Mehrausgaben über die im Haushaltsplan 20102011 veranschlagten Ansätze hinaus sind mit dem Vertragsabschluss nicht

Dezember 2004 zwischen dem Land Berlin, vertreten durch den Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung und dem Studentenwerk Berlin, vertreten durch die Geschäftsführerin Präambel

Die vom Studentenwerk Berlin bereit gestellte soziale und wirtschaftliche Infrastruktur am Hochschulstandort Berlin bietet die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Studienzugang, Studienverlauf und Studienabschluss. Das Studentenwerk realisiert den staatlichen Auftrag, ein wettbewerbs- und international orientiertes Hochschulsystem auch sozial auszugestalten, um die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und den Studienerfolg nachhaltig zu fördern. Im Zusammenwirken mit den Hochschulen leistet das Studentenwerk einen Beitrag für die chancengleiche Teilhabe am Studium, unabhängig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden.

Die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Berliner Hochschulraums zeigt sich unter anderem in der steigenden Zahl von Studienanfängerinnen und -anfängern sowie der internationalen Zusammensetzung der Studierenden. Der BolognaProzess und die damit einher gehende Studienstrukturreform verändern die Rahmenbedingungen des Studiums grundlegend. In der Folge stellen die Studierenden neue Anforderungen an die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur des Studiums.

Das Studentenwerk Berlin unterstützt mit der Bereitstellung einer leistungsstarken Infrastruktur den Erfolg der Hochschulen in Berlin. Ziel des Vertrages ist es, die Leistungsfähigkeit des Studentenwerks trotz der angespannten Finanzlage des Landes Berlin zu erhalten.

I. Allgemeine Zielsetzung

Die Vertragsparteien sind sich über folgende Ziele der sozialen Ausgestaltung des Berliner Hochschulsystems einig. Diese Zielsetzungen sind verbindliche Leitlinien für die Auslegung des Vertrages und für die mittelfristige Finanz- und Investitionsplanung sowie für die Wirtschaftspläne des Studentenwerks:

· Sicherung der hochschulübergreifenden sozialen Infrastruktur durch Bereitstellung von sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesundheitlichen Dienstleistungen für Studierende an den Berliner Hochschulen,

· Unterstützung eines zügigen und erfolgreichen Studienverlaufs von Studierenden auch in spezifischen Lebens- und Studiensituationen,

· Weiterentwicklung der Service- und Beratungsangebote entsprechend der veränderten Rahmenbedingungen des Studierens im Kontext des Bologna-Prozesses,

· Sicherung und Verbesserung der Effizienz sowie der Qualität der Leistungserbringung.

II. Ziel- und Leistungsvereinbarungen § 1 Verpflichtungen des Stundentenwerks:

(1) Das Studentenwerk wird seine Leistungsangebote in Anpassung an veränderte Bedürfnisse der Studierenden insbesondere in folgenden Bereichen qualitativ weiter entwickeln:

· Studienfinanzierungsberatung

Ein Schwerpunkt der Leistungserbringung in den Jahren 2010 und 2011 ist die Etablierung der Studienfinanzierungsberatung, um die Beteiligung an der Hochschulbildung, insbesondere von Studienberechtigten aus einkommensschwächeren Familien, zu erhöhen.

· Beratungsdienste

Die professionelle, niederschwellige soziale und psychologische Beratung von Studierenden wie die Beratung von Studierenden mit Behinderung und die schnelle, professionelle Hilfe für Berliner Studierende in Notlagen wird sichergestellt. Zum Ausbau der Beratungsangebote erfolgt eine noch stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung mit externen Anbietern (Ausländerbehörde, Schuldnerberatung, freie Psychologen etc.)

· Hochschulnahe Kinderbetreuungseinrichtungen

Um die Hochschulen als Studien- und Arbeitsorte familiengerechter zu entwickeln, werden die hochschulnahen Kinderbetreuungseinrichtungen bedarfsgerecht gestaltet.

· Betreuung und Integration ausländischer Studierender Service und Beratungsangebote zur erfolgreichen Integration und Unterstützung des Studienerfolges werden zielgruppengerecht weiter entwickelt.