Erziehung

Oktober 1996 Folgendes beschlossen: „Der Senat wird aufgefordert, dem Abgeordnetenhaus den im Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 24. März 1994 geforderten Bericht zum Aufbau eines Kinderschutzsystems in Berlin (Kinderschutzbericht) bis zum 30. November 1996 vorzulegen."

Das Abgeordnetenhaus hat am 24. März 1994 Folgendes beschlossen: „Der Senat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den Bezirken bis zum 31. Dezember 1994 einen neuen Kinderschutzbericht zu erstellen und diesen regelmäßig alle zwei Jahre aktualisiert dem Abgeordnetenhaus vorzulegen.

Der Bericht soll insbesondere berücksichtigen

1. die Einrichtung differenzierter, ambulanter und teilstationärer Angebote der familientherapeutischen Beratung und Betreuung unter Maßgabe einer pluralistischen Angebotsstruktur freier Träger und der Einbeziehung der Bezirke,

2. die Schaffung einer neuen Struktur der Berliner Hilfen zur Erziehung bzw. des Familienhelfersystems,

3. die Bereitstellung einer in Fragen des sexuellen Missbrauchs von Kindern fachlich kompetenten Beratung bei den Bezirksjugendämtern,

4. die horizontale und vertikale Vernetzung und Kooperation sämtlicher im Bereich des Kinderschutzes und der familientherapeutischen Betreuung in Berlin tätigen Einrichtungen der freien Träger und des Landes Berlin,

5. die Prüfung, wie die fachlichen Angebote in den bestehenden Einrichtungen nach Auslaufen der ABM-Verträge weitergeführt werden können,

6. ein differenziertes Angebot zur Fortbildung für Erzieher/ -innen und Lehrer/-innen zum Zweck der Verbesserung der Früherkennung und der Hilfe bei sexuellem Missbrauch von Kindern,

7. die Herausgabe von entsprechendem Informationsmaterial für die Öffentlichkeit durch die Senatsverwaltung für Jugend und Familie (z. B. Neuauflage der zurzeit vergriffenen Broschüre zum Kinderschutz und sexuellem Missbrauch von Kindern)."

Hierzu wird berichtet:

Der Prozess der Umgestaltung und der stärkeren Vernetzung des Krisen- und Notdienstangebotes in Berlin mit den bezirklichen Jugendämtern und freien Trägern ist nicht vor Jahresende abgeschlossen, sodass entsprechende Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Es wird daher um Fristverlängerung bis Ende Dezember gebeten.