Der Schulträger sieht die Einrichtung von 9 Sekundar und Gemeinschaftsschulen mit einer Gesamtkapazität von 46 Zügen vor

Bezirk Spandau Planungsstand

Ein Rahmenkonzept zur Umsetzung der Oberschulstrukturreform im Bezirk Spandau liegt vor. Ein bezirklicher Schulentwicklungsteilplan befindet sich in Vorbereitung und soll entweder als eigenständiger Teilplan Anfang 2010 oder im Zuge der Aufstellung des nächsten Schulentwicklungsplans 2011-2016 fertig gestellt werden.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Die Schülerzahlen in der Sekundarstufe I werden sich mittelfristig nur geringfügig erhöhen (+5 %) und zum Ende des Betrachtungszeitraums deutlich abfallen (-15 %). Dabei wird der Rückgang bei den Gymnasien (-10 %) geringer ausfallen als bei den übrigen Oberschularten (-17 %). Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Für 2017/18 ist bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ein Bedarf von 46 Zügen Sekundar- und Gemeinschaftsschule zu erwarten. Dafür werden langfristig voraussichtlich 9 Standorte benötigt.

Der Schulträger sieht die Einrichtung von 9 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen mit einer Gesamtkapazität von 46 Zügen vor. Hierzu sollen die vier bezirklichen Hauptschulen mit jeweils einer der vier Realschulen zusammengelegt werden. Der mittelfristig höhere Bedarf (58 Züge) wird durch temporäre Beibehaltung weiterer Standorte, die als Filialen der dauerhaft benötigten Sekundarschulen geführt werden, abgedeckt. Alle bisherigen Gesamtschulen ­ ausgenommen die vierzügig aufwachsende Gemeinschaftsschule

­ sollen langfristig sechszügig geführt werden.

Im Ortsteil Siemensstadt wird die Robert-Reinick-Grundschule am bisherigen Filialstandort Jungfernheideweg 32-48 konzentriert, um dadurch für eine Integrierte Sekundarschule einen leistungsfähigen Standort am Jugendweg / Lenther Steig zu schaffen Für beide Maßnahmen werden umfangreiche Mittel des Konjunkturprogramms II eingesetzt. Frei werdende Raumkapazität am Standort Jungfernheideweg 79 soll der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls aus Mitteln des Konjunkturprogramms werden der Doppelstandort Jaczostraße sowie der Standort Brunsbütteler Damm für die Belange der Sekundarschule hergerichtet. An den vorgenannten sowie an weiteren Standorten sind darüber hinaus mittelfristig weitere bauliche Maßnahmen zwingend erforderlich.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien

Die gegenwärtig knapp ausgeglichene Versorgungssituation wird durch die Übernahme bisheriger Realschulkapazität durch die Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule sowie die im Rahmen der Investitionsplanung vorgesehene Erweiterung der Lily-Braun-Oberschule verbessert.

Für die Einrichtung des Ganztagsbetriebs kommen unter räumlich-kapazitären Aspekten sowohl die zentral gelegene Lily-Braun-Oberschule als auch die Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule in Siemensstadt in Frage. Eine abschließende Entscheidung wurde noch nicht getroffen.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen vier gymnasiale Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen sowie zwei an Spandauer Oberstufenzentren zur Verfügung.30319,9

StandorteGymnasienRäumeKapaz.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Nach Aufhebung einer Hauptschule und Zusammenlegung von zwei Realschulen ist eine relativ ausgeglichene Versorgungssituation gegeben. Der Gesamtbedarf der Sekundarstufe I wird - nach mittelfristigem Anstieg (+11 %) - langfristig hinter dem heutigen Niveau zurück bleiben (-4 %). Schulnetz Integrierte Sekundarschulen Mittelfristig (2012/13) wird der Bedarf an Sekundarschulplätzen bei einer Organisationsgröße von 25

Sch./Kl. geringfügig auf knapp 52 Züge ansteigen, zum Ende des Prognosezeitraums 2017/18 jedoch auf ca. 44,5 Züge fallen. Langfristig werden somit 9 Standorte benötigt. Die Planung des Bezirks ist am langfristigen Bedarf orientiert und sieht im Endzustand 9 Sekundarschulstandorte vor (Gesamtkapazität 46

Züge). Der mittelfristig auftretende höhere Bedarf wird durch die befristete Beibehaltung aufzugebender bzw. umzunutzender Standorte aufgefangen, die als Filialen der dauerhaft benötigten Sekundarschulen geführt werden.

Zwingende Voraussetzung für die Umsetzung der bezirklichen Planungen im Ortsteil Steglitz ist die Fertigstellung des geplanten Baus für die Kopernikus-Oberschule, mit der für das Jahr 2013 gerechnet wird.

Erst danach steht der Standort Lepsiusstraße für die jetzige Johann-Thienemann-Oberschule zur Verfügung. Nach deren Verlagerung kann der bisherige Standort Karl-Stieler-Straße für Grundschulzwecke umstrukturiert werden (Zusammenlegung von Freiherr-von-Hünefeld- und Markus-Grundschule). Somit steht der jetzigen 6. Schule (Realschule) die volle Raumkapazität erst nach Abschluss der dargestellten Maßnahmenkette zur Verfügung.

Mittelfristig ist - bis der neue Standort der Kopernikus-Schule zur Verfügung steht - mit einer Unterversorgung zu rechnen, die durch organisatorische Maßnahmen aufgefangen wird.

Aus den Mitteln des Konjunkturprogramms II werden drei dauerhafte Sekundarschulstandorte in Lichterfelde und Zehlendorf hergerichtet. Die Anpassung der o.g. Standorte in Steglitz an die neuen Nutzungen muss zu einem späteren Zeitpunkt aus bezirklichen Mitteln erfolgen.

Nach Anhörung der schulischen Gremien haben Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, dass die Max-v.-Laue-Oberschule, die Johann-Thienemann-Oberschule, die 6. Schule (Realschule) und die Kopernikus-Oberschule zum 1.8.2010 in Integrierte Sekundarschulen umgewandelt werden.

Schulnetz Gymnasien

Gemäß der zugrunde gelegten Berechnung der Schülerzahlen wird sich die Nachfrage nach einem Ansteigen bis 2011 (+ 13,5 %) bis zum Ende des Betrachtungszeitraums wieder auf das Niveau von 2008/09 zurück entwickeln. Die Raumsituation ist derzeit ausgeglichen, der zwischenzeitliche Mehrbedarf kann durch Verdichtung abgedeckt werden. Eine Entspannung wird eintreten, sobald frei werdende Gebäudekapazität aus dem bisherigen Realschulbereich genutzt werden kann.

Gegenwärtig erhalten 8 Gymnasialstandorte aus Mitteln des Konjunkturprogramms II Einrichtungen zur Essensversorgung. Für die Teilnahme am gebundenen Ganztagsbetrieb liegt eine Interessenbekundung des Gymnasiums Steglitz vor.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit künftigen Sekundarschulen stehen drei gymnasiale Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen sowie eine vierte an einem Oberstufenzentrum zur Verfügung (aufgrund des besonderen Schulmodells ohne die gymnasiale Oberstufe der John-F.-Kennedy-Schule).