Wohnungsbau

FNP-Änderung zur Erweiterung der Gewerbeflächen am neuen Großflughafen Gewerbeflächenentwicklung Gateway BBI (Nr. 07/06) - Masterplan.

Die mit Abstand größte Neudarstellung gewerblicher Bauflächen betrifft den geplanten Gewerbepark am neuen Flughafens BBI. Durch Änderung des Flächennutzungsplans wird die für den Flughafenausbau nicht benötigte Fläche der nördlichen Start- und Landebahn desalten Flughafens Schönefeld in gewerbliche Baufläche zur Realisierung des„BBI Business Park Berlin" umgewidmet. Auf insgesamt 109 ha (davon knapp 40 ha auf Berliner Stadtgebiet) sollen hier Bürogebäude, Dienstleistungs-, Logistik- und Gewerbebetriebe entstehen und zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Im Entwicklungsbereich Johannisthal/ Adlershof wird an die bisherigen wirtschaftlichen Erfolge als Hochtechnologiestandort angeknüpft und das ursprüngliche Entwicklungskonzept mit einem hohen Anteil an Geschosswohnungsbau zugunsten weiterer Firmenansiedlungen geändert. Dafür werden 60 ha, die ursprünglich für den Wohnungsbau vorgesehen waren, nunmehr als gewerbliche (27 ha) bzw. als gemischte Baufläche M2 (32 ha) dargestellt.

Nach Aufgabe der Hafenplanung am Britzer Zweigkanal (Späthstraße) sollen rund 30 ha bisheriger Sonderbaufläche mit gewerblichem Charakter nunmehr im Sinne einer strategischen Reserve als gewerbliche Bauflächen dargestellt werden. Das 2002 eingeleitete Änderungsverfahren konnte bislang noch nicht zum Abschluss gebracht werden.

Zur stärkeren Verdeutlichung des Ziels einer gewerblichen Entwicklung wurde in einigen Bereichen die Darstellung von gemischten Bauflächen in eine Darstellung von gewerblichen Bauflächen umgewandelt (Telegrafenweg). Weitere Darstellungsänderungen zugunsten gewerblicher Bauflächen erfolgten aufgrund von Lärmemissionen und Bodenbelastungen, die einer Umsetzung der bisherigen Wohnbauflächendarstellung entgegenstehen (Grünauer Straße am Teltowkanal, Segelflieger Damm/ Agastraße).

Stärkung integrierter Zentren

Zur zielgerichteten Steuerung der dynamischen Entwicklung im Einzelhandel erfolgte im Zusammenhang mit der Überarbeitungdes Stadtentwicklungsplans Zentren eine Neubewertung mehrerer städtischer Zentren, die eine veränderte Darstellung von Einzelhandels-konzentrationen im Flächennutzungsplan erforderte (KurtSchumacher-Platz, Grunerstraße/ Alexanderstraße, Frankfurter Allee).

Das Ortsteilzentrum Johannisthaler Chaussee wurde in Anpassung an das Zentrenkonzept zu einem Stadtteilzentrum hochgestuft.

FNP-Änderung zur Nachnutzung ehemaliger Krankenhausstandorte - MariendorferWeg und Blaschkoallee (Nr. 12/07); Bebauungskonzept für den Standort Mariendorfer Weg

Umnutzung nicht mehr benötigter Infrastrukturflächen

Einen Schwerpunkt bei den Änderungsverfahren der letzten Jahre bildete die Überprüfung der im Flächennutzungsplan für öffentliche Nutzungen und Standorte der sozialen, technischen undVerkehrsinfrastruktur dargestellten Flächen. Gründe hierfür sind die modifizierten Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung (gleich bleibende Einwohnerzahl und demografischerWandel sowie die notwendige Haushaltskonsolidierung, die auch eine Überprüfung der langfristig durch die öffentliche Hand zu haltenden Flächen und Standorte erfordert.

Bei den Flächen für den Gemeinbedarf wurden einige Krankenhausstandorte (MariendorferWeg/ Blaschkoallee sowie BuchV) aufgegeben, Hochschulflächen räumlich konzentriert (Habelschwerter Allee/ FU) und zwei größere Jugendeinrichtungen (Schwanenwerder, ehem. Don-Bosco-Heim) geschlossen. Die freiwerdenden Flächen sind Gegenstand entsprechender FNP-Änderungsverfahren.

Weiterhin konnte eine größere Anzahl vorhandener und geplanter Schul- und Sportstandorte im Zusammenhang mit gebietsweise rückläufigen Einwohnerzahlen, reduzierten Wohnungsbauvorhaben und als Ergebnis teilräumlicher und sektoraler Analysen entfallen (An der Wuhlheide, Genossenschaftsstraße, Warener Straße/ Blumberger Damm, Gotlindestraße, Groß-Berliner Damm/ Rudower Chaussee). FNP-Änderung zur Nachnutzung des Omnibus-Betriebshofs Zehlendorf Winfriedstraße (Nr. 07/05); Konzept für eine Seniorenwohnanlage

Im Bereich der verkehrlichen und technischen Infrastruktur steht die Umnutzung nicht mehr benötigter Bahnflächen und Betriebshöfe (ehemalige Güterbahnhöfe Grunewald und Moabit, BVG-BetriebshofWinfriedstraße) sowie aufgegebener Flächen für die Ver- und Entsorgung im Vordergrund (Teile des Kraftwerks Charlottenburg, Klärwerk Marienfelde,Schichauweg, Heizkraftwerk Rudow).

Insgesamt hat die zügige Umnutzung von bisher für öffentliche Zwecke dargestellten Flächen für andere Nutzungen (insbesondere Wohnen) als wichtiger Aspekt, die Innenentwicklung weiter gefördert.

Förderung von Freizeit und Erholung

Die zunehmende Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Stadt und der sich abzeichnende Wandel zur Freizeitgesellschaft spiegelt sich auch in einigen FNP-Änderungsverfahren wider.

Zur Förderung von Tourismus und Naherholung sollen unter Beachtung von Natur- und Landschaftsschutz vorhandene Freizeit- und Erholungsstandorte in attraktiven Wasserlagen reaktiviert bzw. aufgewertet werden. Um eine diesbezügliche Entwicklung der ungenutzten bzw. untergenutzten Standorte„Krampenburg" und „Rübezahl" im Bezirk Treptow-Köpenick planerisch zu ermöglichen, erhalten diese jetzt eine eigenständige Darstellung als Grünfläche mit der Zweckbestimmung„Wassersport und Camping" bzw.„Wassersport". 05/08) tiven zur Entwicklung eines hochwertigen und umweltverträglichen Kultur- und Freizeitparks eröffnen.

Um das Profil des Freizeitstandortes Wuhlheide zu ergänzen und zu stärken, wird der nicht mehr benötigte Straßenbahnbetriebshof im südöstlichen Eingangsbereich der Wuhlheide als zusätzliche Gemeinbedarfsfläche in das Entwicklungskonzept einbezogen.

Am Blankenburger Pflasterweg in Pankow wird auf Teilflächen der ursprünglich geplanten„Parkstadt Weißensee" jetzt eine Sonderbaufläche mit hohem Grünanteil für einen neuen Golfplatz dargestellt.

Anpassung an geänderte verkehrspolitische Ziele

Die Modifizierung des im Flächennutzungsplan dargestellten Verkehrsnetzes unter Berücksichtigung des Stadtentwicklungsplans Verkehr, insbesondere durch Aufgabe kostenintensiver Straßentrassen und anderer Verkehrsflächen ist weitgehend abgeschlossen.

FNP-Änderung zur Umsetzung verkehrspolitischer Ziele: Aufgabe der Neutrassierung der BAB 105 - Kurt-Schuhmacher-Platz (Nr. 01/06)

Weiterhin waren relativ geringfügige Änderungen bei der Trassierung übergeordneter Hauptverkehrsstraßen (z.B. Mahlsdorfer Straße/ Stellingdamm, ehem. Güterbahnhof Moabit) Gegenstand von Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren seit der letzten Neubekanntmachung 2004.

Weiterentwicklung des Freiraumkonzeptes

Vor allem das 2008 eingeleitete Verfahren zum Tempelhofer Feld dient dazu, das innerstädtische Freiflächenangebot abzurunden und mit der Schaffung der Parklandschaft Tempelhof einen bedeutsamen innerstädtischen Freiraum mit stadtklimatischen Ausgleichsfunktionen wiederzugewinnen.

Auch einige andere FNP-Änderungen dienten

­ meist im Zusammenhang mit anderen Planungszielen ­ der Sicherung von Freiraumzusammenhängen und übergeordneten Grünverbindungen (z.B. Grünzug am Teltowkanal im Bereich des ehem. Für viele der betreffenden Flächen wurden gleichzeitig BebauungsFNP-Änderung zur Ansiedlung des Bundesnachrichtendienstes auf dem Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend - Chausseestraße West (Nr. 08/03) planverfahren durchgeführt und der Flächennutzungsplan im Parallelverfahren geändert. Die hier abgebildeten Projekte sind bereits realisiert bzw. in der Umsetzung weit fortgeschritten.

In der Chausseestraße wird derzeit die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes gebaut. Zur planerischen Vorbereitung wurden die Darstellungen des FNP überarbeitet und Planungsrecht über die Aufstellung eines Bebauungsplans geschaffen.