Arbeitsaufwand

Arbeitsaufwand — das im Arbeitsprozess zur Pro­duktion eines bestimmten Gebrauchswerts bzw. einer Menge von Gebrauchswerten verbrauchte Arbeitsquantum. Man unterscheidet a) Arbeitsaufwand insges. und je Erzeugnis, b) individuellen und gesell­schaftlich notwendigen Arbeitsaufwand, c) direkten und vollen Arbeitsaufwand Zu a: Während der Arbeitsaufwand insges. mit der Pro­duktionsmenge wächst, verringert sich in der Regel gleichzeitig der Arbeitsaufwand je Erzeugnis, d. h. die Arbeitsproduktivität steigt. Das gilt insbes., wenn die.,

Erhöhung der Produktionsmenge durch wissen­schaftlich-technischen Fortschritt erfolgt. Zu b: Der individuelle Arbeitsaufwand ist der tatsächliche Aufwand des einzelnen Werktätigen oder eines Kollektivs zur Herstellung von Gebrauchswerten bzw. zur Verrichtung bestimmter Teilarbeiten dafür. Der gesellschaftlich notwendige Arbeitsaufwand ist der Verbrauch an Arbeit, der unter gesellschaftlich durchschnitt­lichen Produktionsbedingungen erforderlich ist; er ist Grundlage des Wertes. Zu c: Der direkte Arbeitsaufwand erfasst das neu zugesetzte Arbeitsquantum, die lebendige Arbeit. Der volle Arbeitsaufwand erfasst außer dem direkten Arbeitsaufwand auch den Verbrauch an vergegenständ­lichter Arbeit. Seine Veränderung wird von der Produktivitätsentwicklung aller Stufen der gesell­schaftlich geteilten Arbeit beeinflusst und ist aus der Verflechtungsbilanz erkennbar. Die Ver­ringerung des Arbeitsaufwands zielt letztlich auf die Verringe­rung des vollen Arbeitsaufwands. Deshalb gilt es, bei jedem Arbeitsprozess den direkten Arbeitsaufwand und den mengen­mäßigen Verbrauch an vergegenständlichter Arbeit vor allem durch sozialistische Rationalisierung ständig zu senken. Dabei haben technisch be­gründete Arbeitsnormen und Materialverbrauchsnormen eine wichtige Funktion. Ein Maß für die Verringerung des Arbeitsaufwands ist die Entwicklung der Selbstkosten. Für das sozialistische Preissystem sind die Relationen der Arbeitsaufwand der verschiedenen Erzeugnisse wesentliche Grundlage.