Endlich Tatsachen zum Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie schaffen!

Der Senat wird aufgefordert, endlich sicherzustellen, dass die Bauakademie auf der Grundlage der Planungen Schinkels wieder aufgebaut wird. Hierzu sind nach dem gescheiterten Bieterverfahren des Liegenschaftsfonds unverzüglich neue Verhandlungen zu führen. Dabei muss gemeinsam mit dem privaten Unternehmer und Sponsor sowie dem Architekten unverzüglich über die Schritte zur Realisierung des Wiederaufbaus der Bauakademie verhandelt werden.

Der Senat wird in diesem Zusammenhang aufgefordert, zugunsten der endgültigen Realisierung dieser Maßnahme die in dem vorangegangenen Vergabeverfahren formulierten Vorgaben zu revidieren. Oberstes Ziel muss es sein, den Wiederaufbau der Bauakademie mit Hilfe privater Sponsoren zu realisieren.

Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 31. Mai 2010 zu berichten.

Begründung:

Bereits seit vielen Jahren wird über den Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie diskutiert. Das Gebäude in Berlins historischer Mitte wurde im 19.

Jahrhundert als Ziegelbau errichtet und Anfang der 60er Jahre abgerissen.

Der Wiederaufbau der Bauakademie schien bereits gesichert zu sein, nachdem ein privater Unternehmer einen erheblichen Betrag hierfür zur Verfügung gestellt hatte. Leider ist das Bieterverfahren des Liegenschaftsfonds Anfang dieses Jahres ergebnislos verlaufen. Dabei ist das Verfahren offensichtlich an den vom Land Berlin formulierten starren Vorgaben zur zukünftigen Flächennutzung im Gebäude gescheitert.

In Anbetracht der architektonischen Bedeutung dieses Bauwerks für die historische Mitte Berlins und der Tatsache, dass ein wesentlicher Anteil der Baukosten durch einen privaten Unternehmer zur Verfügung gestellt werden würde, ist ein Scheitern dieses Vorhabens nicht hinnehmbar. Hierbei muss der Senat in enger Abstimmung mit dem Verein Internationale Bauakademie Berlin (IBB), dem privaten Investor sowie dem Architekten in Verhandlungen treten, um eine Lösung zu erarbeiten, die für alle Seiten einen tragfähigen Kompromiss darstellt.

Es muss vermieden werden, dass durch starre Vorgaben seitens des Senats zur zukünftigen Nutzung der Flächen im Gebäude das Gesamtprojekt scheitert. Im Interesse der Wiederherstellung der historischen Mitte sowie vor dem Hintergrund des Aufbaus des Berliner Stadtschlosses ist der Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie alternativlos.