Wohnungsbau

Teilziel d): Die Wohnsituation ist stabil.

Maßnahmen: Maßnahmen zur Zielerreichung sind Beratung, Vermittlung und Bereitstellung von Wohnraum bzw. Absicherung von Wohnraum oder betreutem Wohnen. Denkbar sind hier z. B. Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften.

Teilziel e): Ein nachhaltiges Schutzverhalten wird im persönlichen Lebensstil umgesetzt.

Maßnahmen:

Neben der Vermittlung von Wissen über HIV/Aids, STI und Hepatitiden stehen die Mobilisierung vorhandener Ressourcen und die Motivation zur Eigenverantwortung im Vordergrund. Die Projekte unterstützen die Betroffenen bei der Wiedererlangung der Fähigkeit, eigenständig und eigenverantwortlich zu handeln. Dies erfolgt durch einerseits durch die Bereitstellung von Informationen und andererseits durch die Beratung zu gesundheitlich-medizinischen Themen. Darüber hinaus wird im Rahmen der Verhältnisprävention Lobbyarbeit zur Verbesserung der gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen betrieben, um ein Umfeld herzustellen, in dem die Umsetzung des Schutzverhaltens auch möglich ist.

Teilziel f): Die Zielgruppen sind über den Einfluss des Konsums von legalen und illegalen Drogen auf das Infektionsrisiko aufgeklärt.

Maßnahmen:

In der Beratung werden die Ursachen und Risiken des Drogenkonsums erörtert, Angebote der Drogenhilfe vorgestellt und ggf. Betroffene an entsprechende Einrichtungen vermittelt. Das Präventionsmobil des Projekts Fixpunkt e.V. bietet z.B. Beratung und Information bezüglich Drogenkonsums und vermittelt betroffene Frauen z.

B. an den Frauentreff OLGA des Drogennotdienstes weiter.

Teilziel g): Die psychische Stabilität in den Zielgruppen bleibt durch entsprechende Angebote erhalten bzw. wird verbessert.

Maßnahmen:

Die Projekte bieten psychosoziale Beratung, Betreuung und Gruppenarbeit mit dem Ziel der Stärkung des Selbstwertgefühls der Betroffenen an und, sofern nötig, auch Krisenintervention.

Teilziel h): Die Zielgruppen sind hinreichend über HIV/STI-Diagnostikverfahren informiert.

Maßnahmen:

Vor und nach jeder Testdiagnostik finden Beratungsgespräche statt.

Teilziel i) Testangebote werden in den Zielgruppen entsprechend den Infektionsrisiken in Anspruch genommen.

Maßnahmen: Personen mit Infektionsrisiko werden ermutigt, ihren Infektionsstatus festzustellen und ggf. an Einrichtungen weitervermittelt, die Testangebote vorhalten. Für schwer erreichbare Zielgruppen werden von bestimmten Projekten niedrigschwellige, settingbezogene Testangebote vorgehalten. So bietet z. B. das Projekt Mann-O-Meter e.V. seit Mai 2007 zweimal monatlich in seinen Räumlichkeiten einen anonymen HIVAntikörperschnelltest für MSM an. Häufig suchen Angehörige dieser Zielgruppe nicht die bezirklichen Gesundheitsämter auf, um sich auf HIV testen zu lassen. Insofern werden ­ bedingt durch das „schwule Setting" und die kurze Wartezeit ­ auch Männer von dem Angebot erreicht, die sich vorher noch nicht haben testen lassen. Das niedrigschwellige Testangebot ist daher von Nutzen für die Primärprävention bei MSM.

Die hohe Inanspruchnahme des Angebots (2009: 421 durchgeführte Tests) spiegelt den Bedarf wider.

Teilziel j) Die Zielgruppen sind sexuell emanzipiert.

