Das Siedlungsabfallaufkommen setzt sich aus der beseitigten und verwerteten Menge zusammen

Das Brutto-Siedlungsabfallaufkommen reduzierte sich in den Jahren 1996 bis 2008 um 572.000 Mg von 2.122.000 Mg auf 1.550.000 Mg.

Diese Reduktion ist vor allem auf den Rückgang der zu beseitigenden Gewerbeabfälle zurückzuführen.

Für diesen starken Rückgang der Gewerbeabfallmengen zur Beseitigung sind folgende Gründe maßgebend:

Anhaltender Strukturwandel der Berliner Wirtschaft,

Nutzung bestehender Verwertungskapazitäten insbesondere im Großraum Berlin.

Die verwerteten Siedlungsabfälle setzen sich aus den getrennt erfassten und verwerteten Abfällen aus Haushaltungen und Kleingewerbe, aus der häuslichen Sperrmüllsammlung und der Straßenkehrrichtaufbereitung zusammen. Diese verwerteten Mengen haben sich von 445.000 Mg im Jahr 1996 auf 626.000 Mg im Jahr 2008 erhöht. Seit 1996 stieg die Verwertungsquote von rund 20,9 % auf 40,4 % im Jahr 2008 an.

Für Abfälle zur Verwertung aus gewerblichen Herkunftsbereichen entfällt die Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Eine Dokumentation aller verwerteten Berliner Gewerbeabfallmengen und des Verbleibs dieser Abfälle ist nicht möglich. So zeigt die regelmäßige Auswertung der jährlichen Abfallberichte der Berliner Abfallvorbehandlungsanlagen, dass nur ein Anteil der Berliner Gewerbeabfälle in entsprechenden Berliner Anlagen behandelt wird.

Die beseitigten Siedlungsabfälle umfassen Hausmüll, Geschäftsmüll, Sperrmüll, Gewerbeabfall und Straßenkehricht. In den letzten Jahren ist insbesondere auf Grund der sinkenden Gewerbeabfallmengen sowie der Aufbereitung von sonstigen verwertbaren Siedlungsabfällen ein kontinuierlicher Rückgang der beseitigten Siedlungsabfälle zu verzeichnen.

Das Abfallaufkommen dieser fünf Abfallarten stellt sich für 2008 wie folgt dar: Abfallwirtschaftskonzept Berlin ­ Teil 132

Hausmüll

Nach der 2008 durchgeführten Abfalluntersuchung /33/ ergibt sich ein Jahresaufkommen an Hausmüll von ca. 705.000 Mg im Jahr 2008. Bezogen auf die angeschlossenen Einwohner ermittelt sich daraus ein einwohnerspezifischer Wert von 206 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.

Abbildung 4: Gewichtsmäßige Zusammensetzung des Berliner Hausmülls in Prozent

Die beseitigte Hausmüllmenge setzt sich zu 41,9 Prozent aus Organik, zu 11,4 Prozent aus Papier/Pappe/Kartonagen, zu 6,8 Prozent aus Glas, zu 6,6 Prozent aus Kunstoffen, zu 9,1 Prozent aus Verbunden und zu 24,2 Prozent aus Stoffgruppen mit geringen Anteilen zusammen.

Geschäftsmüll

Im Jahr 2008 fiel eine Geschäftsmüllmenge von rund 156.000 Mg zur Beseitigung an.