Strategiekreis Auslandsaktivitäten

Im Strategiekreis Auslandsaktivitäten werden die Jahresplanungen der Senatsressorts und der weiteren Außenwirtschaftsakteure vorgestellt und aufeinander abgestimmt.

5. Die Messeförderung aller Senatsverwaltungen wird zusammengefasst veröffentlicht. Alle Senatsressorts, die eine direkte Unterstützung für Messeauftritte für Berliner Unternehmen zur Verfügung stellen, und solche, die eine Messeförderung im Rahmen von Standortmarketing organisieren, informieren die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen zu einem regelmäßigen Abfragetermin, mit dem Ziel der gemeinsamen Darstellung von Messeauftritten Berlins. Die Zusammenfassung wird durch Berlin Partner veröffentlicht.

6. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen wird beauftragt, gemeinsam mit Berlin Partner und der Industrie- und Handelskammer erstmals für 2011 einen Arbeitsplan zur Koordinierung von Aktivitäten zu erstellen. In der Folge sollen jährliche Abstimmungen über Maßnahmeplanungen stattfinden.

Die Maßnahmepläne führen zu einer stärkeren Profilierung der Akteure und einer klaren Definition von Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Durch die Arbeitspläne erhalten alle Akteure mehr Transparenz über geplante Aktivitäten und grenzen sich in ihrer Aufgabenerledigung gegenüber den anderen Institutionen ab.

Im Rahmen der Maßnahme stellen SenWTF und die Berliner Partnereinrichtungen der Außenwirtschaft sicher, dass neben der Ausrichtung auf die außenwirtschaftlichen Konzepte der Cluster auch außenwirtschaftlich wichtige Aktivitäten, die sich nicht auf die Cluster beziehen jedoch im Interesse des Landes sind, unterstützt werden.

Es erfolgt eine stärkere Koordination der Außenwirtschaftsaktivitäten und der Image Kampagne beBerlin. Die Abstimmung erfolgt innerhalb des unter 6. genannten Arbeitsplanes der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin Partner, beBerlin und der Industrie- und Handelskammer Berlin.

4.2 Außenwirtschaft in den Clustern und in der Berliner Industrie:

Strategische Bearbeitung in den Clustern:

Die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass insbesondere die Berliner Kompetenzfelder ein sehr dynamisches Wachstum verzeichnen. Berlin hat viele hochinnovative, junge KMU in den Clustern, die auch Unterstützung im Außenhandelsgeschäft benötigen.

Das Berliner Cluster Kommunikation / Medien / Kulturwirtschaft hat mit dem „Konzept für die Außenwirtschaftsförderung im Bereich der Berliner Kreativ- und Kulturwirtschaft bis 2013" einen ersten strategischen Rahmen für die Erschließung neuer Märkte für Berlins Kreativwirtschaft vorgelegt.

Bei der Erarbeitung der Masterpläne für die weiteren Cluster wurden verschiedene Ziele definiert, u. a. auch das Ziel der Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Auf diesem Ansatz baut die Außenwirtschaftsstrategie auf und geht den entscheidenden Schritt weiter. Die Internationalisierungsansätze, die in den Kompetenzfeldern bereits vorhanden sind, werden nun zu Außenwirtschaftskonzepten für das jeweilige Cluster weiterentwickelt.

Die konzeptionelle Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen ist Aufgabe der jeweiligen Clustermanagements.

Unterstützung bei der Umsetzung dieser Aufgabe wird durch SenWTF sichergestellt.

Dies erfolgt bereits im Rahmen der Umsetzung der Innovationsstrategie. Auch in Bezug auf Außenwirtschaftsaktivitäten hat es bereits Gespräche gegeben, die fortgesetzt werden. Eine regelmäßige Abstimmung von Aktivitäten erfolgt im Strategiekreis Auslandsaktivitäten.

Darüber hinaus soll über das Beratungsangebot der Berlin Partner GmbH sichergestellt werden, dass die Cluster - Managements Unterstützung bei der Entwicklung der Konzepte sowie deren Umsetzung erhalten.

