Chronisch kranke Kinder in der Ganztagsbetreuung

Die Fraktionen der CDU und der SPD haben unter Drucksache 16/1234 eine Große Anfrage zu obigem Thema an den Senat gerichtet.

Der Senat beantwortet die vorgenannte Große Anfrage wie folgt: 90er Jahre in den USA über 17.000 Kinder erfasste, wurden bei 31 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mindestens eine chronische Erkrankung festgestellt.

In den vergangenen Jahren sind diese Häufigkeitswerte jedoch revidiert worden. Bei aus, dass etwa 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum mit chronischen Erkrankungen leben müssen.

Für Deutschland liegen nur zu einzelnen Krankheitsbildern zuverlässige Daten vor.

Zum Beispiel wird bei Asthma von einer Verbreitung von ca. 10 % ausgegangen. Von onkologischen Erkrankungen sind 0,2 Prozent der Kinder- und Jugendlichen betroffen.

Trotz der bisher unklaren Datenlage sind chronische Erkrankungen auch an Bremer Schulen eine Realität, so dass die Schulen insbesondere auch im Ganztagsbereich einen kompetenten Umgang mit den Betroffenen erwerben und praktizieren müssen. sehr wichtig.

Chronisch erkrankte Schülerinnen und Schüler stellen an das Lehr- und Betreuungspersonal besondere Anforderungen. Der Senator für Bildung und Wissenschaft gehören in den ersten Schuljahren auch die an Diabetes mellitus erkrankten der Schülerinnen und Schüler im Sinne eines Selbständigkeitstrainings unterstützen.

Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes Bremen steht allen Lehr- und Betreuungskräften nach Absprache zur Beratung zur Verfügung. Insofern haben alle im Schulalltag und macht ggf. die Krankheit in angemessener Weise zum hat der Senator für Bildung und Wissenschaft Handreichungen bereit Haftungsfragen aufgegriffen und erörtert.

Die einzelnen Fragen werden wie folgt beantwortet:

1. Kinder an den Schulen bzw. Kitas? Bitte aufschlüsseln nach Bremen und Bremerhaven. mindestens drei Monate, meist über Jahre, nicht selten lebenslang. Die in der Literatur angegebenen Prävalenzraten für chronische Krankheiten im Kindes- und Jugendalter sind sehr unterschiedlich, abhängig davon, ob oder auch Entwicklungsauffälligkeiten und Verhaltensprobleme berücksichtigt werden. So bewegen sich die in der Literatur angegebenen Prävalenzraten für chronische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zwischen 5 % und 30 %. Zwischen 2 % und 5 % der Kinder und Jugendlichen dürften durch eine chronische Krankheit in ihrem Alltag deutlich beeinträchtigt sein. Diese oft relativ schnell zum Tode führten (Krebs, Mukoviszidose, Diabetes Typ I).

Da es kein entsprechendes Erfassungssystem gibt, können Angaben über den durchschnittlichen Anteil chronisch kranker Kinder an Schulen bzw. Kitas in Bremen und Bremerhaven nicht gemacht werden. Angesichts von Schulpflicht und einer auf 100 % zustrebenden Inanspruchnahme der Kindergartenbetreuung werden die durchschnittlichen Anteile chronisch kranker Kinder in Schulen bzw. Kindergärten denen der altersgleichen Gesamtbevölkerung entsprechen.

Hierzu werden vom Robert-Koch-Institut des Bundes ab Frühjahr 2007 aktuelle Daten aus dem Nationalen Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) für die bremische Situation hieraus zwar qualifizierte Trends, jedoch keine genauen Werte ergeben. So ist beispielsweise der Ausländeranteil unter den Kindern und Jugendlichen im Land Bremen etwa doppelt so hoch wie im Bund, was bei chronischen Krankheiten, die mit der Herkunft zusammenhängen (zum Beispiel Thalassämie, einer bei der Bevölkerung des Mittelmeerraums verbreiteten chronischen Bluterkrankung) eine Rolle spielen kann.

2. Welches sind hierbei die häufigsten Erkrankungen?

Die Zusammensetzung chronischer Krankheiten im Kindes- und Jugendalter unterscheidet sich deutlich von der im Erwachsenenalter. Im Erwachsenenalter gibt es eine recht große Gruppe jeweils weitverbreiteter Erkrankungen (zum Beispiel Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ II) und nur eine relativ kleine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten mit recht niedriger Prävalenz. Am häufigsten sind bei Kindern und Jugendlichen die Erkrankung des allergischen Formkreises: Heuschnupfen 8,9 %, Asthma 3,0 %, Neurodermitis 7,7 % dagegen eine Prävalenzrate unter 0,5 %. Diese besonderen Verhältnisse im Kindesalter und der ebenfalls relevante Sachverhalt, dass die Häufigkeit von weiter zunehmen, ist für die Handhabung chronischer Krankheiten in Kindergarten und Schule bedeutsam.

3. Wie ist die Betreuungsquote in den einzelnen Einrichtungen?

Eine Betreuungsquote lässt sich nur für jene chronisch kranken Kinder in der Assistenz haben. Hierzu zählt bei jüngeren Kindern auch Diabetes mellitus.

In der Regel beträgt der Betreuungsschlüssel bei diesen chronisch kranken Kindern 1 zu 1 bzw. 1 zu 2.

Klassenlehrer oder anderen Lehr- und Betreuungskräften betreut. Hier ist von Lerngruppen mit 20 bis 30 Schülerinnen bzw. Schülern auszugehen.

