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Modernisierungsprogramm ServiceStadt Berlin

3. Fortschrittsbericht an den Senat und das Abgeordnetenhaus

- Stand der Projekte und Vorhaben zum 31.03.2010 Seite 340 von 343 beispielen aus dem Arbeitsalltag der Verwaltungen wurde überdies die Entwicklung von praxisnahen Fallbeispielen für Auswahlverfahren vorbereitet.

11. Projektstatus (bitte ankreuzen)

a) Wertung b) Stand grün x läuft gelb abgeschlossen am weiter in Feld Nr. 12

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3. Fortschrittsbericht an den Senat und das Abgeordnetenhaus

- Stand der Projekte und Vorhaben zum 31.03. Projektleiter Telefon E-Mail SenIntArbSoz Andreas Germershausen 9017 2383 andreas.germershausen @intmig.berlin.de

3. Projektbeginn Projektende (geplant) 4. Projektkostenträger April 2010 Dezember 2010

5. Projektzielsetzung (beabsichtigte fachliche Wirkung) / kurze Projektbeschreibung (Nr. 6. im PSB)

Das Vorhaben steht im Kontext der Handlungsfelder Diversity-Orientierung und strategische Personalentwicklung der Berliner Verwaltung. Bekanntlich fasst die Diversity-Orientierung Handlungsstrategien zusammen, die sich auf unterschiedliche Merkmale beziehen: So die Gleichbehandlung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung, Menschen mit und ohne Behinderungen, unterschiedlichen Alters, verschiedener Religion und Herkunft. Vor diesem Hintergrund lassen sich Strategien zur interkulturellen Öffnung in den Zusammenhang der Diversity-Orientierung einordnen, auch wenn sie ­ ähnlich wie zu den anderen Merkmalen ­ auch gesondert behandelt werden.

Zudem ist in der Diversity-Orientierung stets eine externe und eine interne Strategie zu beachten. Das gilt selbstverständlich auch in Bezug auf das Merkmal der unterschiedlichen Herkunft. Zu den externen Faktoren gehört die Kundenorientierung, also die Orientierung auf eine unterschiedlich zusammengesetzte Bevölkerung; zu den internen Strategien zählen Faktoren wie die Bildung von Diversity-Kompetenz und die Repräsentanz von Menschen mit unterschiedlichen Merkmalen unter den Beschäftigten des Landes.

Im Hinblick auf das Diversity-Merkmal „Unterschiedliche Herkunft" strebt der Senat die interkulturelle Öffnung der Verwaltung an. Ein Bestandteil der interkulturellen Öffnung ist die Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Die strategische Personalentwicklung nimmt entsprechende Zielsetzungen auf. Der Indikator B 3 des landesweiten „Benchmarking Personalmanagement" soll den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Berliner Verwaltung anzeigen, die jeweils zum 01.01. neu von außen eingestellt wurden.

Bei der Erfassung des Merkmals „Migrationshintergrund" steht die Verwaltung jedoch ­ anders als bei den anderen Merkmalen des landesweiten Benchmarking Personalmanagement - vor Schwierigkeiten. Bislang liegen kaum verlässliche Zahlen zum Migrantenanteil unter den Mitarbeiter/inne/n im Öffentlichen Dienst Berlins vor.

Diese Daten sind jedoch eine unabdingbare Grundlage, um erkennen zu können, inwieweit die gesteckten Ziele erreicht wurden und um gezielt personalpolitische Maßnahmen anstoßen zu können. Dabei geht es SenIntArbSoz 2010 bei diesem Projekt nicht vorrangig um die technische Umsetzung zur Erfassung des Migrationshintergrunds unter den Beschäftigten des Landes. Notwendig ist vielmehr ein Prozess, der alle Verwaltungen, die Vertretungen der Beschäftigten und weitere Akteure beteiligt. Im Kern des Vorhabens steht die Verständigung darüber, wie der Senat auf Basis der gesetzlichen Grundlagen den Migrationshintergrund seiner Beschäftigten erfassen kann.

Das hier beantragte Projekt hat also insbesondere das Ziel, einen Diskussionsprozess mit Personalverantwortlichen in Senats- und Bezirksverwaltungen in Gang zu setzen. Es werden die Möglichkeiten einer Datenerhebung von Mitarbeiter/inne/n mit Migrationshintergrund diskutiert und die weitere Vor-gehensweise abgestimmt. Dabei soll eine möglichst breite Zustimmung innerhalb des Berliner Öffentlichen Dienstes für eine datenschutzrechtlich konforme Erhebung der Daten von Personen mit Migrationshintergrund hergestellt und ein Fahrplan für deren Umsetzung mit den personalverantwortlichen Stellen erarbeitet werden.

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- Stand der Projekte und Vorhaben zum 31.03.2010 Seite 342 von 343

B1 Nutzen/Wirkungen

6. Zielerreichungs- und Wirkungsanalyse (Nr. 7. im PSB) [SOLL lt. Mittelaufwendungen für das Projekt in (Nr. 11. Meilensteine oder Veränderungen (alle Angaben mit Terminen!) (Nr. 13. im PSB) lfd. Nr. SOLL fertig bis IST (Sachstand) abgeschlossen am 1 Vorbereitungsphase: Diskussion über Möglichkeiten einer Datenerhebung Gespräche mit Herrn Dr. Dix (Berliner Datenschutzbeauftragter) und Herrn Januszewski (HPR) November/ Dezember 2009

Beide begrüßten das im Antrag vorgeschlagene Vorgehen und erklärten ihre Bereitschaft diesen Prozess zu unterstützen.

Dezember 2009

2 Klärungs- und Abstimmungsprozess (Politische Ebene) Januar bis März 2010

Ziel ist, eine möglichst bereite Zustimmung für eine datenschutzrechtlich konforme Erhebung der Daten von Personen mit Migrationshintergrund zu erreichen.

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3. Fortschrittsbericht an den Senat und das Abgeordnetenhaus

- Stand der Projekte und Vorhaben zum 31.03.2010 Seite 343 von 343

9. Erläuterungen zum bisherigen Verlauf des Projektes (erreichte Projektmeilensteine) und geplanter weiterer Projektverlauf, insbes. Meilensteine oder Veränderungen (alle Angaben mit Terminen!) (Nr. 13. im PSB) lfd. Nr. SOLL fertig bis IST (Sachstand) abgeschlossen am 10. Gesamtwürdigung des Projektverlaufs unter Berücksichtigung der Meilensteine 11. Projektstatus (bitte ankreuzen)

a) Wertung b) Stand grün x läuft gelb abgeschlossen am weiter in Feld Nr. 12