Die Stelen sollen in der Flucht der Widerlager der Eisenbahnunterführung errichtet

Standort sollen die Stelen auch als Informationsträger für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort dienen.

Die Stelen sollen in der Flucht der Widerlager der Eisenbahnunterführung errichtet werden.

Sie sollen mit einer zulässigen Höhe von 12 m über Gehweg festgesetzt werden.

Die Stelen sollen von der WISTA-MANAGEMENT GMBH als Betreiber des Standortes unterhalten und nicht dem Tiefbauamt zugeordnet werden. Die Standorte sind folglich nicht Bestandteile des öffentlichen Straßenlandes, sondern werden nach § 9 Abs. 1 Nr. 9 BauGB (besonderer Nutzungszweck von Flächen) mit der Zweckbestimmung „Informationsstelen" festgesetzt. Im Bebauungsplan XV-67a werden die Standorte der zwei Stelen mit einer Fläche von je 12 m² festgesetzt. Diese Abmessung schließt die Flächen für die Fundamente mit ein; der Querschnitt der eigentlichen Stelen ist mit 0,8 m x 2,5 m deutlich geringer, als die im Bebauungsplan ausgewiesenen Standorte.

II. 4. 13 Öffentliche Parkanlage Südlich der Rudower Chaussee ist die Festsetzung einer öffentlichen Parkanlage mit 7350 m² vorgesehen. Die Festsetzung dieser Grünfläche ist städtebaulich als Gegenstück zu dem gegenüberliegenden verdichteten Dienstleistungsschwerpunkt zu sehen. Die öffentliche Grünfläche dient der planungsrechtlichen Sicherung des vorhandenen Eichenhains an der Rudower Chaussee, der eines Teils 150- bis 200-jährigen, einen sehr wertvollen Altbaumbestand ­ Bestandteil der ehemaligen Heidelandschaft der Köllnischen Heide ­ aufweist. Der vorhandene Charakter der Grünanlage bestehend aus Baumbestand, Grasflächen und teilweise informellem Wegenetz soll auch in Zukunft beibehalten werden.

Damit ist die Eingangssituation zum Entwicklungsbereich gleichermaßen als städtischer und Naturraum gekennzeichnet. Da dieser Naturraum jedoch stark durch Fußgänger und Radfahrer frequentiert wird, kommt eine Festsetzung zur naturnahen Gestaltung der öffentlichen Parkanlage nicht in Betracht. Die öffentliche Parkanlage mit dem Eichenwäldchen ist Bestandteil der städtebaulichen Platzkonzeption entlang der Rudower Chaussee.

II. 4. 14 Einzelbaum im MK 1

Innerhalb des MK 1 steht als Solitär eine etwa 150- bis 200-jährige Eiche, die eine entsprechend ausgeprägte Krone aufweist. Die Vitalitätsuntersuchung des Baumes hat ergeben, dass sich der Baum in einem sehr vitalen Zustand befindet und zudem schön gewachsen ist. Es handelt sich wie in der öffentlichen Parkanlage um eine der verbliebenen Eichen der ehemaligen Heidelandschaft der Köllnischen Heide. Des Weiteren sind Eichen in dieser Größe innerhalb des Entwicklungsbereiches, mit Ausnahme des Eichenhains in der öffentlichen Parkanlage, eine Seltenheit. Der Baum soll deshalb erhalten und planungsrechtlich gesichert werden.

II. 4. 15 Grünzug

Dem im Flächennutzungsplan dargestellten Grünzug parallel zu den Bahnanlagen soll im Bereich des Geltungsbereiches XV-67a durch eine Differenzierung der wesentlichen Funktionen, nämlich der Erholungsnutzung / Verbindung einzelner Grünbereiche und der Biotopverbindung, nachgekommen werden. Die Höhenlage der Bahntrasse, Sicherheitsaspekte und die angrenzenden Nutzungen (insbesondere die Gewerbegebiete) legen eine Splittung der Hauptfunktionen nahe.

