Berliner Haupt-Verkehrsinfrastruktur für Elektro- und Hybridfahrzeuge „intelligent" umrüsten ­ Pilotprojekt „E100" initiieren!

I. Der Senat wird aufgefordert, im Rahmen einer wissenschaftlichen Machbarkeitsstudie mit detaillierten Modellrechnungen die Möglichkeiten und Perspektiven einer Umrüstung und Ausstattung der Berliner Stadtautobahn, der AVUS und wichtiger Berliner Magistralen mit innovativen fahrbahngebundenen Antriebs- und Ladesystemen (z.B. Linearmotoren oder magnetischen Resonanzsystemen) sowie Steuerungssystemen untersuchen zu lassen.

Im Rahmen dieser Studie sind die Auswirkungen auf den Stadtverkehr, die Umwelt, aber auch die wirtschaftlichen Impulse im Bereich Elektromobilität für Berlin zu prüfen.

II. Der Senat wird zusätzlich aufgefordert, die aktuellen Planungen für den Weiterbau der A 100 dahingehend zu überprüfen, ob sich dieser zukünftige Streckenabschnitt für ein Pilotprojekt „E 100", d.h. eine Ausstattung des neuen Autobahnabschnitts mit innovativen fahrbahngebundenen Antriebs- und Ladesystemen (z.B. Linearmotoren oder magnetischen Resonanzsystemen) sowie Steuerungssystemen eignet.

Begründung Ziel der Ausstattung einer Autobahn bzw. Hauptstraße mit fahrbahngebundenen Antriebs-, Lade- und Steuerungssystemen ist es, Hybrid- und Elektromobilität unabhängig von einer standortgebundenen Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen und sie damit für einen breiten Nutzerkreis attraktiv zu machen.

Eine mit Linearmotoren oder magnetischen Resonanzsystemen ausgestattete Straße dient dazu, geeignete Hybrid- oder Elektrofahrzeuge während der Fahrt zu beschleunigen und aufzuladen. Fahrbahngebundene Steuerungssysteme erlauben zugleich eine automatische Steuerung des auf der Autobahn bzw. Magistrale befindlichen Verkehrs, ohne dass der Fahrer in die Steuerung eingreifen muss, bis er die Autobahn oder Magistrale verlässt.

Hierbei sind drei Vorteile hervorzuheben:

1. Die Straße kann nach wie vor von jedem konventionellen Fahrzeug weiter genutzt werden. Das System ist damit „abwärtskompatibel". Geeignete Fahrzeuge profitieren von den Mehrwertfunktionen, die die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

2. Geeignete Fahrzeuge können auf den so ausgestatteten Spuren mittels eines Telematiksystems automatisch gesteuert werden, was die Verkehrsleistung deutlich erhöht.

3. Die Akkus von Elektrofahrzeugen werden während der Fahrt nachgeladen, so dass beim Verlassen der speziell ausgerüsteten Fahrbahn wieder die volle Kapazität und damit Reichweite zur Verfügung steht.

Eine so ausgestattete „intelligente" Verkehrsinfrastruktur wird den Wirtschaftsstandort Berlin als Vorreiter der Elektromobilität positionieren.

Der Berliner Verkehr wird aufgrund der verstärkten Nutzung von Elektrofahrzeugen schnell emissionsärmer und besser gesteuert werden. Damit werden alle Berlinerinnen und Berliner nachhaltig von Immissionen entlastet, ohne dass Einschnitte bei der individuellen Mobilität notwendig sind.