Kinderbetreuung

Durch Weiterentwicklung von MINT-Studiengängen und Verbesserung der Betreuung die MINTAbsolventenquote steigern Ausgangssituation: Viele kleine und mittelständische Industrieunternehmen in Berlin beklagen einen erschwerten Zugang zu qualifizierten Industriefachkräften. Wichtige Weichen wurden hier bereits im Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft" gelegt. Im MINT-Bereich existieren bereits Betreuungsangebote der Hochschulen, die aber noch ausbaufähig sind.

Ziel des Masterplanprojektes: MINT-Absolventenquote in Berlin steigern und MINTAbbrecherquote in Berlin senken. Dazu können beispielsweise die MINT-Studiengänge für neue Ziel- und Fächergruppen geöffnet werden. Zur Verbesserung des Praxisbezugs der Studieninhalte sollte der Austausch zwischen Unternehmen und MINT-Lehrstühlen verstetigt werden. Neue MINT(Alumni-)Netzwerke und ein MINT-Mentoring verbessern die Betreuung der Studierenden an den Hochschulen und reduzieren die MINT-Abbrecherquoten.

Erfolgsmessung: Gesteigerte MINT-Absolventenquote (Anteil der MINT-Absolventinnen und -Absolventen an der altersspezifischen Bevölkerung) in Berlin Federführung: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Masterplanprojekt

Durch nachhaltiges System der Career Service Center gezielt MINT-Studierende sowie -Absolventinnen und-Absolventen an Berliner Industrieunternehmen vermitteln Ausgangssituation: Der Career Service hat sich bundesweit als Dienstleistung der Hochschulen am Übergang vom Studium ins Berufsleben etabliert. Career Service Center vermitteln Studierenden berufsbefähigende Soft Skills sowie Praktika und Praxisthemen für Semester- und Abschlussarbeiten. Teilweise erfolgt auch eine Vermittlung von Absolventen in den Arbeitsmarkt. Die meisten Berliner Hochschulen unterhalten bereits Career Service Center. Eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft koordiniert die Außendarstellung. Die dauerhafte Finanzierung der Career Center ist aber noch nicht gesichert.

Ziel des Masterplanprojektes: Ein nachhaltiges System der Career Service Center vermittelt Berliner Industrieunternehmen gezielt MINT-Studierende sowie -Absolventinnen und -Absolventen für Praktika und Arbeitsplätze. Dazu sollten zunächst Career Service Center als Ansprechpartner für die Lehrstühle und Fachbereiche in den Hochschulen sowie als Anlaufstelle für die Berliner KMUs gestärkt werden. Dabei ist zu prüfen, wie die bisherige Arbeit des Career Service an den Berliner Hochschulen unterstützt und die Finanzierung verstetigt werden kann. Vor diesem Hintergrund sind Möglichkeiten zur Unterstützung der Berliner Industrieunternehmen beim Recruiting von Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen durch die Career Services zu prüfen.

Erfolgsmessung: Vermehrte Praxiseinsätze und Neueinstellungen von MINT-Studierenden sowie -Absolventinnen und -Absolventen in Berliner Industrieunternehmen Federführung: Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Maßnahmenbereich I: Betriebliche Aus- und Weiterbildung in KMUs

Die Maßnahmen des Bereichs I zielen darauf, den wachsenden Fachkräftebedarf der Berliner Industrieunternehmen durch gezielte Qualifizierung der Beschäftigten, unter anderem der Geringqualifizierten, und attraktive Perspektiven für Frauen in Industrieunternehmen zu sichern.

Leitprojekt und Masterplanprojekte können dabei auf zahlreiche bestehende oder sich in der Entwicklung befindende Projekte und Programme aufbauen.

Dazu gehört der Masterplan Qualifizierung, den die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Akteuren derzeit erarbeitet. Für die Handlungsfelder Berufliche Weiterbildung und berufsbezogene Bildungsberatung liegen Vorschläge vor. Maßnahmen und Vorhaben für die Handlungsfelder Ausbildung, Übergang Beruf ­ Schule / Übergangssystem und Aufstiegsweiterbildung befinden sich im Planungs- und Abstimmungsprozess.

Davon ausgehend zielen die Projekte des Maßnahmenbereichs I auf die Entwicklung und Nutzung vorhandener Fachkräftepotenziale in Berliner Industrie-KMUs durch verstärkte innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Erfolge können gemessen werden an der Steigerung der Aus- und Weiterbildungsquote sowie des Frauenanteils in Berliner Industrieunternehmen im bundesweiten Vergleich.

Leitprojekt

Durch lebensphasenorientierte Personalstrategien gezielt Perspektiven für Frauen in Industrie-KMUs verbessern Ausgangssituation: In den Produktionsbereichen der Industriebetriebe ist in der Regel der Frauenanteil gering. Frauen sind nach wie vor in technischen Berufen unterrepräsentiert, die Organisation der Arbeit erschwert häufig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, was insbesondere bei Frauen ein wichtiges Kriterium für die Berufswahl und die Auswahl des Arbeitgebers ist.