Maßnahmen:

Im Rahmen von persönlichen Gesprächen oder angeleiteten Gruppen wird eine positive Einstellung zur eigenen Sexualität und Stärkung der sexuellen Identität gefördert. Dies ist wichtig, weil sexuelle Emanzipation im Sinne sexueller Identität eine notwendige Voraussetzung für eine verantwortungsbewusst gelebte Sexualität darstellt. Bei der Zielgruppe der MSM spielt hier insbesondere Coming-out-Beratung eine bedeutende Rolle.

Stärkung der zielgruppenspezifischen Angebote durch verbindliche Kooperationen der Projekte im Handlungsfeld, mit angrenzenden Bereichen und mit den Institutionen in der Regelversorgung Teilziel a): Leistungen der Regelversorgung werden bei Bedarf in Anspruch genommen.

Maßnahmen:

Die Projekte betreiben Lobbyarbeit, um die Institutionen der Regelversorgung für die Probleme der Zielgruppen zu sensibilisieren und vermitteln Betroffene gezielt in entsprechende Angebote der Regelversorgung wie z. B. Sozialämter, Job-Center, Grundsicherungsämter etc.

Teilziel b) Die Kooperation der Projekte untereinander, mit angrenzenden Bereichen und den Institutionen in der Regelversorgung wird verstärkt.

Maßnahmen:

Die Vernetzung der Projekte untereinander und mit anderen Einrichtungen wird verstärkt (z. B. durch wechselseitige Schulungen für die in den Projekten Beschäftigten). Zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Kooperationspartnern werden verbindliche Vereinbarungen getroffen.

Teilziel c): Im Rahmen der Kooperation setzen die Projekte Impulse zur Weiterentwicklung der Regelversorgung.

Maßnahmen:

Unter Beteiligung der Betroffenen werden Impulse für die Anforderungen zur Weiterentwicklung der Regelversorgung an die entsprechenden Institutionen weitergegeben.

Verbesserung der gesundheitsbezogenen Chancengleichheit Teilziel a) Die Zielgruppen haben gleich(berechtigt)en Zugang zur sozialen, gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.

Maßnahmen:

Die Betroffenen werden zur Inanspruchnahme der entsprechenden Angebote beraten und vermittelt; sofern nötig, erfolgt eine medizinische Basisversorgung. Menschen ohne Aufenthaltsstatus erhalten einen besseren Zugang zu medizinischer Hilfe; der Senat wird die Einrichtung eines Fonds zur medizinischen Behandlung von Personen ohne Aufenthaltsstatus politisch unterstützen.

Teilziel b): Die Zielgruppen finden ein Umfeld vor, in dem Safer Sex und/oder Safer Use gefördert und verstärkt werden.

Maßnahmen:

Die Projekte motivieren die Zielgruppen zum Schutzverhalten und stellen Safer-Sexund/oder Safer-Use-Utensilien zur Verfügung.

Verstärkung der Prävention in Betriebsstätten, in denen sexuelle Begegnungen stattfinden und/oder sexuelle Dienstleistungen angeboten werden Teilziel a): In Betriebsstätten, in denen sexuelle Begegnungen stattfinden und/oder sexuelle Dienstleistungen angeboten werden, sind Standards zur Erreichung von Safer Settings etabliert.

Teilziel b): Die Betreiber verpflichten sich zum Konzept der Safer Settings.

Maßnahmen:

Für die Sicherstellung von Safer Settings in den Betriebsstätten werden Kooperationen mit den Betreibern geschlossen bzw. verstärkt. Die Kooperation soll in Vereinbarungen zwischen den Kooperationspartnern verbindlich geregelt werden. Den Betriebsstätten werden Infomaterialien zu HIV/Aids, STI und Hepatitiden sowie Safer-Sex-Utensilien zur Verfügung gestellt. Bei der Umsetzung der Standards werden die Betreiber z. B. durch Vermittlung von Kontakten zu Herstellern von Präventionsmaterialien unterstützt.

Teilziel c) Die Mitarbeiter(innen) in den Betriebsstätten sind für die Präventionsarbeit sensibilisiert.

Maßnahmen: