Ganztagsgrundschulen

Jungen können als Bildungsangebote des außerunterrichtlichen Bereichs konzipiert werden (Tanz-, Fußball-, Computergruppen nur für Mädchen bzw. nur für Jungen). In der offenen Ganztagsgrundschule können Medien - insbesondere neue Medien - besonders flexibel und intensiv genutzt werden. Die medialen Angebote erweitern zugleich Lehr-, Lern- als auch Freizeitmöglichkeiten.

Übernahme von Verantwortung, Verlässlichkeit, Kooperation und Kommunikation sind Kompetenzen, die Schule befördern will. Offene Ganztagsgrundschulen eröffnen Betätigungsfelder, die diese Kompetenzen herausfordern und fördern. Aus authentische Lernsituationen in Form von Beteiligung und Übernahme von Verantwortung (Betreuung der Bibliothek, der Medienwerkstatt am Nachmittag durch Schülerinnen und Schüler) erwachsen Wertschätzung und Anerkennung für Kinder, die unter Umständen im Regelunterricht wenig Anerkennung für ihre fachlichen Leistungen erfahren, aber auch Kritik für Kinder, die selten kritische Rückmeldungen auf schulische Leistungen erfahren.

Aktivitäten in den Sozialraum sind an den spezifischen Bedingungen der Schule orientiert: Beratungsangebote für Eltern zu Förderschwerpunkten und Erziehungsfragen, Sprachkurse für ausländische Mütter, Präsentationen von Unterrichtsergebnisse durch die Schülerinnen und Schüler in Schaufenstern der Geschäfte rund um die Schule, Nutzung außerschulischer Lernorte, Theateraufführungen in Kooperation mit einem Theater.

Auswirkungen auf den Haushaltsplan und die Finanzplanung Personalwirtschaftliche und haushaltswirtschaftliche Auswirkungen sind bereits in der Mitteilung zur Kenntnisnahme über „Gesamtkonzept für die Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern (Drs. 15/2355)" dargestellt worden. Die jetzt in dieser Mitteilung zur Kenntnisnahme aufgezeigten pädagogischen Maßnahmen zur Ausgestaltung der verlässlichen Halbtagsgrundschule und der ergänzenden Betreuung der offenen Ganztagsgrundschule werden in dem dort aufgezeigten Rahmen finanziert.

Für die Bemessung der Ausstattung sind die Teilnehmerzahlen maßgebend, die der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen der Ist-Schülerstatistik gemeldet werden. Die tatsächliche Ausstattung wird begrenzt durch die nach dem jeweils gültigen Haushaltsplan zur Verfügung stehenden Stellen sowie Personal- und Sachmittel.

Die in Textziffer 8 - Ausblick enthaltene bildungspolitische und pädagogische Zielstellung „obligatorische Ganztagsgrundschule für alle..." mag zwar wünschenswert sein, kann aber wegen der damit verbundenen Kosten gegenwärtig nicht im Rahmen der Finanzplanung des Senats berücksichtigt werden.

Die unter A 2. Raumstandards dargestellten Kosten werden aus den einmalig zur Verfügung stehenden Fördermitteln des Bundes in Höhe von bis zu 147,186 Mio. und den dafür erforderlichen Komplementärmitteln in Höhe von bis zu 16,5 Mio. (Planungszeitraum 2003 bis 2007) finanziert. Dazu wird auf das Schreiben SenBildJugSport - II B 2 vom 06.12.2004 an den Hauptausschuss „Umbaukosten für Ganztagsbetreuung"

- rote Nummer 2825 - verwiesen.