Außenwirtschaft in der Berliner Industrie:

Das Verarbeitende Gewerbe ist der zentrale Wirtschaftszweig und Motor für die außenwirtschaftlichen Aktivitäten eines Standortes. Ausgehend von einem rasanten Strukturwandel zwischen 1991 und 2006 ist die Berliner Industrie heute grundlegend modernisiert und international wettbewerbsfähig. Die Industrie ist mit ihren zentralen Branchen Bestandteil der Cluster der Stadt. Die Unternehmen stellen somit einen wichtigen Anker und Impulsgeber für die Ausgestaltung der außenwirtschaftlichen Netzwerkstrategien dar.

Flankierend wurden im Masterplan Industrie Maßnahmen und Projekte zur Unterstützung des Außenhandels von Industrieunternehmen sowie zur Stärkung des Standortmarketings für die Industriestadt Berlin vereinbart.

Im Vordergrund stehen dabei die Verbesserung der Messepräsenz, der Auf ­ und Ausbau von Kontakten zu überregional ansässigen Unternehmen, die in Berlin Produktionsstätten bzw. Vertriebsvertretungen haben sowie die Vermarktung der Industriestandortes Berlin im Rahmen der beBerlin ­ Kampagne.

Evaluierung des Förderprogramms „Neue Märkte erschließen"

In den Jahren 2010/2011 ist die Evaluierung des Außenwirtschaftsförderprogramms „Neue Märkte erschließen" vorgesehen. Dabei sollen die geförderten Maßnahmen auf ihre Wirkung überprüft werden. Die Auswertung wird unter anderem der Frage nachgehen, ob sich das zweistufige Verfahren der Einzelförderung für Berliner Unternehmen bewährt hat und es muss geprüft werden, inwieweit die derzeitigen Verfahrensvorschriften bedarfsgerecht, praxisnah und effizient ausgestaltet sind.

Darüber hinaus muss das Programm an die neue strategische Ausrichtung angepasst werden.

Entwicklung neuer Förderangebote für Berliner KMU:

Europäische Union: Nutzung des transnationalen Rahmens für Berlin Kooperation und Außenhandel im Gebiet der EU haben für die Berliner Wirtschaft nach wie vor die größte Bedeutung und spielen deshalb eine besondere Rolle.

Innerhalb der EU-Kooperation legt SenWTF auch in Zukunft den Fokus auf die Etablierung guter Beziehungen zu den Nachbarstaaten in Mittel- und Osteuropa. Diese Politik folgt der Überlegung, dass die Kooperation mit den langjährigen EU-Mitgliedstaaten innerhalb des Binnenmarktes ein bewährtes Instrument darstellt, das einer besonderen politischen Unterstützung nicht mehr bedarf. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den neueren EU-Mitgliedstaaten ist dagegen bisher weniger fest verankert.

Mit der Oder-Partnerschaft hat die Hauptstadtregion eine strategische Kooperation mit dem EU-Nachbarn Polen begonnen. Die Kooperation ist auf einige branchenbezogene Themenschwerpunkte fokussiert. Im Rahmen der Strategieentwicklung für die Cluster wird zu prüfen sein, für welche weiteren Branchen ein Beginn oder eine Ausweitung von Aktivitäten mit Westpolen interessant sein könnten.

Verstärkt werden sollen die Beziehungen Berlins in der Ostseeregion. Berlin wird sich aktiv in die Ausgestaltung der jüngst von der Europäischen Kommission verabschiedeten Ostseeraum-Strategie einbringen und so von Nachbarmärkten einer Region profitieren, die in den vergangenen Jahren mit einem jährlichen BIP-Wachstum von über 5% europaweit eine besondere Dynamik aufwies.

In Ergänzung zur Förderung durch die Programme „Neue Märkte erschließen" und „Netzwerkbildung MOE" wird SenWTF mit BaSIC und JOSEFIN zwei neue Instrumente anbieten, die die Internationalisierungsfähigkeit mittelständischer Unternehmen stärken werden. Die im Rahmen der transnationalen Projektkonsortien entwickelten Beratungs-, Coaching- und Finanzierungsinstrumente für KMU haben das Potential, über den Zeitraum der INTERREG-Laufzeit hinaus einen konkreten Beitrag zur Stärkung des