Fachhochschule

Die Universitäten konnten ihre Einnahmen aus Weiterbildung im gesamten Vertragszeitraum verdoppeln, und auch die Fachhochschulen verzeichneten eine deutliche Steigerung (vgl. Grafik 9.1). Grafik 9.1: Einnahmen aus Weiterbildung der Berliner Hochschulen (in Mio. Die Einstein-Stiftung Berlin, die seit der Konstituierung der wissenschaftlichen Kommission im März 2010 voll arbeitsfähig ist, wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Die Einwerbung von Drittmitteln durch die Berliner Universitäten wurde auch im Jahr 2009 durch Mittel des Landes Berlin im Rahmen der Forschungsoffensive des Masterplans maßgeblich unterstützt. Neben der Bereitstellung des Sitzlandanteils in Höhe von 13,5 Mio. für 2009 für die in der Exzellenzinitiative bewilligten vier Exzellenzcluster, sieben Graduiertenschulen und das Zukunftskonzept der Freien Universität Berlin, erhielten auch diejenigen Projekte eine Unterstützung in Höhe von insgesamt rund 1 Mio. in den Jahren 2008 und 2009, die in der Exzellenzinitiative knapp mit ihren Anträgen gescheitert waren. Ziel der Förderung war u. a., die Initiativen so weiterzuentwickeln, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Drittmitteleinwerbung geschaffen werden.

Darüber hinaus werden die Universitäten auch bei Vorbereitung der Antragsskizzen und Anträge im Rahmen der Fortsetzung der Exzellenzinitiative unterstützt. Dafür wurden in 2009/2010 aus Masterplanmitteln für die Freie Universität Berlin 3,97 Mio. die Humboldt-Universität zu Berlin 3,67 Mio. und die Technische Universität Berlin 1,95 Mio. bereitgestellt.

Nachfolgende Angaben beziehen sich wie in den Vorjahren ausschließlich auf die Universitäten ohne Charite ­ Universitätsmedizin:

Im Berichtsjahr 2009 ist für die Berliner Universitäten wiederum eine gegenüber 2008 beachtliche Steigerungsrate der Forschungsleistung festzustellen. Sie verausgabten insgesamt Drittmittel in Höhe von 281,4 Mio. und können damit - bezogen auf das Volumen des Vorjahres 2008 in Höhe von 231,5 Mio. - auf eine Steigerungsrate von rd. 21,5 % verweisen. Bedingt durch ihr Fächerspektrum ist die Technische Universität Berlin die drittmittelstärkste Universität in Berlin.

Die durchschnittlichen Drittmittelausgaben pro Professorin und Professor sind im Berichtsjahr ebenfalls um 21 % auf 306 T angestiegen. Auch hier ist es wieder die Technische Universität Berlin, die mit 365 T die höchsten Drittmittelausgaben pro Professorin und Professor vorweisen kann und damit nach wie vor ihre Position als Spitzenreiterin verteidigt. Ihr folgt die Freie Universität Berlin mit Drittmittelausgaben pro Professorin und Professor in Höhe von 293 T, die einer Steigerungsrate gegenüber 2008 von 18 % entsprechen. Die Humboldt-Universität zu Berlin verzeichnet Drittmittelausgaben pro Professorin und Professor von 261 T. Das bedeutet eine Steigerung um 19 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Die Drittmittelausgaben der Berliner Universitäten insgesamt haben sich während des gesamten Vertragszeitraums rasant entwickelt. Dies gilt sowohl für ihre absolute Höhe, die im Zeitraum der letzten vier Jahre um mehr als 70 % gestiegen ist, als auch für die Drittmittelausgaben pro besetzter Professur, die sich in diesem Zeitraum um mehr als 80 % erhöht haben (vgl. Grafik 10.1). Grafik 10.

Grafik 10. in %

Die Leistungsfähigkeit der Berliner Hochschulforschung sowie der Vernetzungsgrad untereinander als auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen spiegeln sich auch in den 18 Sonderforschungsbereichen wider, deren Sprecherfunktion bei einer der drei Berliner Universitäten liegt. Außerdem sind die Berliner Universitäten an drei Sonderforschungsbereichen/Transregios beteiligt, deren Sprecherfunktion von Hochschulen anderer Bundesländer wahrgenommen wird.

Nach dem DFG-Ranking 2009 gehören alle drei Berliner Universitäten zu den 40 Hochschulen in Deutschland mit dem höchsten DFG-Bewilligungsvolumen, wobei die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin in den Geistes- und Sozialwissenschaften auf die höchsten DFG-Bewilligungssummen aller bundesdeutschen Hochschulen verweisen können (vgl. Kapitel 15).