Ausgangslage und Bedarfsentwicklung. Die gegenwärtige Versorgungssituation ist bei allen weiterführenden Schulen als weitgehend

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Planungsstand

Ein qualifizierter bezirklicher Schulentwicklungsteilplan zur Schulstrukturreform liegt bereits seit 2009 vor.

Den endgültigen Stand der Veränderungen im Schulnetz des Bezirks hat das Bezirksamt am 2.2.2010 beschlossen; die BVV hat dieser Planung am 24.2.2010 zugestimmt.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Die gegenwärtige Versorgungssituation ist bei allen weiterführenden Schulen als weitgehend ausgeglichen anzusehen.

Die Bedarfsentwicklung wird sich ­ gemäß Vorausberechnung ­ für die Schulen der Sekundarstufe I unterschiedlich darstellen: während die Gymnasialnachfrage in den kommenden Jahren stark ansteigen wird (s.u.), verbleiben die Zahlen bei den übrigen Schularten bis 2012/13 nahezu auf heutigem Niveau und gehen dann um ca. 11 % zurück.

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ist für 2017/18 ein Bedarf von max. 39 Zügen Sekundarschule zu erwarten; dafür wären langfristig max. 9 Standorte erforderlich. Sofern an einzelnen Standorten in Kreuzberg - als Folge eines hohen Anteils von Migranten bzw. von der Lernmittelzuzahlung Befreiten - Frequenzabsenkungen angestrebt werden, wird dies im Rahmen der für die Integrierte Sekundarschule noch zu definierenden Schulträgerprodukte und eines ebenfalls noch festzulegenden Gewichtungsfaktors für sozial besonders belastete Gebiete erfolgen.

Der Bezirk sieht die Einrichtung von 10 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen mit einer Gesamtkapazität von 45 Zügen vor; dabei wird die Carl-von-Ossietzky-Oberschule auf eine maximale Sechszügigkeit (plus 1

SESB-Zug deutsch-türkisch) zurück genommen (Gebäudekapazität ca. 10 Züge) und die Ellen-KeyOberschule von 6 auf 4 Züge reduziert. Die bei den reduzierten Gesamtschulen bestehenden Raumreserven decken einen möglichen, aus Frequenzabsenkungen im Ortsteil Kreuzberg resultierenden Mehrbedarf bzw. einen möglicherweise im SEK-II-Bereich entstehenden Mehrbedarf weitgehend ab. Hinsichtlich des langfristigen Bedarfs plant der Schulträger Kapazitätsreduzierungen durch Zusammenlegungen von derzeit bestehenden Schulen. Die Carl-von-Ossietzky-Oberschule strebt die Teilnahme an der Pilotphase der Gemeinschaftsschule ab 2011/12 an.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II werden drei Sekundarschulstandorte hergerichtet.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11 (Ausnahme: Carl-von-Ossietzky-Oberschule). Schulnetz Gymnasien

Der Bedarf wird bis 2011 deutlich ansteigen (+20 %) und auch am Ende des Prognosezeitraums noch einen Zuwachs gegenüber dem Schuljahr 2008/09 aufweisen (+8 %). Die derzeit ausgeglichene Versorgungssituation wird sich vorübergehend zu einem Defizit entwickeln, das durch organisatorische Maßnahmen (z. B. temporär höhere Standortauslastung, ggf. überbezirklicher Ausgleich) aufgefangen werden kann.

Im Rahmen des Konjunkturprogramms II werden zwei Gymnasien mit Ganztagseinrichtungen ausgestattet.

Es ist beabsichtigt, das Hermann-Hesse-Gymnasium in gebundener Form zu organisieren.

Die Situation im Bezirk Pankow ist von erheblichen Schülerzuwächsen gekennzeichnet, die bisher vorwiegend im Grundschulbereich zu verzeichnen waren und künftig in den Sekundarbereich I „durchwachsen".

Gemäß der aktuellen Modellrechnung ist gegenüber 2008/09 in allen Schularten der Sekundarstufe I bis zum Ende des Prognosezeitraums mit einer Zunahme von ca. 35 % zu rechnen. Der größte Teil wird sich zudem kurzfristig bis 2011 vollziehen (+25 %). Abweichend von den hier zugrunde gelegten Werten der Schülerzahlprognose der Senatsverwaltung geht der Bezirk bei der Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf Integrierte Sekundarschule und Gymnasien vom umgekehrten Verhältnis aus (Modellrechnung SenBWF: 53 % Sekundarschule, 47 % Gymnasium; Bezirk: 47 % Sekundarschule, 53 % Gymnasium). Das nachstehend beschriebene Defizit bei den Sekundarschulen fiele bei dieser Annahme entsprechend geringer aus, während bei den Gymnasien zusätzlicher Raumbedarf zu verzeichnen wäre.

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Für 2017/18 ist gemäß Modellrechnung bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ein Bedarf von max. Zügen Sekundarschule zu erwarten. Dafür werden langfristig voraussichtlich 11 Standorte benötigt. Bis 2012/13 wird der Bedarf bereits ca. 50 Züge umfassen. Die Planung des Schulträgers sieht 11 Sekundarund Gemeinschaftsschulen mit insgesamt 49 Zügen vor. Mittelfristig werden davon voraussichtlich max. 45

Züge zur Verfügung stehen. Die rechtzeitige Bereitstellung von ausreichender Schulraumkapazität für den rasch steigenden Bedarf ist nach Einschätzung des Bezirks nur bei vorgezogener Realisierung von zwei geplanten, aber finanziell bislang nicht abgesicherten Bauvorhaben möglich (Hufeland-Oberschule, 9. Realschule).

Insgesamt werden 4 künftige Sekundarschulstandorte aus Mitteln des Konjunkturprogramms II für die Belange der neuen Schulart hergerichtet. Darüber hinaus kommen weitere Mittel im Rahmen des Pilotprojekts Gemeinschaftsschule zum Einsatz.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien

Gemäß Modellrechnung ist 2017/18 mit einem Bedarf von ca. 40 Zügen zu rechnen. Dem wird - nach Abschluss der vorgesehenen Standortveränderungen - eine rechnerische Gebäudekapazität von über 42 Zügen gegenüber stehen. Infolge des raschen Nachfrageanstiegs (bis 2011/12

+29 %) und den daraus resultierenden unterschiedlichen Jahrgangsstärken können mittelfristig Engpässe nicht ausgeschlossen werden, denen jedoch durch organisatorische Maßnahmen begegnet werden kann. Im Rahmen des Konjunkturprogramms II werden drei Gymnasien mit Ganztagseinrichtungen ausgestattet. Das auf dem Standort Achillesstr. geplante neue Gymnasium (bisher: Robert-Havemann-Oberschule) soll im Ganztagsbetrieb geführt werden.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen zwei gymnasiale Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen zur Verfügung (aufgrund besonderer Schulmodelle können die gymnasialen Oberstufen der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik sowie des Coubertin-Gymnasiums nicht in diese Betrachtung einbezogen werden). Darüber hinaus wird an einem Oberstufenzentrum ein berufliches Gymnasium angeboten werden.

Alle Darstellungen und Angaben schließen die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik sowie das CoubertinGymnasium (zentral verwaltete Eliteschule des Sports) ein.