Fachhochschule

Naturwissenschaften: In diesem Wissenschaftsbereich liegt die Freie Universität Berlin auf Platz 7 (37,1 Mio.) nach der Ludwig-Maximilians-Universität München (Platz 1: 58,3 Mio.), Bonn (Platz 2: 57,9 Mio.), Hamburg (Platz 3: 49,6 Mio.), der Technischen Universität München (Platz 4: 48,7 Mio.), Mainz (Platz 5: 44,5 Mio.) und Heidelberg (Platz 6: 39,0 Mio.). Die Technische Universität Berlin nimmt mit 31,3 Mio. Platz 14, die Humboldt-Universität zu Berlin mit 31,0 Mio. Platz 15 ein.

Im Hinblick auf die Fachgebiete gehört die Freie Universität Berlin in der Mathematik und den Geowissenschaften, die Humboldt-Universität zu Berlin in der Mathematik und die Technische Universität Berlin in der Chemie und der Mathematik zu den 10 DFG-drittmittelstärksten Universitäten. In der Mathematik hat der Standort Berlin damit deutschlandweit die höchsten DFG-Drittmittel einwerben können (26,3 Mio.), gefolgt von der Universität Bonn (21,7 Mio.). Ingenieurwissenschaften: In den Ingenieurwissenschaften liegt die Technische Universität Berlin auf Platz 11 (35,3 Mio.), die Humboldt-Universität zu Berlin auf Platz 40 (4,5 Mio.), die Freie Universität Berlin ist nicht unter den ersten 40 Hochschulen mit den höchsten Bewilligungsvolumen in diesem Bereich.

Den absoluten Spitzenplatz nimmt Aachen ein (155,7 Mio.), gefolgt von Darmstadt (Platz 2: 70,7 Mio.) und Karlsruhe (Platz 3: 67,6 Mio.).

Beim lehrbezogenen CHE-Ranking 2009 blieb das Urteil der Studierenden auch in diesem Berichtszeitraum an allen drei Universitäten tendenziell eher kritisch.

Eine Verbesserung der Befragungsergebnisse zu Studiensituation und Betreuung zeichnet sich vor allem an der Freien Universität Berlin in den Fächern Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Geschichte, Jura, Psychologie und Pharmazie ab. An der Humboldt-Universität zu Berlin in einzelnen Fächern wie in der Geschichte, Psychologie und Geographie. Die von den drei Universitäten in der Mathematik und den Naturwissenschaften eingeworbenen Forschungszentren und Exzellenzcluster schlagen sich nicht in einer Verbesserung der Studiensituation nieder. Kritisch zu hinterfragen sind die durchgängig negativen Befragungsergebnisse zur Studiensituation, Betreuung und Laborausstattung im Maschinenbau und in der Architektur an der Technischen Universität Berlin.

Die Berliner Fachhochschulen erhielten im aktuellen CHE-Ranking 2009 differenzierte Bewertungen. Die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin schneiden durchgängig deutlich besser ab, als die der Technischen Universität Berlin. Die Beuth-Hochschule für Technik Berlin weist indes anhand der Befragungsergebnisse bundesweit die schlechteste Studiensituation, Betreuung und Laborausstattung im Maschinenbau und im Bauingenieurwesen auf.

Belegt wird die Forschungsstärke der „Alice-Salomon"-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin in den Fächern Soziale Arbeit und Pflegewissenschaft.

Bei der Interpretation der Ergebnisse dieser Rankings müssen die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Hochschulen berücksichtigt werden. Auch ist die Repräsentativität der Befragungsergebnisse umstritten.

16. Ergebnisse der Hochschulen im Rahmen der leistungsbezogenen Mittelbemessung (LBM)

Das in den Hochschulverträgen für den Zeitraum 2006 bis 2009 verankerte System der leistungsbezogenen Mittelbemessung wird letztmalig für die Leistungen des Jahres 2009 und die Ermittlung der Zuschüsse 2011 angewendet. Bei der im Berichtsjahr 2009 vorgelegten Rechnung handelt es sich um den vorletzten Durchlauf, der sich auf der Basis der Daten des Jahres 2008 auf die Zuschüsse 2010 auswirkt.

Im Berichtszeitraum hat die Fusion der ehemaligen Fachhochschule für Wirtschaft Berlin mit der ehemaligen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin zu einer Neugewichtung innerhalb der Fächergruppen der vier Fachhochschulen geführt.

An den künstlerischen Hochschulen wurde analog den Rechenverfahren der Fachhochschulen die Gewichtung nach Einlagenhöhe und jeweiligem Anteil an der Summe der Leistungswerte der Vergleichshochschulen angepasst.

Rechnungswirksam für den Zuschuss 2010 sind insgesamt rund 200 Mio. der leistungsbezogenen Mittelbemessung unterworfen worden (Unis: rund 150 Mio., FHS: rd. 33 Mio. und KHS: rund 17 Mio.). Davon entfielen hochschulartenübergreifend auf den Bereich Lehre rund 115 Mio., auf den Bereich Forschung rund 75 Mio. und auf den Bereich Gleichstellung rund 10 Mio..

Die von den Hochschulen gemäß Anlage 2 Hochschulvertrag vorgelegten Berechnungen führen zu nachfolgenden Ergebnissen. Eine Zeitreihe über die Ergebnisse seit Einführung der leistungsbezogenen Mittelbemessung ist im tabellarischen Anhang beigefügt. vertragsgemäß von den FHS mit der HIS GmbH erarbeitete Berechnung;

An den künstlerischen Hochschulen gibt es spürbarere Umverteilungswirkungen für die kleineren Vergleichshochschulen.

Bei den Universitäten erzielt die Freie Universität Berlin mit 1.427 T den bisher höchsten Gewinn seit Einführung der LBMV und verbessert ihr Vorjahresergebnis (395 T). Die Humboldt-Universität zu Berlin setzt ihren ab 2007 eingetretenen Wechsel in die Gewinnzone mit 252 T fort; der Vorsprung vom Vorjahr (601 T) wird indes nicht wieder erreicht. Die Technische Universität Berlin hat ihre anhaltende Verlustsituation auch in diesem Berichtszeitraum nicht minimieren können und weist mit ­ 1.679 T das bisher schlechteste Ergebnis seit Einführung der LBMV aus (Vorjahr: ­ 996 T).