Schulnetz Integrierte Sekundarschulen Bei einer Organisationsgröße von 25 Sch

Bezirk Neukölln Planungsstand

Ein bezirklicher Schulentwicklungsteilplan „Schulen der Sekundarstufe I", dem das Bezirksamt und die bezirklichen Gremien zugestimmt haben, liegt vor (Beschlussfassung durch BVV ist vorgesehen). Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Die Ausgangslage ist bei allen Oberschularten weitgehend ausgeglichen, so dass derzeit keine kapazitätsverändernden Eingriffe in das Oberschulnetz erforderlich sind. Neben geplanten Ersatzbauten für zwei temporäre Schulgebäude (eine Gesamtschule und ein Gymnasium) bereitet der Bezirk derzeit die Verlagerung einer Realschule in ein leer stehendes Schulgebäude in Treptow vor, um die beengte Grundschulsituation in Neukölln-Nord entlasten zu können. Der Bedarf in der Sekundarstufe I wird mittelfristig stabil bleiben, bis 2017/18 jedoch erheblich fallen (-18 %). Dabei sind die Rückgänge bei den in der Integrierten Sekundarschule aufgehenden Schularten wesentlich massiver (-21 %) als bei den Gymnasien (-11,5 %). Der Bezirk erwartet, dass sich der Flughafen BBI positiv auf die Entwicklung der Schülerzahlen auswirkt.

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. wird der Bedarf an Sekundarschulplätzen bis 2012/13 geringfügig auf ca. 60 Züge, bis 2017/18 wesentlich deutlicher auf ca. 50 Züge fallen. Dafür werden langfristig voraussichtlich mindestens 10 Standorte benötigt.

Sofern an einzelnen Schulen aufgrund hoher Anteile von Migranten oder von von der Lernmittelzuzahlung Befreiten relevante Frequenzminderungen beabsichtigt sind, wird dies im Rahmen der für die neue Schulart noch zu definierenden Schulträgerprodukte und eines ebenfalls noch festzulegenden Gewichtungsfaktors für sozial besonders belastete Gebiete erfolgen.

Die Planung des Schulträgers sieht die Einrichtung von 12 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen auf - vorerst - 15 Standorten mit einer dauerhaften Gesamtkapazität von 60 Zügen vor. Die Filialen sollen im Zuge des Schülerrückgangs sukzessive aufgegeben werden. Sollte der Gesamtbedarf langfristig auf 50 Züge fallen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein oder zwei der noch einzurichtenden Integrierten Sekundarschulen wieder aufzuheben sein werden.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II werden drei künftige Sekundar- und Gemeinschaftsschulstandorte bedarfsgerecht hergerichtet. Weitere Mittel werden im Rahmen des Pilotprojekts Gemeinschaftsschule für den Ausbau des „Campus Rütli" und der Fritz-Karsen-Schule eingesetzt.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien

Für die Gymnasien wird ein leichter Anstieg der Schülerzahlen auf ca. 26 Züge bis 2011/12 und ein anschließender Rückgang auf ca. 21 Züge vorausgesagt. Aufgrund der Struktur der Schülerschaft könnten sich in Teilen des Bezirks aufgrund der Veränderungen im Gymnasialbereich (Verkürzung auf 12 Jahre, veränderte Zugangsbedingungen) Nachfragerückgänge ergeben, die jedoch innerhalb des bestehenden Netzes der Gymnasien ausgeglichen werden können.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II werden drei Gymnasialstandorte mit Einrichtungen zur Essensversorgung bzw. für den Ganztagstagsbetrieb ausgestattet, darunter die Albert-Schweitzer-Schule, die seit Beginn des Schuljahres 2007/08 aufwachsend als gebundenes Ganztagsgymnasium organisiert wird.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen vier gymnasiale Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen und künftigen Gemeinschaftsschulen sowie zwei weitere an Oberstufenzentren zur Verfügung.46921,3

StandorteGymnasienRäumeKapaz.AnzahlKPIIBemerkungen EmserStr.137322,61Schnellläuferzüge Karl-Marx-Str.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Der Tiefpunkt der Nachfrageentwicklung ist 2007/08 erreicht worden. Das Schulnetz wurde durch Aufhebungen und Zusammenlegungen von Schulen der Nachfrageentwicklung angenähert.

Die Modellrechnung weist bis 2017/18 für den Sekundarbereich I insgesamt einen Anstieg der Schülerzahlen von ca. 14 % aus, so dass die heute noch bestehenden Kapazitätsüberhänge im weiteren Verlauf zum größten Teil absorbiert werden. Im Wesentlichen betrifft die Zunahme den Gymnasialbereich (+27 %), während für die in der Integrierten Sekundarschule aufgehenden Schularten nur geringe Zuwächse vorhergesagt werden (+5 %). Mittelfristig sind deutlich höhere Zunahmen zu erwarten, die Bedarfsspitzen liegen im Zeitraum von 2011 bis 2014 (+33% bei Gymnasien und +10% bei Integrierten Sekundarschulen). Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Für 2017/18 ist bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ein Bedarf von max. 33 Zügen Sekundarschule zu erwarten. Dafür werden langfristig max. 8 Standorte benötigt.

Aufgrund der Siedlungsstruktur des Bezirks und der Notwendigkeit, Sekundarschulangebote in den einzelnen Teilgebieten sicher zu stellen, wird der Bezirk - neben einer dreizügigen Gemeinschaftsschule - drei Integrierte Sekundarschulen vorerst nur dreizügig organisieren. Die Zahl der dauerhaft erforderlichen Standorte erhöht sich damit auf 9 (mit 33 Zügen Kapazität; ohne den vom Schulträger vorgesehenen Ausbau des Standortes Heubergerweg auf 4 Züge).

Ein künftiger Sekundarschulstandort wird aus Mitteln des Konjunkturprogramms II für die Zwecke der neuen Schulart hergerichtet.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien

Die noch vorhandenen Kapazitätsüberhänge werden in wenigen Jahren durch die Schülerzuwächse weitgehend kompensiert, so dass eine ausgeglichene Versorgungssituation eintreten wird.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II wird ein Gymnasium mit ganztagsbezogenen Einrichtungen ausgestattet. Als Gymnasium mit gebundenem Ganztagsbetrieb ist die Gebrüder-Montgolfier-Schule vorgesehen.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen derzeit zwei gymnasiale Oberstufen an einer bisherigen Gesamt- und einer Gemeinschaftsschule sowie eine weitere an einem Oberstufenzentrum zur Verfügung. Über das endgültige Versorgungskonzept wird der Bezirk im Rahmen der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans entscheiden.