Universitäten im Vertragszeitraum kontinuierlich von 57 % auf 71 % erhöht

Die Fachhochschulen und künstlerischen Hochschulen verbleiben bezüglich der Studiendauer bei geringfügigen Schwankungen auf ihrem relativ günstigen Niveau (vgl. Grafik 8.2). Grafik 8. Das für den Hochschulvertragszeitraum im Rahmen des „Qualitätspaktes für die Lehre" vereinbarte Ziel von 70 % ist damit erreicht.

Die Humboldt-Universität zu Berlin liegt leicht über, die Freie Universität Berlin und die Technische Universität Berlin leicht unter dem Durchschnittswert. Die Schwankungen der Erfolgsquoten an den Fachhochschulen und den künstlerischen Hochschulen dürften auf statistische Effekte aus der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge sowie auf Veränderungen bei den Studienanfängerzahlen zurückzuführen sein.

Die Erfolgsquote misst die Zahl der Absolventen im Verhältnis zu den Studierenden in der Regelstudienzeit in der Jahrgangsstärke. Die Jahrgangsstärke ist die Durchschnittszahl der Studierenden in der Regelstudienzeit eines gesamten Studierendenjahrgangs.

Grafik 8. Im Bundesdurchschnitt liegt die Erfolgsquote bei 72,5 %, in vergleichbaren Bundesländern, wie z. B. Hamburg, bei nur 65,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Hochschulen auf einen Blick, 2010; S. 16: Betrachtet wird der Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die ihr Studium im Prüfungsjahr 2008 erfolgreich abgeschlossen haben, an den Studienanfängerinnen und -anfängern des Studienjahres 1999.

Bei der Berechnung wird sowohl der Studienfach- und Prüfungsgruppenwechsel, der Hochschulwechsel und auch die Abschlusswahrscheinlichkeit der im Berichtsjahr Noch-Studierenden berücksichtigt. Diese Art der Erhebung zeigt, wie effektiv deutsche Hochschulen bei gesamtvolkswirtschaftlicher Betrachtung in der Ausbildung ihrer Studierenden sind. Sie kann von den Ländern nicht übernommen werden, da entsprechende individuelle Studienverlaufsdaten durch die statistischen Landesämter nicht erhoben werden dürfen.

9. Weiterbildung

Die Hochschulen haben sich im Vertragszeitraum mit unterschiedlicher Zielrichtung dem Themenbereich Weiterbildung gewidmet. Neben der Ausgestaltung von weiterbildenden Masterstudiengängen wurden Zertifikatsangebote ausgearbeitet. Davon zu unterscheiden sind berufsbegleitende Studienangebote, die sich auch an die Zielgruppe von Studienbewerberinnen und -bewerbern ohne formale Hochschulzugangsberechtigung, aber mit einschlägiger beruflicher Qualifikation wenden. Einzig die Humboldt-Universität zu Berlin berichtet über mangelnde interne Durchsetzungsfähigkeit von weiterbildenden, kostenpflichtigen Studienangeboten und die entsprechend schleppende Entwicklung an dieser Stelle.

Im Rahmen der aktuellen Berichterstattung ist insbesondere auf die folgenden Angebote hinzuweisen:

Die Technische Universität Berlin hat die Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung im Berichtszeitraum qualifiziert ausgebaut, wobei sie auch großen Wert auf interne Angebote für Beschäftigte der Hochschule legt.

Die Freie Universität Berlin hat im Berichtsjahr zwei neue weiterbildende Masterstudiengänge eingerichtet. Die Einnahmen aus Weiterbildungsangeboten wurden erneut gesteigert. Die Entwicklung der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) findet in diesem Zusammenhang keine Erwähnung, da sie von der Freien Universität Berlin als rechtlich selbständige Einheit betrieben wird.

Auf der Basis eines im Dezember 2006 beschlossenen Konzeptes für die Etablierung von postgradualen und weiterbildenden Masterprogrammen hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in 2008 das Berliner Institut für Akademische Weiterbildung gegründet. Die Beuth-Hochschule für Technik Berlin hat das Fernstudieninstitut im Vertragszeitraum organisatorisch und personell restrukturiert und es dadurch zu einem auch wirtschaftlich erfolgreichen Anbieter von Fernstudien-, Präsenz­ und Onlinekursen entwickelt. Auch das Weiterbildungsprogramm des Zentrums für Weiterbildung der „Alice-Salomon"- Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin kann eine steigende Nachfrage und steigende Teilnehmerzahlen feststellen. Das Programm wurde in den letzten Jahren auf der Basis von fortlaufenden Evaluationen, Analysen und Berufsfeldforschungsprojekten gestrafft und das Profil geschärft.

Die Zusammenführung zweier Hochschulen zur Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin hat dazu geführt, dass an dieser Hochschule die vorhandenen Weiterbildungsinstitute mit unterschiedlicher Profilierung ausgebaut werden konnten: das „Institute of Management Berlin" als Träger postgradualer Weiterbildung mit dem Schwerpunkt Präsenzstudien und das Fernstudieninstitut. Ein Teil der Angebote wird in englischer Sprache durchgeführt.

Im Vertragszeitraum hat das Zentralinstitut für Weiterbildung an der Universität der Künste Berlin seine Arbeit aufgenommen. Es soll diesen Bereich für alle künstlerischen Hochschulen koordinieren, die bestehenden Kurse und Studiengänge nachfragegerecht erweitern und die Absolventinnen und Absolventen in den beruflichen Einstieg begleiten.

2009 erfreuten sich seine Angebote überregionalen Zuspruchs, seine Einnahmen stiegen auf 1,1 Mio..