Gesamtschule

Bezirk Lichtenberg Planungsstand

Auf Grundlage des bezirklichen Schulentwicklungsplans für die Jahre 2008-2012 wurde ein Konzept zur Oberschulstrukturreform erarbeitet. Es ist vorgesehen, diesen Plan bis Mitte 2010 fortzuschreiben bzw. zu konkretisieren.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

In den vergangenen Jahren ist das Schulnetz des Bezirks durch Aufhebungen und Zusammenlegungen in seiner Kapazität der nachlassenden Nachfrageentwicklung angenähert worden. Die Modellrechnung weist bis 2017/18 für den Sekundarbereich I einen Anstieg der Schülerzahlen von ca. 23 % aus, so dass die noch bestehenden Kapazitätsüberhänge im weiteren Verlauf vollständig benötigt werden. Der wesentliche Teil des Anstiegs wird sich in den Jahren bis 2012/13 vollziehen, und zwar im Gymnasialbereich doppelt so stark (+26 %) wie bei den Sekundarschulen (+13 %). Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Für 2017/18 ist bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ein Bedarf von max. 50 Zügen Sekundarschule zu erwarten. Dafür werden langfristig voraussichtlich 10 Standorte benötigt.

Die bezirkliche Planung weist derzeit 9 Sekundarschulstandorte mit einer Gesamtkapazität von 42 Zügen aus. Diese Kapazität wird gemäß Schülerzahlprognose bereits 2010/11 benötigt. Um das rasche Anwachsen der Schülerzahl (2012/13 bereits 47,5 Züge) auffangen zu können, muss kurzfristig die Kapazität einzelner Schulen erhöht werden; mittel- bis langfristig könnte auch ein weiterer Schulstandort erforderlich werden. Über die vom Schulträger beabsichtigten Schritte zur erforderlichen Gewinnung weiterer Kapazität liegen keine Erkenntnisse vor. Konkretere Aussagen sind erst in der turnusgemäßen Fortschreibung des Bezirks-SEP zum Juli 2010 zu erwarten.

An drei künftigen Sekundarschulstandorten werden Mittel des Konjunkturprogramms II eingesetzt, allerdings vorwiegend zum Zweck der energetischen Sanierung der Gebäude.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien

Die derzeit noch festzustellenden Kapazitätsüberhänge werden durch die Schülerzuwächse im Prognosezeitraum kompensiert. Insgesamt kann langfristig von einer knapp ausgeglichenen Versorgungssituation ausgegangen werden.

Als Gymnasium mit gebundenem Ganztagsbetrieb ist noch keine Schule benannt worden; Interessenbekundungen mehrerer Schulen liegen vor.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen drei gymnasiale Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen sowie eine an einem Oberstufenzentrum zur Verfügung (aufgrund des besonderen Schulmodells der Werner-Seelenbinder-Schule [Eliteschule des Sports] kann deren gymnasiale Oberstufe in diese Betrachtung nicht einbezogen werden).62322,6

StandorteGymnasienRäumeKapaz.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

Nach leichtem Ansteigen der Schülerzahlen in der Sekundarstufe I bis 2011/12 (+8 %) ist bis zum Ende des Prognosezeitraums 2017/18 mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen (-14 %).

Die Entwicklung im Gymnasialbereich (-8 %) verläuft günstiger als bei den in der Integrierten Sekundarschule aufgehenden Schularten (-19 %). Zwar kann die derzeitige Versorgungssituation rechnerisch als nahezu ausgeglichenen angesehen werden; der Schulträger weist jedoch auf das strukturelle Problem bei den Gymnasien hin, die in der Mehrzahl oberhalb der idealtypischen Obergrenze (5 Züge) organisiert werden müssen. Darüber hinaus fehlt der für die Nachrüstung von Ganztagseinrichtungen erforderliche Raumbestand.

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen

Bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ist für 2017/18 ein Bedarf von max. 46 Zügen Sekundarschule zu erwarten; dafür wären langfristig max. 11 Standorte erforderlich.

Der Bezirk hat beschlossen, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in ein Gymnasium umzuwandeln und alle übrigen Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu insgesamt 11 Integrierten Sekundarschulen mit einer Gesamtkapazität von 50 Zügen umzuwandeln. Die achtzügig betriebene Bettina-von-ArnimOberschule (Gesamtschule) soll aufgrund ihres besonderen, durch die KMK abgesicherten Differenzierungsmodells perspektivisch ihre aktuelle Zügigkeit beibehalten.

Aus den Mitteln des Konjunkturprogramms II werden insgesamt fünf Standorte für die Zwecke der Integrierten Sekundarschule optimiert. Für die verbleibenden Standorte ist eine entsprechende Qualifizierung ebenfalls erforderlich.

Der Bezirk hat die Entscheidung über den Zeitpunkt der Umwandlung bzw. Zusammenlegung zur Sekundarschule den einzelnen Schulen überlassen. Es zeichnet sich eine überwiegende Teilnahme der Schulen zum Schuljahresbeginn 2010/11 ab. Die Gustav-Freytag-Oberschule, die Benjamin-Franklin-Oberschule, die Carl-Benz-Oberschule sowie die Max-Beckmann-Oberschule werden zum Schuljahr 2011/12 in Integrierte Sekundarschulen umgewandelt.

Schulnetz Gymnasien

Das gegenwärtig geringfügige rechnerische Defizit wird durch die Umwandlung der Thomas-MannOberschule beseitigt. Mittelfristig werden vertretbare Zügigkeiten erreicht, so dass keine Schule mit mehr als 5 Zügen organisiert werden muss. Zum Ende des Prognosezeitraums zeichnet sich ein Kapazitätsüberhang ab; der Bezirk erwartet allerdings im Gymnasialbereich eine Steigerung der Nachfrage über die Prognosewerte hinaus.

Als Gymnasium mit gebundenem Ganztagsbetrieb ist die Friedrich-Engels-Oberschule vorgesehen.

Sekundarstufe II

Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen kommen die bestehenden zwei gymnasialen Oberstufen an bisherigen Gesamtschulen sowie zwei Berufliche Gymnasien an Oberstufenzentren in Frage.