Arbeitscharakteristik

Arbeitscharakteristik — Beschreibung bzw. Fest­legung der wesentlichsten technologischen und arbeitsorganisatorischen Bedingungen, die das produktivste Arbeitsverfahren auf der Grundlage von Arbeitsstudien, Arbeitsgestaltung und Ar­beitsnormung kennzeichnen; Bestandteil technisch begründeter Arbeitsnormen und Zeitnormative. Grundaufbau der Arbeitscharakteristik: a) Festlegung des Arbeits­ganges oder der Arbeitsverrichtung im Rahmen des Arbeitsauftrages, darunter Bez. des Arbeitsganges oder der Arbeitsverrichtung, der Dimension, des Zustandes und der Eigenschaften des Arbeits­gegenstandes, der Fertigungsstückzahl (Losgröße) und der Anzahl der Arbeitskräfte; b) Abgrenzung und Ablauf der Arbeitsverrichtung, darunter An­fangs- und Endmesspunkte, Beschreibung des Arbeitsablaufes und der Arbeitsmethode; c) Gü­teansprüche an das Erzeugnis, darunter TGL, GOST, technische Vorschriften; d) Grund- und Hilfsmaterial, darunter Type, Güteansprüche an das Material, Eigenschaften, Dimensionen, Ge­wicht, weitere Angaben über den Zustand des Arbeitsgegenstandes u. ä.; e) Maschine, Vorrich­tungen und Werkzeuge, darunter Maschine (Vor­schub, Schnittgeschwindigkeit, Spantiefe usw.), Vorrichtungen, Werkzeuge, Meßzeuge; f) Arbeits­platz und Umweltbedingungen, darunter Anord­nung des Arbeitsplatzes und seiner Einrichtungen, Versorgung des Arbeitsplatzes einschl. Eigen­transport, anormale Umweltbedingungen, z. B. durch räumliche Behinderung, hohe Temperatur, Gase und Dämpfe, Staub und Schmutz, Lärm und Erschütterungen; g) Arbeitsschutz, darunter Ar­beitsschutzanordnungen, Dienstvorschriften; h) erforderliche Berufs- und Lohngruppe. Bei Ver­änderung der Arbeitsbedingungen oder Arbeits­verfahren ist die Arbeitscharakteristik zu berichtigen bzw. neu aus­zuarbeiten.