Gesetz

Abfallwirtschaftskonzept Berlin ­ Teil 1 45

Der dabei anfallende Anteil an Bauabfällen zur Beseitigung, grundsätzlich abhängig von den Aktivitäten und Möglichkeiten zur Abfallvermeidung und ­verwertung, wird für 2020 entsprechend den genannten Plänen weiterhin zwischen

Minimalszenario: ca. 10.000 Mg

Maximalszenario: ca. 264.000 Mg prognostiziert.

Auf Grund des über einen längeren Zeitraum zu verzeichnenden jährlichen Rückganges an Beseitigungsabfällen aus dem Baubereich wird der höhere Prognosewert allerdings nur dann zu erwarten sein, wenn die Verwertungsmöglichkeiten durch die genannten gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch die künftigen Regelungen zum Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in technischen Bauwerken sowie im Boden, deutlich eingeengt werden.

Da diese Verordnung und damit verbundene Vollzugserfahrungen noch ausstehen, wird der Aufkommenskorridor in der oben aufgeführten Bandbreite zunächst weiter beibehalten.

Die Anpassung der Prognosedaten wird daher im Rahmen der in 5 Jahren vorgesehenen Fortschreibung der Planungsinstrumente Abfallwirtschaftskonzept und plan erneut zu prüfen sein.

Abfallwirtschaftskonzept Berlin ­ Teil 146

Entwicklung des Klärschlammaufkommens

Zum Abtransport des Abwassers wird im Land Berlin gegenwärtig ein öffentliches Kanalisations- und Entwässerungssystem mit einer Länge von ca. 10.652 km betrieben. Daran angeschlossen sind ca. 99 % aller Haushalte des Landes Berlin.

Das anfallende Abwasser wird in den Klärwerken Ruhleben, Waßmannsdorf, Schönerlinde, Stahnsdorf, Münchehofe und Wansdorf gereinigt und der anfallende Klärschlamm einer geordneten Entsorgung zugeführt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Klärschlammmengen der einzelnen Klärwerke bezogen auf 100% Trockensubstanz (TS) in den Jahren von 1997 bis 2008.

1 stillgelegte Klärwerke

Klärwerke befinden sich im Land Brandenburg

Aus organisatorischen sowie technischen Gründen haben sich die Länder Berlin und Brandenburg darauf verständigt, dass alle anfallenden Klärschlämme in den mit gekennzeichneten Klärwerken nur in Berichten/Veröffentlichungen des Landes Berlin erscheinen.

Im Jahr 2008 wurden in den Klärwerken Ruhleben, Waßmannsdorf, Stahnsdorf, Münchehofe, Schönerlinde und Wansdorf insgesamt ca. 235,4 Mio. m³ Abwasser gereinigt und ca. 84.720 Mg TS Klärschlamm erzeugt und einer geordneten Entsorgung zugeführt.

Damit reduzierte sich das gesamte Klärschlammaufkommen des Landes Berlin im Jahr 2008 gegenüber 1997 um 6 % Gegenüber dem Vorjahr ist die Klärschlammmenge um ca. 3% gesunken.

Nachfolgende Abbildung zeigt die Entwicklung des Klärschlammaufkommens seit 1997. Gleichzeitig sind sie aber auch Ausdruck technologischer Veränderungen beim Prozess der Wasseraufbereitung. Diese sind:

Ausbau des Kanalnetzes insbesondere in den Jahren 1997 bis 2009,

Ausbau der Klärwerke, insbesondere in den Jahren 1997-1999,

Verbesserung der Klärwerkstechnik, insbesondere im Jahr 2001.