Daten

Abfallwirtschaftskonzept Berlin ­ Teil 1 135

Bauabfälle

Da die MEAB-Deponien bereits seit Jahrzehnten, zuletzt im Rahmen der Drittbeauftragung vom 1. März 1996 bis zum 15. Juli 2009, Berliner Bauabfälle aufnehmen, zudem berlinnah gelegen sind, so dass sie auch künftig von großer Bedeutung für die vorwiegend mineralischen Bauabfälle zur Beseitigung aus dem Land Berlin sein werden, sind im Folgenden vorwiegend diese Deponien in die Betrachtung einbezogen worden.

An zwei Deponiestandorten der MEAB sind wesentliche Änderungen vorgenommen worden, da seit dem 16.07.2009 auch die Deponierung von DK I - Abfällen (mineralische Abfälle) nur noch auf Deponien bzw. Deponieabschnitten möglich ist, die gemäß den Anforderungen der Verordnung /23/ zur Vereinfachung des Deponierechts hergerichtet sind.

Am Standort Deetz wurde ein dem Stand der Technik entsprechender Ablagerungsabschnitt gebaut, der zum 16.07.2009 in Betrieb genommen wurde.

In Schöneiche kann seit dem 16.07.2009 der ab gleichem Datum nicht mehr für DK II - Abfälle zugelassene basisgedichtete Deponieabschnitt für die Ablagerung von DK I ­ Abfällen genutzt werden. Insgesamt steht damit ein DK I ­Ablagerungsvolumen von ca. 2 Mio. m3 zur Verfügung.

Des Weiteren ist eine Ablagerung von nicht gefährlichen Bauabfällen grundsätzlich auch auf den dem Stand der Technik entsprechenden Deponien Vorketzin, Schwanebeck (bei Nauen), Lübben - Ratsvorwerk sowie Hörlitz möglich (vgl. Selbst bei einer geringen Quecksilberlast im zu verbrennenden Klärschlamm können Probleme bei der Einhaltung der emissionsbegrenzenden Anforderungen nach der 17. BImSchV /66/ entstehen.

Mittelfristig planen die BWB daher die Ertüchtigung der Rauchgasreinigung der drei Klärschlammverbrennungslinien am Standort Ruhleben. Mit der Errichtung und Inbetriebnahme einer neuen Rauchgasreinigungsanlage in den Jahren 2011 bis 2014 wird der Ausstoß schädlicher Quecksilberemissionen auch bezüglich des Tagesmittelwertes betriebsicher unter die derzeitigen Vorgaben der 17. BImSchV gesenkt.

Zur Rückgewinnung von Phosphaten aus dem Klärschlamm ist am Standort Waßmannsdorf eine MAP-Anlage zur Phosphatrückgewinnung geplant. Die Anlage ist ein Beitrag zur Optimierung der Klärschlammentsorgung und Schließung von Stoffkreisläufen.

Abfallwirtschaftskonzept Berlin ­ Teil 1 137

Stilllegung bestehender Anlagen

Neben den im Abfallwirtschaftsplan 2005 /3/ genannten Siedlungs- und Bauschuttdeponien, bei denen bereits im Jahr 2005 die Abfallablagerung eingestellt wurde und die sich seitdem in der Stilllegungsphase befinden, wurden Deponieabschnitte der MEAB- Deponien in Schöneiche, Vorketzin und Deetz, die nicht mehr den deponierechtlichen Vorschriften entsprachen, ab 16. 07. 2009 in die Stilllegungsphase zur Sicherung, Sanierung und Rekultivierung entlassen.