Für den Schulbereich gelten in Bremerhaven die selben Aussagen wie für Bremen. das Kind durch die Erkrankung von Behinderung bedroht sein könnte, werden entsprechende Zusatzkräfte eingestellt.

In Kindertageseinrichtungen der Stadtgemeinde Bremen wird zusätzliches Hilfe- und Förderbedarf notwendig machen. Die Qualifikation und der zeitliche Umfang des Personaleinsatzes richtet sich nach Art und Schweregrad der Behinderung. Auch persönliche Assistenzkräfte werden individuell eingesetzt.

4. Wie sind derzeit die Betreuer auf den Umgang mit chronisch kranken Kindern vorbereitet? der bei Bedarf jederzeit beratend und unterstützend tätig wird. Es im Rahmen der Fortbildungsreihe Chronisch kranke Kinder über häufig vorkommende chronische Erkrankungen im Kindesalter und deren Umgang zu. Die Teilnehmerzahl lag im Mittel bei weniger als zehn Personen pro Fortbildungsveranstaltung.

Im Rahmen ihrer Ausbildung, gegebenenfalls der Fort- und Weiterbildung, werden Lehrer/-innen und Erzieher/-innen über grundsätzliche Aspekte des einer auch individuell recht unterschiedlichen Ausprägung der jeweiligen oder Schule Eltern vertrauensvoll die gesundheitlichen Probleme ihres Kindes kommunizieren und die Betreuer willens und in der Lage sind, sich fachlich objektiver Beratung zum aktuellen Einzelfall zu bedienen. Grundsätzlich stehen im Kindergartenbereich als Heimärztinnen und Heimärzte, im besteht außerdem bei Bedarf eine enge Kooperation zu niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten, Kliniken und dem Sozialpädiatrischen Zentrum des Klinikums Bremen-Mitte. Da die ärztliche Untersuchung der Schulanfänger bereits vor Schulbeginn stattfindet, tritt bei entsprechender Problemkonstellation die Schulärztin oder der Schularzt bereits vor Aufnahme des Kindes mit der Schule und gegebenenfalls späteren Lehrkräften in Verbindung. Auch bei Symptomwandel einer bereits bestehenden Krankheit oder als Ansprechpartner zur Verfügung.

5. Inwieweit gibt es in Bremen und Bremerhaven nach Kenntnis des Senats Fortbildungsmaßnahmen für Betreuer, um sie auch für diesen Bereich zu schulen?

Dies ist nachvollziehbar und darauf zurückzuführen, dass Betreuer wenig Sinn darin sehen, sich mit chronischen Krankheitsbildern zu beschäftigen, mit denen sie ausgeprägt.

6. Welche Pläne bestehen, um die Fort- bzw. Weiterbildung der Betreuer im Umgang mit chronisch kranken Kindern auszubauen und zu verbessern? fortgebildet werden.

8. Ist der kinder- und jugendärztliche Dienst der Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven in die Betreuung miteingebunden? Wenn ja, in welchem Umfang?

Es gibt eine Reihe von Einrichtungen, welche die Betreuung chronisch kranker Kinder in Ganztagseinrichtungen erleichtern und unterstützen. Zu ihnen für kranke Kinder und Jugendliche heute darauf abstellen, dass Kinder schon sehr früh ihre Krankheit selbst managen. Hierzu finden meist Jugendlichen statt, die von den bremischen Kinderkliniken angeboten werden. einrichtungsseitige Unterstützungsmaßnahmen heute seltener benötigt als früher.

Ein Teil der chronisch kranken körperbehinderten Kinder in Bremen wird in der beschäftigt sind. Dieser Träger bildet die persönlichen Assistenzen für den speziellen Einsatz fort.

Das Gesundheitsamt Bremen, insbesondere der Kinder- und Jugendärztliche Dienst, das Landesinstitut für Schule, aber auch Einrichtungen wie der Deutsche Diabetikerbund Bremen sind im Rahmen der Fortbildung und Unterstützung für in enger Kooperation mit den Erziehungsberechtigten. Lehrkräfte sind nach § 11 genannten Beratungsstellen verpflichtet. erfolgreich beschult werden können, werden durch persönliche Assistenzkräfte betreut, die bei den Elbe-Weser-Werkstätten Bremerhaven beschäftigt sind. Die Auswahl der Kräfte orientiert sich am Krankheitsbild der Kinder.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Betreuung chronisch kranker Kinder in als die klassische Halbtagsbetreuung in Kindergarten und Schule. Vor allem in in einer speziellen Diät besteht; hier ist Flexibilität insbesondere bei der Mittagessenversorgung gefragt. Zum anderen kann die längere Verweildauer dazu führen, dass eine Medikamenteneinnahme auch während der Zeit des Kindergarten- oder Schulbesuchs ansteht. Sofern hier auch durch Vermittlung des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes/Schulärztlichen Dienstes das Regime der Verabreichung nicht geändert werden kann, müssen die Einrichtungen bei Gesundheitsamt liegt hierzu eine Empfehlung vor. Schließlich sind eine Reihe Zum Teil müssen solche therapeutischen Maßnahmen mehrmals pro Woche stattfinden. Hier ist insbesondere die Schule aufgerufen, gegebenenfalls durch flexible Lösungen die Inanspruchnahme der Hilfen zu unterstützen.