Ziel des Leitprojektes: Berliner Industrie-KMUs gegenüber Auszubildenden, Hochschulabsolventinnen und weiblichen Fachkräften als attraktive Arbeitgeber für Frauen positionieren. Dazu sollten in einem ersten Schritt Berliner Industrie-KMUs für familienbewusste Personalpolitik sensibilisiert werden, wobei Familienfreundlichkeit und „Work-Life-Balance" als Erfolgsfaktor für die Rekrutierung von Fachpersonal bei KMUs hervorgehoben werden sollten. In einem zweiten Schritt sollten Möglichkeiten zur betrieblichen Verbesserung der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen identifiziert und unter Industrie-KMUs besser bekannt gemacht werden.

Schließlich kann das Image von Industrie-KMUs als familienbewusste Arbeitgeber durch eine PRKampagne mit Vorstellung guter Praxisbeispiele verbessert werden.

Erfolgsmessung: Gesteigerter Frauenanteil an der Beschäftigung in Berliner Industrieunternehmen im bundesweiten Vergleich Federführung: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Masterplanprojekt

Die Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung in Betrieben verbessern Ausgangssituation: Ein Teil der Berliner Industriebeschäftigten arbeitet in kleinen und mittleren Unternehmen, deren Weiterbildungsaktivitäten unter dem Durchschnitt aller Unternehmen liegen.

Viele KMUs sind aus Kapazitätsgründen nur eingeschränkt in der Lage, den Anforderungen an eine moderne Personalentwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden. Diese Unternehmen benötigen besondere Unterstützungsstrukturen und Werkzeuge.

Ziel des Masterplanprojektes: Kontinuierliche Qualifizierung der Beschäftigten in den Berliner Industrieunternehmen. Dazu sollen vor dem Hintergrund der „Gemeinsamen Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg" und dem darin prognostizierten Fachkräftebedarf branchenbezogene und branchenübergreifende Strategien und Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. In einem ersten Schritt sollte der Weiterbildungsbedarf in KMUs von den Unternehmen, unterstützt von Weiterbildungsexperten, analysiert und gemeinsam passgenaue, flexible Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Darüber hinaus gilt es, das bestehende Berliner Weiterbildungsangebot transparenter zu gestalten und besser zu vermarkten. Schließlich sind Möglichkeiten zu identifizieren, wie für Betriebe stärkere Anreize geschaffen werden können, damit sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über geförderte Weiterbildung gezielt neue Kompetenzen vermitteln.

Erfolgsmessung: Bessere Kooperationen zwischen KMUs im Bereich Weiterbildung sowie bedarfsgerechtere Weiterbildungsangebote. Mittelfristig können damit die Weiterbildungsaktivitäten, insbesondere in den KMUs, gesteigert werden.

Federführung: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie Tarif- und Sozialpartner Masterplanprojekt

Durch Sensibilisierung von KMUs für Weiterbildung, z. B. von Geringqualifizierten, dem Fachkräftemangel vorbeugen Ausgangssituation: In Berlin ist der Anteil der Geringqualifizierten und Menschen ohne Berufsabschluss sowohl bei den Arbeitslosen als auch unter den Beschäftigten relativ hoch, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Die hier liegenden Potenziale an Fähigkeiten und Fertigkeiten werden noch ungenügend genutzt.

Ziele des Masterplanprojektes: Berliner Unternehmen für die Möglichkeiten der Nachqualifizierung und Weiterbildung Geringqualifizierter zur Aufnahme einer Beschäftigung unterhalb des Facharbeiterniveaus sowie der Weiterbildung Beschäftigter ohne Abschluss für höherwertige Tätigkeiten im Kontext des zukünftigen Fachkräftemangels sensibilisieren. Dazu sollten die Betriebsparteien bzw. Sozialpartner in Berliner Industrie-KMUs gemeinsam ein Konzept entwickeln, das den Nutzen der Weiterbildung Geringqualifizierter im Kontext des künftigen Fachkräftemangels beleuchtet sowie Fördermöglichkeiten und Gute-Praxis-Beispiele aufzeigt. Der Bedarf der Unternehmen und der Beschäftigten dieser Branchen bilden die Grundlage für das Konzept. Ein solches Konzept sollte an die „Sozialpartner-Richtlinie" des BMAS, das „WeGebAU-Programm" der Bundesagentur für Arbeit und das Beratungsprojekt „Aus- und Weiterbildung für die industrielle Beschäftigungssicherung in Berlin" anknüpfen.

Erfolgsmessung: Verringerter Anteil der Geringqualifizierten im verarbeitenden Gewerbe Berlins sowie an der Besetzung von Arbeitsplätzen mit Tätigkeitsmerkmalen unterhalb der Facharbeiterebene durch Anlernen von Arbeitslosen ohne Berufsabschluss Federführung: Senatsverwaltung für Integration.