Schule

5. Bezirkliche Schulentwicklungspläne

Schulentwicklungsplan 2006 - 2011

Im Schulentwicklungsplan für die Jahre 2006 - 2011 sind auch die Entwicklungstendenzen und Schwerpunkte der bezirklichen Entwicklungen dargestellt. Die zusammenfassenden Bewertungen und Kommentierungen basieren auf den Daten der bezirklichen Schulentwicklungspläne sowie auf den statistischen Erhebungen zum Stichtag 1.11.2005. Diesen Aussagen wurden Tabellen zur kapazitären Entwicklung in allen Schularten (ausgenommen Schulen mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten) und für jeden Bezirk beigefügt.

Ausgehend von den Aussagen des geltenden SEP 2006 - 2011 für den Bereich der Sekundarstufe I erfolgt im Rahmen des vorliegenden Teilplans für jeden Bezirk eine Aktualisierung der kapazitären Situation auf der Grundlage des Datenmaterials des Schuljahrs 2008/09 und unter Berücksichtigung der in der Zwischenzeit von den Bezirken vorgenommenen oder geplanten Maßnahmen.

Schulnetzentwicklung in den Bezirken bei Einführung der Integrierten Sekundarschule

Die geplanten Änderungen der bezirklichen Schulnetze bei Einführung der Integrierten Sekundarschule werden - ausgehend von der Bestandssituation - nachfolgend in Texten, Tabellen und Karten dargestellt. Bezugspunkt ist dabei der Zeithorizont der verwendeten Schülerzahlprognose (2017/18) unter Berücksichtigung des Anstiegs in den Jahren bis 2012/2013. Die Darstellungen geben somit die mittel- bis langfristig zu erreichende Versorgungssituation wieder.

Die Aussagen zu den einzelnen Bezirken wurden mit den Schulträgern unter Zugrundelegung der fachplanerischen Vorgaben und Planungsdaten (Richtwerte und quantitative Vorgaben, Schülerzahlentwicklung, Kapazitätsberechung usw.) entwickelt und abgestimmt.

Eckpunkte für die Ermittlung des künftigen Schulnetzes

Über die bereits genannten Planungsannahmen hinaus (Zeithorizont, Bedarfsdeckung in der gymnasialen Oberstufe) ist auf folgende Aspekte der nachstehend dargestellten Schulnetzentwicklung in den einzelnen Bezirken hinzuweisen:

Die Einschätzung des Bedarfs an Integrierten Sekundarschulen für das Schuljahr 2017/18 erfolgt auf Grundlage einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. Der auf diese Weise ermittelte Umfang der mittel- und langfristig erforderlichen Standortkapazitäten bzw. der Zahl der erforderlichen Standorte stellt sicher, dass für die einzelnen Schulen ausreichende organisatorische Spielräume bestehen und das bezirkliche Schulnetz die notwendige Flexibilität aufweist.

Sofern in Teilregionen einzelner Bezirke die genannte Mindestorganisationsgröße (Zügigkeit) unterschritten werden muss, wird dieser Sachverhalt bei der Bedarfsermittlung berücksichtigt.

Einzelne Schulen haben aufgrund ihres besonderen Profils überregionale Bedeutung (z. B. Eliteschulen des Sports) und werden von Schülerinnen und Schülern aus allen Bezirken besucht. Gleichwohl sind die betreffenden Standorte in die bezirkliche Bilanzierung (Bedarf / Bestand) aufzunehmen, da die bezirksspezifischen Wanderungsbewegungen - und damit die Schülerschaft dieser Schulen - in der prognostischen Berechnung Berücksichtigung finden.

In den Texten und Tabellen ist dargestellt, welche Maßnahmen aus Mitteln des Konjunkturprogramms II durchgeführt werden.

Bezirk Mitte Planungsstand

Der bezirkliche Schulentwicklungsteilplan „Schulen der Sekundarstufe I" vom Oktober 2009 wurde vom Bezirksamt am 18.3.2010 beschlossen.

Die Beseitigung bestehender Kapazitätsüberhänge und der damit verbundenen Infrastrukturkosten ist zentraler Bestandteil des Konsolidierungskonzeptes, das der Bezirk Mitte zeitnah nach Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Finanzen dem Hauptausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt hat.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Das Schulnetz im Bereich der Sekundarstufe I ist seit längerem von erheblichen Kapazitätsüberhängen gekennzeichnet, wie bereits im Landes-Schulentwicklungsplan 2006 festgestellt wurde.

Trotz Reduzierung des Platzangebots durch zwei Zusammenlegungen und eine Aufhebung besteht weiterhin ein Kapazitätsüberhang. Diese Entwicklung wird noch verstärkt durch die in Mitte langfristig leicht sinkenden Schülerzahlen (2017/18: Sek I insgesamt - 8 %, Gymnasien - 5 %, übrige Oberschularten -10 %). Im Zuge der Einrichtung der Sekundarschulen und der damit verbundenen Konzentration auf die dafür mittel- und langfristig erforderlichen Standorte wird eine sukzessive Aufgabe der überschüssigen Kapazität stattfinden.

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Für 2017/18 ist bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ein Bedarf von max. 43 Zügen Sekundarschule zu erwarten. Dafür werden langfristig maximal 9 Standorte benötigt.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung von 9 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen mit einer Gesamtkapazität von 42,5 Zügen.

Sofern an einzelnen Standorten - als Folge eines hohen Anteils von Migranten oder von der Lernmittelzuzahlung Befreiten insbesondere in Tiergarten und Wedding - Frequenzabsenkungen angestrebt werden, wird dies im Rahmen der für die neue Schulart noch zu definierenden Schulträgerprodukte und eines ebenfalls noch festzulegenden Gewichtungsfaktors für sozial besonders belastete Gebiete erfolgen.

Im Rahmen des Konjunkturprogramms II werden vier künftige Sekundarschulstandorte für die Zwecke der neuen Schulart hergerichtet.

Der Bezirk beabsichtigt, alle Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11 einzurichten.

Schulnetz Gymnasien

Das Gymnasialnetz weist derzeit Überhänge auf, die sich durch die bis spätestens 2014 beschlossene Zusammenlegung zweier Schulen abgebaut werden. Auch durch die - vergleichsweise geringen - Schülerrückgänge bis 2017/18 wird voraussichtlich keine signifikante Überkapazität entstehen.

Insgesamt drei Standorte werden aus Mitteln des Konjunkturprogramms II mit Ganztagseinrichtungen ausgestattet, darunter der Standort Böttgerstraße, der für die Diesterweg-Oberschule als gebundenes Ganztagsgymnasium hergerichtet werden soll.