In den fächergruppenspezifischen Rankings schneiden die Sozial und die Geisteswissenschaften besonders gut ab

15. Leistungen der Hochschulen im Blick von außen

Im internationalen Vergleich hat im Berichtszeitraum insbesondere die hohe Reputation der Freien Universität Berlin als Forschungsuniversität weiter zugenommen:

Im renommierten World-University-Ranking des „Times Higher Education Supplement" (THES) für das Jahr 2009 gehört die Freie Universität Berlin erstmals zur Gruppe der 100 besten Universitäten weltweit und belegt Rang 94. Von den deutschen Universitäten wird sie noch vor der Ludwig-Maximilians-Universität München als dritte im Gesamtranking geführt. Sie ist damit in der Gesamtbewertung im Vergleich zum Vorjahr um 43 Positionen vorgerückt und konnte sich im Hochschulvertragszeitraum um 55 Rangplätze verbessern.

In den fächergruppenspezifischen Rankings schneiden die Sozial- und die Geisteswissenschaften besonders gut ab. Als jeweils beste deutsche Universität erzielten die Geisteswissenschaften Rang 27 und die Sozialwissenschaften Rang 47. Beide Fächergruppen zeigen im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich steigende Tendenz.

In den Naturwissenschaften hält die Freie Universität Berlin den 3. Platz unter den deutschen Universitäten (Rang 77).

Die Humboldt-Universität zu Berlin rückt in der Gesamtbewertung des THES-Ranking auf Platz 146. Sie ist im Vergleich zu ihrer Spitzenposition im Jahr 2006 (Rang 105) deutlich zurückgefallen. Von den deutschen Universitäten wird sie als sechste im Gesamtranking geführt. Im der Fächergruppenbewertung sind in den Sozial- und Geisteswissenschaften ebenso steigende Tendenzen zu beobachten: Sozialwissenschaften von Rang 91 auf 61, Geisteswissenschaften von Rang 50 auf 39.

In den Naturwissenschaften fällt die Humboldt-Universität zu Berlin weiter hinter die Spitzengruppe zurück von Rang 107 auf Rang 121.

Die Technische Universität Berlin konnte sich im Jahr 2009 im Gesamtranking des THES-Ranking nicht mehr unter den 200 weltbesten Universitäten platzieren; ebenso im einschlägigen weltweiten „Academic Ranking of World Universities" der Shanghai Jiao Tong University. In der Gesamtbewertung des THES wird die Technische Universität München als beste deutsche Universität noch vor der Universität Heidelberg geführt; in der Fächergruppenbewertung ist sie von den technischen Universitäten weltweit einzige deutsche Spitzenuniversität.

Im nationalen Vergleich sind die Ergebnisse des Förder-Ranking 2009 der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervorzuheben.

Alle drei Berliner Universitäten gehören zu den 40 Hochschulen mit dem höchsten DFG-Bewilligungsvolumen im Berichtszeitraum 2005 bis 2007. Die Veränderung in der Platzbelegung gegenüber den vergangenen Rankings gibt die folgende Übersicht: Tabelle 15.), die Ludwig-Maximilians-Universität München (Platz 2: 249 Mio.) und die Universität Heidelberg (Platz 3: 215,4 Mio.) und die Technische Universität München (Platz 4: 200,4 Mio.) die höchsten Bewilligungen eingeworben.

Abgestellt auf die absoluten DFG-Fördervolumina entsteht für die drei Berliner Universitäten folgendes Bild: Tabelle 15. Erst mit den Ergebnissen der Exzellenzinitiative, insbesondere der 3. Säule, ist die Freie Universität Berlin erfolgreicher.

Wird das eingeworbene Drittmittelvolumen (ohne 3. Säule Exzellenzinitiative) ins Verhältnis zur Anzahl der Professorinnen und Professoren an der jeweiligen Universität gesetzt, dann entsteht folgendes Bild:

Im Vergleich zu 2006 wird die außerordentliche Steigerung deutlich. Die Freie Universität Berlin ist inzwischen erfolgreicher als die Ludwig-Maximilians-Universität München.

(Zum Vergleich: Ludwig-Maximilians-Universität München 304 T / Prof., Ranking 2006: 185 T / Prof.)

Im DFG-Ranking verschiebt sich die Reihenfolge der Universitäten, wenn die 3. Säule der Exzellenzinitiative unberücksichtigt bleibt: eine Bewilligung für ein Zukunftskonzept mit ca. 40 Mio. für einen Dreijahreszeitraum bestimmt maßgeblich die Reihenfolge der 10 DFG-bewilligungsstärksten Universitäten. Zwar blieben die drei ersten Plätze (Aachen, Ludwig-Maximilians-Universität München, Heidelberg) unverändert, die Freie Universität Berlin würde dann aber Platz 4, die Humboldt-Universität zu Berlin Platz 7 erreichen. Die jetzigen Exzellenzuniversitäten Freiburg, Karlsruhe, Göttingen würden hinter den beiden Berliner Universitäten liegen, jetzt liegen sie vor der Humboldt-Universität zu Berlin). DFG-Bewilligungsvolumen 2005 bis 2007 nach Wissenschaftsbereichen

Gemäß Förder-Ranking 2009 der Deutschen Forschungsgemeinschaft stellt sich das vergebene Bewilligungsvolumen wie folgt dar: Geistes- und Sozialwissenschaften: Im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften liegen Freie Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin mit Blick auf das absolute Bewilligungsvolumen auf den Plätzen 1 (67,6 Mio.) und 2 (45,9 Mio.), gefolgt von den Unis Münster (41,7 Mio.), Konstanz (40,0 Mio.) und Heidelberg (39,5 Mio.).

Damit wird das Ergebnis der Exzellenzinitiative für die beiden Berliner Universitäten in den Geistes- und Sozialwissenschaften bestätigt.

Bei Unterscheidung in Fachgebiete ist festzustellen, dass die Freie Universität Berlin besonders stark in den Geisteswissenschaften ist, während die Humboldt-Universität zu Berlin im Fachgebiet Sozial- und Verhaltenswissenschaften die Freie Universität Berlin vom Platz 1 verdrängt.

Lebenswissenschaften: In diesem Wissenschaftsbereich liegt die Humboldt-Universität zu Berlin (71,9 Mio.) auf Platz 5, nach der Ludwig-Maximilians-Universität München (Platz 1: 112,8 Mio.), Heidelberg (Platz 2: 89,5 Mio.), Freiburg (Platz 3: 81,3 Mio.) und Würzburg (Platz 4: 76,8 Mio.). Die Freie Universität Berlin (66,0 Mio.) liegt auf Platz 8.