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Abwertung - Devalvation

Abwertung, Devalvation (Gegensatz Aufwer­tung) — 1. Herabsetzung der Goldparität, d. h. Verminderung des Goldgehalts einer Währungseinheit infolge der relativen Änderung des äußeren Geldwertes im internationalen Austauschprozess (Währungsabwertung). Ursachen der Abwertung oder Devalvation können ein veränderter Preismaßstab im Geldsystem einer Volkswirtschaft sowie eine ungleichmäßige ökonomische Entwicklung zw. den Ländern sein. Im internationalen kapitalistischen Währungs­system (System von Bretton Woods) waren von 1945 bis Anfang der 70er Jahre derartige Paritätsänderungen ein systemimmanenter Bestandteil des sog. Währungsmechanismus. Da die Abwertung oder Devalvation den Ex­porteuren des seine Währung abwertenden Landes Konkurrenzvorteile auf den internationalen Mark­ten bringt, musste der Internationale Währungs­fonds (IWF) den Paritätsänderungen zustimmen. Seit Anfang der 70er Jahre sind an die Stelle von auf den Goldgehalt der Währungen bezogenen paritätischen Kursen die sog. Leitkurse der Währungen zum US-Dollar und abgeleitet der Währungen untereinander getreten, so dass die Abwertung (Devalvation) eine Herabsetzung des Leitkurses bedeutete. In den Abwertung - Devalvation wurden Instabilität und krisenhafte Ent­wicklung des internationalen kapitalistischen Währungssystems sichtbar. Mit der weiteren Ver­schärfung der kapitalistischen Währungskrise musste zur Freigabe der Wechselkurse (D Floating) übergegangen werden, so dass offizielle Abwertung der Währungen aus wirtschaftspolitischen Gründen der einzelnen Länder, ausgenommen innerhalb des sog. Währungsverbundes (BRD, Beneluxländer, Dänemark, Norwegen), vorgenommen werden. Aus einer sinkenden Kursentwicklung ergibt sich nunmehr als abwertende Kurstendenz eine in­direkte Abwertung für die entsprechende Währung.