Sicherung des Theaterpädagogischen Dienstes Berlin

Der Senat wird aufgefordert, in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Senatsverwaltung für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen und der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport ein Konzept für die langfristig gesicherte Arbeit des Theaterpädagogischen Dienstes gegebenenfalls durch Eingliederung in den Museumspädagogischen Dienst zu erarbeiten. Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 31. Oktober 2000 zu berichten.

Begründung:

Seit Sommer 1998 existiert in Berlin der Theaterpädagogische Dienst. Dessen Stellen werden bis zum 30. Juni 2001 von der Senatsverwaltung für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen sowie dem Arbeitsamt finanziert. Der Deutsche Bühnenverein und der Museumspädagogische Dienst unterstützen dessen Arbeit. Wissenschaftlich wird diese von der Hochschule der Künste begleitet.

Die Pilotphase der Arbeit des Theaterpädagogischen Dienstes wird von allen Beteiligten als engagiert und verdienstvoll eingeschätzt. So wurden im Jahre 1999 dessen Angebote von mehr als 10 000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern wahrgenommen. Mit dem Auslaufen der entsprechenden Arbeitsförderungsmaßnahmen steht die Existenz des Dienstes auf dem Spiel. Damit würde Berlin eines wichtigen, nicht unmittelbar bühnengebundenen Mittlers zwischen den künstlerischen Einrichtungen und breiten künftigen Rezipientenschichten verlustig gehen. Insbesondere die erklärte kulturpolitische Zielsetzung, vor allem jüngere Menschen in größerer Breite als bisher an kulturelle Angebote heranzuführen, würde konterkariert werden

­ eine Zielsetzung, die durch andere Bemühungen (Projekt „TUSCH ­ Theater und Schule" bzw. theaterpädagogische Aktivitäten einzelner Häuser) nicht abgefangen werden kann.

Die Zusammenfassung des Theaterpädagogischen Dienstes mit dem Museumspädagogischen Dienst in einer eigenständigen Organisationsform wäre für die Arbeitsabläufe sinnvoll, brächte Synergieeffekte und wäre kulturpolitisch wünschenswert.