Die genaue Führung des Grünzugs in Hinblick auf die Erholungsfunktion ist gemäß den gemeinsamen Richtlinien zum Entwicklungsrahmen des FNP aus der örtlichen Situation zu entwickeln, wobei entscheidend für die Umsetzung des Planungsgrundsatzes des FNP ist, dass eine „funktionsfähige öffentlich zugängliche Verbindung hergestellt" wird. Diese

Funktion können auch Straßen in bestimmten Abschnitten erfüllen. Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes XV-67a kann die Wagner-Regeny-Straße aufgrund ihrer Lage parallel zum dargestellten Grünzug diese Verbindungsfunktion für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen dem S-Bahnhof Adlershof und dem Landschaftspark übernehmen. Der Straßenraum wird mit einer Alleepflanzung unter Berücksichtigung vorhandener Bäume gestaltet und mit beidseitigen Fahrradwegen ausgestattet. Die straßenbegleitenden Vorgartenzonen weiten den Straßenraum optisch auf und flankieren ihn im Falle einer entsprechenden Bepflanzung mit beidseitigen Grünbändern. Den Auftakt der Wegeverbindung zum Park stellt die Aufweitung des Straßenraumes durch die private von einer Bebauung freizuhaltende Platzfläche um die alte Eiche dar. Der freistehende stadtbildprägende Baum stellt in diesem Zusammenhang der Grünverbindung ein besonderes Merkmal dar. Nördlich des Geltungsbereiches XV-67a wird dann im weiteren Verlauf die „verkehrliche" Verbindungsfunktion für Fußgänger und Radfahrer zur Ermöglichung einer durchlaufenden Erholungsnutzung über ein Gehrecht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes 9-16 bis zum Anschluss an die in ihrer Lage geänderte sogenannte Ostfuge weitergeführt.

Die zweite wesentliche Funktion eines Grünzugs ist die Herstellung eines übergeordneten Biotopverbundes. Dieser Anforderung kommt der Bebauungsplan durch die textliche Festsetzung Nr. 18 in Verbindung mit der Freihaltung eines 6 m breiten Geländestreifens entlang der Bahnanlage und der Festsetzung zum Schutz zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft nach. Der Bebauungsplan trifft diese Festsetzung auf planfestgestelltem Gelände. Die neu angelegte Böschung wird auch in Zukunft der Planfeststellung unterliegen.

Die Festsetzung steht jedoch nicht im Widerspruch zu der Planfeststellung bzw. zu Bahnbetriebsflächen, vielmehr werden Bahnböschungen üblicherweise bepflanzt bzw. einer Spontanvegetation überlassen, die dahingehend gepflegt wird, dass der Bahnbetrieb ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Seitens des Eisenbahn-Bundesamtes gibt es grundsätzlich keine Vorbehalte gegen diese Festsetzung, sofern sie mit in Einklang mit der Deutschen Bahn AG erfolgt. Dies ist der Fall, da auf die Anpflanzung bestimmter Pflanzenarten durch Festsetzung im Bebauungsplan verzichtet wurde und der diesbezüglichen Anregung der DB Netz AG gefolgt wurde. Damit sind die gegen die Umsetzung des im FNP dargestellten Grünzuges auf der Böschung (Endzustand) im Hinblick auf die Biotopfunktion ausgeräumt worden.

Die tatsächliche Biotopverbindung geht jedoch über den festgesetzten 6 m breiten Streifen deutlich hinaus, da die östlich angrenzenden Bahnflächen bis zu den Gleisanlagen die Funktion mit übernehmen, auch wenn sie nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegen.

Die Baumaßnahmen für das künftige Südgleis werden zur Folge haben, dass Teile der vorhandenen mit Gehölzen bestandenen Böschungskanten beseitigt werden. Lediglich im flachen nördlichen Teil wird es möglich sein, vorhandene Vegetation zu erhalten. Die textliche Festsetzung Nr. 18 regelt deshalb die Wiederherstellung der Böschungskante und eine Begrünung durch Spontanvegetation, durch die der Biotopverbund wiederhergestellt wird. Ausgehend von der Brücke mit einem Höhenniveau von etwa 5 m über Gehweg fällt die Bahntrasse in nördlicher Richtung kontinuierlich ab. Die Böschungsausbildung resultiert aus funktionalen Gründen - erforderliche Böschungsbreite bei 5 m Gesamthöhe der Bahntrasse über Straßenniveau sowie aus Sicherheitsaspekten ­ Mindestabstand von der Gleisachse im Durchschnitt von 6 m.

Im Übrigen siehe Ausführungen im Kapitel II. 3 Umweltbericht zum Thema Grünzug und sonstige Grünfestsetzungen.

