Versicherung

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung legt nachstehende Mitteilung dem Abgeordnetenhaus zur Besprechung vor.

Das Abgeordnetenhaus hat in seiner Sitzung am 8.11.2007 Folgendes beschlossen: „Der Senat wird beauftragt, die erfolgreichen Projekte zum kind- und jugendgerechten Erlernen des sparsamen Umgangs mit Energie fortzuführen und möglichst flächendeckend in Berlin einzuführen. Eine Ausweitung der Projekte auf Einsparungen von Wasser und Abfall ist nach Möglichkeit vorzunehmen.

Der Senat setzt sich gegenüber den Berliner Schulen dafür ein, die Fifty-fifty-Projekte oder vergleichbare Initiativen zum Energiesparen deutlich auszudehnen. Ziel ist die freiwillige Mitwirkung aller Berliner Schulen an Maßnahmen zum Energiesparen bis zum Beginn des Schuljahres 2010/2011. Der Senat und die Bezirksämter haben sicherzustellen, dass die erreichten Einsparungen auch tatsächlich an die einzelnen Schulen und Kindertagesstätten weitergereicht werden.

In Berliner Kitas sind Projekte innerhalb des Berliner Bildungsprogramms im Bereich naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen zum sparsamen Umgang mit Energie und Wasser und zur Vermeidung von Abfall zu initiieren. Für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Erzieherinnen und Erzieher sind die Weiterbildungsangebote für Umweltbildung auszubauen.

Außerdem ist eine fachkompetente Beratung zur Konzeptionierung und pädagogischen Umsetzung der Energie- und Ressourceneinsparprojekte an Schulen und Kitas sicherzustellen.

Über die Umsetzung der Maßnahmen ist dem Abgeordnetenhaus zum 30.06.08, 30.06.09 und 30.06.10 zu berichten."

- 2 Hierzu wird berichtet:

Über Grundsätze und Entwicklung des Fifty-fifty-Projekts in Berlin wurde in den Vorlagen der Jahre 2008 und 2009 berichtet. Dies beinhaltete insbesondere auch den wesentlichen Hinweis, dass die flächendeckende Einführung von Projekten des Erlernens des sparsamen Umgangs mit Energie den diesbezüglich eigenverantwortlichen Schulen nicht vorgegeben werden, sondern ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen kann. Zudem obliegt grundsätzlich den Bezirken die Schaffung der äußeren Voraussetzungen für das Lehren und Lernen in der Schule, wozu auch die Durchführung von Fifty-Fifty- und ähnlichen Energiesparprojekten gehört.

Die Bezirke wurden daher nochmals über den Beschluss des Abgeordnetenhauses, entsprechende Initiativen auf freiwilliger Basis deutlich auszudehen, informiert. Darüber hinaus wurden sie gebeten zu berichten, welche Fifty-fifty-Projekte oder vergleichbaren Initiativen an den von ihnen verwalteten Schulen bereits existieren. Der Anlage sind, nach Bezirken gegliedert, schulscharfe Zusammenstellungen der in den Schulen vorhandenen Projekte sowie in mehreren Fällen weitergehende Stellungnahmen der Bezirke zu entnehmen.

Wie bereits dargestellt, begrüßt der Senat erfolgreiches Ressourcensparen an Schulen ausdrücklich und unterstützt im Rahmen seiner Zuständigkeit entsprechende Maßnahmen. Daher verweise ich auf die bereits in den Vorjahren dargestellten Aktivitäten, wie die vorhandenen Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Erzieherinnen und Erzieher, die Aktivitäten im Zusammenhang der themenspezifischen Aussagen des Bildungsprogramms für die Kitas, das Programm für Kitas, die Beratungsangebote zur Konzeptionierung und pädagogischen Umsetzung von Energie- und Ressourceneinsparprojekten an Schulen, die Schwerpunktsetzung auf CO2reduzierende Maßnahmen beim Portfolio „Schulen" des Konjunkturprogramms II etc.

Auch über den Wettbewerb „Berliner Klima Schulen" wurde berichtet. Der diesbezüglich aktuelle Stand ist folgender: Wettbewerb „Berliner Klima Schulen"

Der Wettbewerb „Berliner Klima Schulen" wurde in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, dem World Wide Fund For Nature (WWF) und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erstmalig im Jahr 2009 ausgelobt. Berliner Schülerinnen und Schüler forschten, schrieben, spielten und gestalteten ihre Ideen und entwickelten Aktivitäten zum Thema Klimawandel. Auch im Jahr 2010 war der Wettbewerb ein voller Erfolg. Schulklassen, Kurse, Arbeitsgemeinschaften und freie Schülergruppen befassten sich mit den Themen Klimaschutz und Klimawandel. In einigen Schulen gab dies den Anstoß, sich auch zukünftig intensiver und kontinuierlich mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen. Die Durchführung des Wettbewerbs war für drei Jahre konzipiert, so dass auch im Jahr 2011 „Berliner Klima Schulen" gekürt werden können.

Der Begriff „Berliner Klima Schule" hat sich inzwischen zu einem Qualitätssiegel entwickelt. Um nach Ende des Wettbewerbs dieses Siegel kontinuierlich weiter vergeben zu können, ist geplant, gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit,