Aktienstreuung

AktienstreuungVerkauf ausgegebener Aktien an einen möglichst großen Kreis kleiner und mittlerer Aktionäre. Die Bez. Aktienstreuung ist eine Tarnung der bes. in großen Aktiengesellschaften stark wachsen­den Verfügungsgewalt der Finanzoligarchie. Im vormonopolistischen Kapitalismus und am Anfang des Imperialismus wurden Aktien vorwiegend an größere Geldkapitalisten, Banken, andere Unter­nehmer und Großaktionäre verkauft. Mit der Ausdehnung der Monopolunternehmen wird es für diese immer zweckmäßiger, möglichst viel Aktien, vor allem in Form von Klein- oder Volksaktien, an kleinbürgerliche Schichten und teilweise an Arbeiter und Angestellte zu verkaufen, die dann dem Namen nach „Aktionäre" sind, während die tatsächliche Verfügungsgewalt über die von ihnen aufgebrachten Gelder bei wenigen Großaktionä­ren, den Großbanken usw. liegt. Je größer die Aktienstreuung, desto niedriger ist der Prozentsatz des Anteils am Aktienkapital, mit dem die betreffende Ak­tiengesellschaft beherrscht werden kann. Aktie, Aktienkapital, Aktienkontrollpaket, Hauptaktionär.