Nachhaltigkeit

Tabelle 16. an den Universitäten maximal -1 % bis maximal 0,8% des Haushaltsvolumens auf der Basis des bereinigten konsumtiven Zuschusses;

· an den Fachhochschulen maximal -1,2 % bis maximal 2,8 % des bereinigten konsumtiven Zuschusses;

· an den Künstlerischen Hochschulen maximal - 2,2 % bis maximal 2 % des Haushaltsvolumens.

Die Umverteilungseffekte sind damit trotz Erhöhung des leistungsbezogen zu vergebenden Budgetanteils von 5 % im Jahr 2002 auf 30 % ab dem Jahr 2008 sehr gering.

Nachfolgende Grafik stellt die Umverteilungseffekte nach Gewinn- und Verlustsituation am Beispiel der Universitäten für den gesamten Zeitraum 2002 bis 2010 dar:

Grafik 16. Aufgrund der Tatsache, dass sich Gewinne und Verluste innerhalb der jeweiligen Hochschulart ausgleichen müssen, haben Hochschulen in Abhängigkeit von der Entwicklung an den anderen Hochschulen unter Umständen selbst bei Leistungssteigerungen Zuschussminderungen hinzunehmen.

17. Gesamtschau zur Vertragserfüllung 2006 ­ 2009 durch die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

In der Rückschau auf den Vertragszeitraum 2006 bis 2009 kann aus Sicht der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung eine positive Bilanz gezogen werden. Alle Hochschulen haben ihre vertraglichen Verpflichtungen im Wesentlichen erfüllt und dabei in einigen Bereichen bemerkenswerte Leistungssteigerungen erzielt. Hervorzuheben ist, dass die Hochschulen gleichzeitig einen beachtlichen Konsolidierungsbeitrag zugunsten des Landeshaushalts erbracht haben.

Durch den Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft" sind jedoch ab dem Jahr 2008 zusätzliche Finanzmittel an die Hochschulen geflossen, die zusätzliche Initiativen sowohl in der Ausbildung als auch der Forschung ermöglicht haben.

Die in dem Anstieg der Anzahl von Studienanfängern im 1. Hochschulsemester von 20.318 im Jahre 2006 auf 26.326 im Jahre 2009 sowie in der rasanten Entwicklung der Drittmittelausgaben der Berliner Universitäten von 170 Mio. im Jahre 2006 auf 281 Mio. im Jahre 2009 messbaren Erfolge zeigen, dass die Maßnahmen des Landes greifen.

Die erste Hälfte des Berichtszeitraumes stand im Zeichen der zentralen wissenschaftspolitischen Ereignisse des Jahres 2007 ­ der zweiten Runde der Exzellenzinitiative und des zwischen den Regierungschefs von Bund und Ländern abgeschlossenen „Hochschulpakts 2020", in dem die Schaffung zusätzlicher Studiermöglichkeiten für erste Hochschulsemester und die Einführung einer Programmpauschale in Höhe von 20 % für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhaben vereinbart wurde.

In der Exzellenzinitiative waren die Berliner Universitäten sehr erfolgreich. In beiden Runden des Wettbewerbs zusammengenommen haben sie vier Exzellenzcluster und sieben Graduiertenschulen eingeworben. Dabei spielen die Geistes- und Sozialwissenschaften mit zwei Exzellenzclustern und vier Graduiertenschulen im überregionalen Vergleich eine besondere Rolle: Mehr als ein Drittel der Gesamtmittel der Exzellenzinitiative im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften gehen an Berliner Universitäten.

Ein weiterer herausragender Erfolg war der Zuschlag, den die Freie Universität Berlin für ihr Zukunftskonzept erhalten hat. Sie ist damit in die Lage versetzt, ihre Vorstellungen einer exzellenten Universität mit entsprechender finanzieller Unterstützung zu realisieren.

In der nächsten Antragsrunde wird es darauf ankommen, die Nachhaltigkeit der eingeleiteten Maßnahmen zu sichern sowie die Zusammenarbeit der Berliner Universitäten und die Schwerpunktthemen der Forschungsregion Berlin-Brandenburg noch stärker zur Geltung zu bringen.

Insgesamt konnten die Wissenschaftseinrichtungen des Landes Berlin in den Jahren 2006 bis 2009 durch die Bund-Länder-Programme mehr als 355 Mio. zusätzlich verbuchen. Dies ist auch im Vergleich zu anderen Ländern eine außerordentlich positive Bilanz. Das Land Berlin verfolgt damit in herausragender Weise die beiden vorrangigen Ziele der Schaffung von Studienplätzen (Bildungschancen) und der Förderung exzellenter Wissenschaftsbereiche (Spitzenförderung).