Information zu Förderprogrammen und Integrationshilfen für Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, alle Förderprogramme und Integrationshilfen, die für Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen zutreffend sind und von ihnen in Berlin in Anspruch genommen werden können, in einer Informationsbroschüre zusammen mit Hinweisen für die Zugänglichkeit und Inanspruchnahme allgemeiner Hilfen des Landes in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Jugend, Bildung und Qualifizierung sowie Arbeitsförderung in deutscher und russischer Sprache herauszugeben.

Begründung:

Bei den Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sind Kenntnisse über Strukturen und Zuständigkeiten zur Beantragung bzw. Inanspruchnahme von persönlichen Hilfen, Hilfen zur schulischen und beruflichen Integration bzw. Eingliederung in die Sozialversicherungen nicht in der nötigen Komplexität vorhanden, sodass eine zusammenfassende Übersicht mit entsprechenden Hinweisen zur Zugänglichkeit der Einrichtungen und Angebote dringend geboten ist. Die Notwendigkeit der zweisprachigen Auflage ergibt sich aus den nach wie vor hohen Sprachbarrieren auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse insbesondere bei Jugendlichen, die als „nicht-deutsche Familienmitglieder" nach Deutschland eingereist sind.