Photovoltaik

Inhalte und Aktivitäten (Globales Lernen):

· Module / Angebote zu einzelnen Themenschwerpunkten (z.B. Wasser), Projekttagen und Projektwochen für Schulen u.a. Institutionen mit besonderer Ausrichtung auf Partnerstädte und internationale Partnerschaften entwickeln sowie Informationen über die Partnerorganisationen und die Partnerstädte

· vorhandene Schulpartnerschaften (ca.10 zu Ländern des Südens) fördern und weiterentwickeln sowie weitere Partnerschaften initiieren, Netzwerk Schulpartnerschaften einrichten

· Veranstaltungen für Lehrer u. Multiplikatoren, um den Bedarf für Schulen und andere Bildungseinrichtungen zu ermitteln

· Medien zu den Schwerpunktthemen Städtepartnerschaften und Wasser zusammenstellen, Filmtage für Schulen organisieren

3. Migration und Integration - Vom integrationshemmenden zum integrationsfördernden Ansatz Berlin als Einwanderungsstadt kann große Vorteile aus den Ressourcen einer multikulturellen Einwanderungsgesellschaft ziehen. Voraussetzung sind die notwendigen politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik. Unter den in Berlin lebenden Bevölkerungsgruppen nichtdeutscher Herkunft stellt die große Gruppe aus Afrika, Asien, Ozeanien, Lateinamerika ein sehr großes Potential bereit, das mit einer auf sie und die Berliner Bedürfnisse zugeschnittenes Beratungs- und Integrationskonzept für den weltoffenen Charakter von Berlin als Ost ­ West und Nord ­ Süd-Metropole erschlossen werden kann.

Zur Zielerreichung sind folgende Schritte geplant:

· Analyse der gesetzlichen Grundlagen

· Analyse des Bedarfs und der Bedürfnisse der genannten Bevölkerungsgruppe und möglicher Defizite in Konzept und Angeboten der Beratung

· Bestandsaufnahme vorhandener Ressourcen und Potenziale, z. B. welche informellen Dienste, Selbsthilfestruren und welches Zusammenspiel von beiden gibt es?

· Ergänzung rechtlich ­ sozialer Prioritäten der Beratung um wirtschaftliche im Beratungskonzept Maßnahmen:

1. die Bildung eines "Runden Tischs mit Vertretern aller Akteure"

2. Konzipierung eines Netzwerkansatzes professioneller und informeller Beratungsdienste

3. einen Maßnahmekatalog festlegen zur konkreten Umsetzung integrationsfördernder Maßnahmen.

Dazu gehört auch ein zeitlicher Rahmen, also Nahziele-Fernziele.

Das könnten z. B. sein:

· Überprüfung von Verwaltungsvorschriften

· Interreligiöser Dialog/Bildungsmaßnahmen für und mit religiösen Führungskräften

· Interkulturelle Trainingsprogramme

· Angebote und ihr Setting überprüfen, wie Deutschkurse, Alphabetisierungskurse etc.

· Beratung von Selbsthilfegruppen

· Ressourcen der Selbsthilfegruppen stärken, z. B. durch Bildung von communities ­ partnership / Patenschaften Unterstützend für den gesamten Prozess wäre, zu Beginn eine Steuerungsgruppe zu bilden, um den Arbeitsprozess zu organisieren und Ergebnisse regelmäßig zu überprüfen

4. Internationales Netzwerk Mobilität und Lokale Agenda 21

(gemeinsames Projekt mit Fachforum Mobilität, daher dort Projektkurzbeschreibung) Entwurf zur Berliner Lokalen Agenda 21 Stand 30.03.2004 S. 91

Klimaschutz Offen für neue Energie Selber herstellen, intelligenter anwenden, weniger verbrauchen Problemskizze Klimaschutz ist eine weltweite Aufgabe, der sich vor allem die Regionen mit überhöhtem Energieverbrauch stellen müssen. Würde zum Beispiel Berlin die jährlich durch Energienutzung erzeugten Emissionen mit neu zu pflanzendem Wald kompensieren, müsste die erforderliche Fläche dreimal so groß sein wie das Land Brandenburg. Berlin hat bis zum Jahr 2000 erst eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 14% erreicht und lag damit unter dem Bundesdurchschnitt von 18,5%. Die Stadt muss sich daher zukünftig im Klimaschutz besonders engagieren.

