Förderprogramm

Das Abgeordnetenhaus hat in seiner Sitzung am 20. Mai 2010 Folgendes beschlossen: „Der Senat wird aufgefordert, dem Abgeordnetenhaus über den Stand der Umsetzung des Förderprogramms „Kids in die Sportklubs" zu berichten. Dabei soll insbesondere dargestellt werden, wie viele Berliner Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren für dieses Förderprogramm anspruchsberechtigt sind, wie viele Berliner Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren an diesem Förderprogramm tatsächlich teilnehmen und wie viele Berliner Sportvereine an diesem Förderprogramm teilnehmen.

Ferner wird der Senat aufgefordert, einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, der den Bekanntheitsgrad des Förderprogramms „Kids in die Sportklubs" insbesondere an den Berliner Schulen steigert, mehr Sportvereine für dieses Förderprogramm generiert und mehr Kindern und Jugendlichen die Mitgliedschaft in Sportvereinen ermöglicht.

Dem Abgeordnetenhaus ist jährlich - erstmals zum 30. September 2010 - zu berichten."

Hierzu wird berichtet: Ziel des Projektes „Kids in die Sportklubs" ist es, Kindern und Jugendlichen (6-18

Jahre), die bisher aus finanziellen Gründen nicht an den Angeboten der Sportvereine teilhaben konnten, einen Zugang zu ermöglichen, damit auch sie die positiven Auswirkungen des Sporttreibens in einer Gemeinschaft erfahren können.

Durch das Projekt wird Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, von dem hohen Wert, den Sport für die Gesamtentwicklung der jungen Menschen sowohl für die eigene Leistung, als auch für die Entwicklung von Toleranz und Gemeinschaftsgefühl hat, zu profitieren.

Nach den Angaben des Amtes für Statistik Berlin Brandenburg sind in Berlin rund 117.000 Kinder und Jugendliche, bzw. deren Erziehungsberechtigte, Empfänger von öffentlichen Unterstützungsleistungen, die den Erhalt des „berlinpasses" rechtfertigen und damit die Teilnahmevoraussetzungen des Projektes nachweisen können.

Seit Beginn des Projektes im Sommer 2008 haben sich die Teilnehmerzahlen wie folgt entwickelt:

Die Finanzierung des Projektes erfolgt über Mittel des Europäischen Sozial Fonds, aus öffentlichen Mitteln, der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin und durch private Zuwendungen an die Sportjugend Berlin (z.B. DEGEWO, DKB und SAMSUNG.) Durch die Förderung aus ESF Mittel sind bestimmte verwaltungstechnische Anforderungen vorgegeben, die von den Vereinen z.T. als recht bürokratisch empfunden werden. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die die ESF-Mittelbezuschussung verantwortlich bearbeitet, wurden hier aber bereits soweit möglich Vereinfachungen vorgenommen.

Die individuelle Teilhabe am Projekt ist auf 3 Jahre befristet. In dieser Zeit soll für alle Beteiligten (Kinder, Eltern und Vereine) der positive Effekt für die Kinder und Jugendlichen und auch für die Vereine deutlich werden. Die positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sollte ein hinreichender Beweggrund für die Eltern, Kinder und Jugendlichen und die Vereine sein, gemeinsam eine Lösung für die Fortsetzung der aktiven Vereinsmitgliedschaft zu finden. Dies wird erstmalig in 2011 relevant. Hinzu ist anzumerken, dass bereits unabhängig von dem Projekt in vielen Vereinen individuelle Lösungen, z. B. in Form von Patenschaften oder Familienmitgliedschaften, praktiziert werden.

Seitens der Sportjugend Berlin wird mittels eines Internetauftrittes (www.kids-in-diesportklubs.de), Flyern, Hinweisen in den Printmedien des Landessportbundes Berlin und der Sportjugend Berlin geworben. Im ersten Projektjahr konnte darüber hinaus über regionale Fernsehberichte das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Im Rahmen der Kooperation Schule und Verein werden die Schulen insbesondere zum Schuljahresbeginn ­ erneut ­ auf das Projekt hingewiesen.

Ich bitte, den Beschluss damit als erledigt anzusehen.

Berlin, den 26. August 2010