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Äquivalenzziffernrechnung

ÄquivalenzziffernrechnungKalkulationsverfah­ren, bei dem die tatsächlich produzierten Mengen jedes Erzeugnisses mit Hilfe von Äquivalenz­ziffern in vergleichbare Verrechnungseinheiten umgerechnet werden. Die Kosten des technolo­gischen Prozesses werden durch die Gesamtzahl der Verrechnungseinheiten dividiert. Die Kosten für eine Verrechnungseinheit werden mit der Zahl der Verrechnungseinheiten der einzelnen Er­zeugnisse multipliziert und das Ergebnis durch die Zahl der tatsächlichen Erzeugniseinheiten divi­diert. Damit erhält man die Stückkosten für jede Erzeugnisart. Die Äquivalenzziffernrechnung ist eine Art Divisionskalku­lation. Man verwendet die Äquivalenzziffernrechnung, wenn verschiedene Produkte hergestellt werden, die im Prinzip den gleichen technologischen Fertigungsprozess durch laufen, sich aber z. B. durch die Verweilzeiten im Prozess, durch die Menge des Materialeinsatzes oder ähnliche Daten unterscheiden. Die Äquivalenzziffernrechnung ist vielseitig anwendbar, weil häufig die Kostenstellen nach dem technologischen Prozess gegliedert sind, so dass sich eine innere Verwandtschaft zw. den Produkten ergibt; die die Verwendung von Äquivalenzziffern gestattet. Oft wird das Material direkt für die Kostenträger erfasst. Dann brauchen nur die indirekten Kosten mit Äquivalenzziffern verrechnet zu werden. Die Genauigkeit der Äquivalenzziffernrechnung ist von der Genauigkeit der Äquivalenzziffern ab­hängig. Äquivalenzziffern müssen letztlich nach der Kostenverursachung gebildet werden. Sie brauchen nicht nur dimensionslose Verhältniszah­len darzustellen, sondern auch Maschinenstunden, Laufzeiten, Energieverbrauch u. a. können als Äquivalenzziffern ausgedrückt werden.