranlassung und Erforderlichkeit Veranlassung

Als Teilfläche der ehemaligen Akademie der Wissenschaften (AdW) unterliegt das Bebauungsplangebiet seit deren Auflösung einem anhaltenden, einschneidenden Nutzungsstrukturwandel und einer daraus resultierenden ungeordneten städtebaulichen Entwicklung.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes XV-51 j soll die planungsrechtliche Grundlage für die Errichtung von Gewerbegebieten und Sondergebieten ­ Forschung ­ und die Erschließung dieser Flächen durch die Festsetzung von Straßenverkehrsflächen gesichert werden.

Die Straßen im Entwicklungsbereich sind inzwischen benannt worden (gemäß Bek. v. 30. Juni 1998, ABl. Nr. 36), Dadurch erhalten die im Geltungsbereich des Bebauungsplanes gelegenen sowie die angrenzenden Straßen folgende Namen: Magnusstraße und Albert-Einstein-Straße. Die künftig entlang des Teltowkanals verlaufende Straße wird Ernst-Ruska-Ufer heißen. Im Folgenden werden daher die aktuellen Straßenbenennungen verwendet.