II. 4. 16 Sonstige Begrünungsfestsetzungen

Bei Begrünungsmaßnahmen gemäß den textlichen Festsetzungen Nr. 9, 10, 11, 12 und 13 wird empfohlen, Arten der beigefügten Pflanzliste aus dem September 2006 zu verwenden.

Gestaltung und Begrünung von Stellplatzanlagen

Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes sind ebenerdige Stellplätze zulässig. Da Stellplatzanlagen erfahrungsgemäß zu einer Minderung der Qualität von Außenräumen führen, wenn sie nicht gestaltet sind, enthält dieser Bebauungsplan eine Regelung (textliche Festsetzung Nr. 11) zur Sicherung von Qualitätsmerkmalen.

Mit dem Anpflanzungsgebot von Laubbäumen bei ebenerdigen Stellplatzanlagen soll neben der Anrechenbarkeit für die Eingriffsbilanzierung erreicht werden, dass ansprechend gestaltete und gegliederte Außen- und Stellplatzanlagen entstehen. Laubbäume als Schattenspender im Sommer tragen zudem zur Aufenthaltsqualität von Freiflächen bei.

Baumpflanzungen

In den Kerngebieten und im Gewerbegebiet ist pro 500 m² Grundstücksfläche mindestens ein Laubbaum zu pflanzen (textliche Festsetzung Nr.12). Dabei sind bei der Ermittlung der Zahl der zu pflanzenden Bäume die vorhandenen Bäume sowie die in der Abfolge von vier Stellplätzen zu pflanzenden Laubbäume einzurechnen (textliche Festsetzung Nr. 11). Mit dieser Festsetzung wird ein bestimmter Vegetationsanteil auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen gesichert. Neben der Bedeutung für die Biotopentwicklung und das Landschaftsbild wirken sich die Baumpflanzungen positiv auf den Wasserhaushalt und das Lokalklima aus. Mit der Maßnahme können Eingriffe in Natur und Landschaft gemindert werden. Die Festsetzung erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung notwendiger Ersatzpflanzungen für die Fällung von Bäumen, die nach Baumschutzverordnung geschützt sind. Da diese insbesondere im Kerngebiet erheblich sein können (Fällung der vorhandenen Pappelreihen), wird durch die Festsetzung eines Mindeststammumfanges von 20-25 cm auch eine bestimmte Qualität der Pflanzungen vorgeschrieben, damit die Ersatzpflanzungen vorrangig im Plangebiet untergebracht werden können. In der Abwägung hält der Plangeber mit dieser Festschreibung des Stammumfanges den Ausgleich für den Gehölzwertverlust für angemessen. Es ist auch in die Abwägung einzustellen, dass die Anwachsbedingungen bei zunehmendem Stammumfang schwieriger werden.

Vorhandene Bäume sind auf die Zahl der zu pflanzenden Bäume anzurechnen. Abhängig vom künftigen Grundstückszuschnitt kann es möglich sein, dass die vorhandenen Bäume ausreichend sind. Die Festsetzung ist ­ wie die folgende auch ­ ein ökologischer Standard innerhalb der Entwicklungsmaßnahme.

Dachbegrünung

Als weitere Ausgleichsmaßnahme wird ­ entsprechend der im gesamten Entwicklungsbereich umzusetzenden „ökologischen Standards" ­ eine extensive, d.h. nicht begehbare und nicht der Erholung dienende Dachbegrünung festgesetzt (textliche Festsetzung Nr. 9).

Die Bepflanzungen sind zu erhalten. Abgesehen von dem Biotopwert sorgt die Dachbegrünung für eine Abflussverzögerung und eine stärkere Bindung der Niederschläge im Raum. Ein Gründach hat beispielsweise den positiven Effekt, dass gegenüber einem Bitumendach nur 42 % der Strahlungsbilanz in Wärme umgewandelt wird. Bei einem Bitumendach werden hingegen 95 % der Strahlungsbilanz während des Sommers in Wärme umgewandelt.

Technische Einrichtungen und Beleuchtungsflächen sind von der Verpflichtung zur Begrünung ausgenommen. Es kann auf Grund von Erfahrungswerten davon ausgegangen werden, dass mindestens ein durchschnittlicher Anteil von 30 % begrünter Dachflächen erreicht werden kann.