Forschung

Textliche Festsetzungen XV-51 c

1. In den Gewerbegebieten sind allgemein nur zulässig:

1. technologie- und forschungsorientierte Gewerbebetriebe

2. technologie- und forschungsorientierte Dienstleistungsbetriebe

2. In den Gewerbegebieten sind ausnahmsweise zulässig:

1. Gewerbebetriebe aller Art, die nicht auf Grund der textlichen Festsetzung Nr. 1 zulässig sind, und öffentliche Betriebe

2. Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude

3. In den Gewerbegebieten sind Lagerhäuser und Lagerplätze, Tankstellen sowie Anlagen für sportliche Zwecke nach § 8 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 4 Baunutzungsverordnung nicht zulässig. Anlagen dieser Art für betriebseigene Zwecke bleiben hiervon unberührt.

4. In den Gewerbegebieten ist die Ausnahme nach § 8 Abs. 3 Nr. 3 Baunutzungsverordnung nicht Bestandteil des Bebauungsplanes.

5. Bei der Ermittlung der zulässigen Grundfläche in den Gewerbegebieten GE 3 und GE 6 darf durch die Grundflächen von Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten sowie Nebenanlagen im Sinne des § 14 Baunutzungsverordnung und baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, die festgesetzte Grundflächenzahl bis zu 20 vom Hundert überschritten werden.

6. In den Gewerbegebieten können Dachaufbauten bis zu einer Höhe von 3,5 m über Oberkante Decke der maximal zulässigen Oberkante über Gelände zugelassen werden, wenn sie ausschließlich der Aufnahme technischer Einrichtungen dienen. Die Dachaufbauten sind nur in einem Abstand von mindestens 2,0 m zur straßenseitigen Dachkante zulässig.

7. Für die Gewerbegebiete GE 1, GE 4 und GE 6 wird als Bauweise festgesetzt:

1. Die Gebäude sind mit seitlichen Grenzabstand zu errichten.

2. Die Länge der Hausformen kann mehr als 50 m betragen.

8. Einfriedungen ab einer Höhe von 0,40 m, Stellplätze, Garagen, Tiefgaragenrampen und Müllabstellplätze sind auf den straßenseitigen nicht überbaubaren Grundstücksflächen in einem Abstand gemessen jeweils von der Straßenbegrenzungslinie von 6 m zur künftigen Volmerstraße sowie zur Agastraße unzulässig. Gleiches gilt in einem Abstand von 5 m gemessen jeweils von der Straßenbegrenzungslinie zur künftigen Einsteinstraße und in einem Abstand von 4 m gemessen jeweils von der Straßenbegrenzungslinie zur künftigen Liebigstraße im Abschnitt der Gewerbegebiete GE 1, GE 3 und GE 4 sowie auf der Fläche A1A2A3A4A5A6A7A8 A9A10A1 im Gewerbegebiet GE 4.

9. Einfriedungen ab einer Höhe von 0,40 m, Stellplätze, Garagen, Tiefgaragenrampen, Müllabstellplätze und Einfriedungen ab einer Höhe von 0,40 m sind auf den straßenseitigen nicht überbaubaren Grundstücksflächen in einem Abstand von 6 m zur Geltungsbereichsgrenze zwischen den Punkten G und H nicht zulässig.

10. Auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen der Fläche E1E2E3E4E5E6E7E8E1 in den Gewerbegebieten GE 2 und GE 3, der Fläche D1D2D3D4D1 im Gewerbegebiet GE 6, der Fläche F1F2F3F4F5F6F7F8F9F10F11F12F1 im Gewerbegebiet GE 5 sowie auf der Fläche G1G2G3G4G5G1 im Gewerbegebiet GE 2 sind Stellplätze, Garagen und Nebenanlagen im Sinne des § 14 Baunutzungsverordnung unzulässig. Dies gilt nicht für Gehwege und Zufahrten, die ausnahmsweise zulässig sind.

11. Dachflächen sind mit einer Neigung von weniger als 15h auszubilden.

12. Die Einteilung der Straßenverkehrsflächen ist nicht Gegenstand der Festsetzung.

13. Die Flächen B und C sind mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit zu belasten.

15. Auf der Fläche mit Bindungen für Bepflanzungen und Erhaltung sind die vorhandenen Bäume und Sträucher dauerhaft zu erhalten und gegebenenfalls bei Abgang fachgerecht neu anzulegen. Die Bindungen für Bepflanzungen gelten nicht für Wege und Zufahrten.

16. Ebenerdige Stellplätze sind durch Flächen, die zu bepflanzen sind, zu begrünen und durch Hecken und Pergolen zu gliedern. Je vier Stellplätzen ist ein Laubbaum zu pflanzen und dauerhaft zu erhalten.

17. Dachflächen mit einer Neigung von weniger als 15h sind extensiv zu begrünen; dies gilt nicht für technische Einrichtungen und für Beleuchtungsflächen.

18. Tiefgaragendächer sind zu bepflanzen. Die Erdschicht über den Tiefgaragen muss mindestens 0,80 m betragen. Die Bepflanzungen sind zu erhalten. Die Verpflichtung zum Anpflanzen gilt nicht für Wege, Zufahrten, Stellplätze und untergeordnete Nebenanlagen und Einrichtungen im Sinne von § 14 Abs. 1 Satz 1 der Baunutzungsverordnung.

19. In den Baugebieten sind die Befestigungen von Wegen, die nicht befahren werden, in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau herzustellen. Auch Wasser- und Luftdurchlässigkeit wesentlich mindernde Befestigungen wie Betonunterbau, Fugenverguss, Asphaltierungen und Betonierungen sind unzulässig.

20. In den Baugebieten ist pro 500 m2 überbaubarer Grundstücksfläche mindestens ein Laubbaum zu pflanzen und zu erhalten. Bei der Ermittlung der Zahl der zu pflanzenden Bäume sind die vorhandenen Laubbäume einzurechnen.

21. In den Baugebieten sind für die anfallenden Niederschlagswasser Versickerungsflächen anzulegen. Die Versickerungsflächen sind zu bepflanzen. Die Bepflanzungen sind zu erhalten.

Hinweise:

Bei der Anwendung der textlichen Festsetzungen 16, 17, 18, 20, 21 und der gärtnerischen Anlage der nicht überbauten Grundstücksflächen wird die Verwendung von Arten der der Begründung beigefügten Pflanzliste vom August 1995 empfohlen.