Leitbild

Die Grundbedürfnisse der Menschen nach Energiedienstleistungen werden befriedigt ohne hierbei die natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden. Berlin setzt nicht nur auf "mehr Geld", sondern auf "mehr Intelligenz" und "mehr Überzeugung und Mobilisierung" in der Stadtgesellschaft. Bausteine einer vorsorgenden Klimaschutzpolitik sind Energiesparen, die konsequente Steigerung der Effizienz, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Änderung unseres Lebensstils und Konsumverhaltens.

Handlungsziele Berlin orientiert seine Politik in diesem Feld an der Mitgliedschaft der Stadt im "Klimabündnis europäischer Städte mit den indigenen Völkern Amazoniens" und der Energie-Enquetekommission des Deutschen Bundestages (2002).

Als Handlungsziel für 2010 verständigt sich die Stadt darauf, die Zielsetzung des Energiekonzepts von 1994, die CO2-Emissionen um 25% zu reduzieren, deutlich zu übertreffen. Bis 2020 sollen die CO2 Emissionen mindestens um 40% reduziert werden. Langfristig sollen die CO2-Emissionen weiter gesenkt werden. Bis zum Jahr 2050 wird eine Reduzierung um 80% angestrebt. Basis für die Emissionssenkungen ist immer das Jahr 1990.

Für die übrigen Treibhausgas-Emissionen ­ Methan, Stickstoffverbindungen, fluorierte Gase ­ wird Berlin bis 2005 eine zuverlässige Bilanz vorlegen, die die direkten wie indirekten Beiträge der Stadtgesellschaft zu diesen Stoffen darlegt. Auf Basis dieser Bilanz wird die Agenda 21 um quantifizierte Handlungsziele in diesem Sektor ergänzt.

Um diese Ziele zu erreichen, muss jeder Sektor Reduktionsleistungen erbringen.tekommission auch für Berlin angestrebt:

· Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch: 4,2 bis 2010, 8,5% bis 2020

· Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch: 12,5% bis 2010, 20% bis 2020

Bedingt durch die kontinentale Stadtlage von Berlin konzentrieren sich die Anstrengungen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Berlin auf den Bezug von Öko-Strom und die umfassende Installation von Solaranlagen zur Erzeugung von Solarstrom und -wärme. Der Ausbau der Biomasse sowie der Windenergienutzung wird vorangebracht. Dieses geschieht insbesondere unter Einbeziehung der Potenziale des Landes Brandenburg.

Als Indikator für die Umsetzung dieser Handlungsziele wird die Installation von Solaranlagen herangezogen, derzeit sind etwa 30. Die aus diesem Prozeß gewonnene Abwärme macht zu etwa 90% die Fernwärme aus.

Würde diese Fernwärme in normalen Heizkesseln produziert werden, würden sich die derzeitigen CO2 Emissionen in Berlin um etwa 2 Mio. t erhöhen. Ziel ist es also, die KWK in Berlin zu erhalten und auszubauen. Dies bedeutet konkret: Ausbau des Wärmeanteils aus KWK (Fern- und Nahwärme) am Gesamtwärmemarkt in Berlin von 25% im Jahre 2003 auf 30% im Jahre 2010 und 40% im Jahre 2020.

Auch der Lebensstil und das Konsumverhalten beeinflussen den Klimawandel. Weitere Ziele sind daher der Verzicht auf die Verwendung von nichtzertifiziertem Tropenholz und die Senkung des Fleischkonsums (Methan, Lachgas). Darüber hinaus soll das ausgasende Methan von Berlin belieferten Abfalldeponien erfasst und verwertet werden.

Indikatoren:

Als Leitindikator werden die CO2-Emissionen berechnet. Darüber hinaus werden die Kollektorfläche für die Solarthermie, die installierte Leistung für die Photovoltaik und der Wärmeanteil aus KWK (Fern- und Nahwärme) am Gesamtwärmemarkt in Berlin verwendet.

Maßnahmen und Projekte Änderung der Rahmenbedingungen:

Die Maßnahmen, die Berlin allein ergreifen kann, reichen nicht aus, um die formulierten Handlungsziele zu erreichen. Hierzu ist eine Änderung der Rahmenbedingungen für Produzenten und Konsumenten notwendig. Daher wird Berlin verstärkt Maßnahmen zur ökologischen Modernisierung der Volkswirtschaft im Bundesrat initiieren. Hierzu gehören:

· die Weiterentwicklung der Energiesparverordnung mit dem Ziel den Passivenergiehausstandard zum Regelstandard für neue Bauwerke einzuführen und Mindeststandards für alle Gebäude durchzusetzen, die den Werten der Wärmeschutzverordnung 1995 entsprechen.