Konfliktlotsen- und Streitschlichtermodell an Berliner Schulen als Beitrag zur Gewaltprävention

Der Senat wird aufgefordert, dem Abgeordnetenhaus bis zum 31. Dezember 2000 über das Modell für den Einsatz von Konfliktlotsen an Berliner Schulen und seine Bedeutung für die Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und damit für eine gewaltfreie Berliner Schule zu berichten, die Perspektiven dieses Modells darzustellen und dabei besonders die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:

- Entwicklung und Stand des Konfliktlotsenmodells, insbesondere die Beteiligung der Schulen sowie der Lehrkräfte und Sozialpädagogen an der Mediatoren- und Multiplikatorenausbildung,

- die schulischen Rahmenbedingungen für eine effektive Durchführung des Konfliktlotsenmodells,

- Ausbildung und Einsatz von Schülern/-innen als Konfliktlotsen bei der Konfliktbewältigung,

- Kosten der Ausbildung als Mediatoren und Multiplikatoren sowie der Arbeit in den Schulen,

- Einbeziehung der Arbeit in den Schülerklubs sowie von freien Trägern.

Begründung:

Seit 1992 arbeiten an Berliner Schulen Lehrer/-innen, Sozialpädagogen und Schüler/-innen, um als Konfliktlotsen durch Streitschlichtung eine Eskalation von Auseinandersetzungen zu vermeiden. Der Bericht soll der Klärung dienen, welche Verbreitung das Modell der Streitschlichter an den Berliner Schulen insgesamt hat, welchen Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und damit zur gewaltfreien Konfliktlösung es leistet und welche Perspektiven der Ausweitung gesehen werden.