Arbeitsinstrumente

Arbeitsinstrumente — Gesamtheit der mecha­nischen Arbeitsmittel, auch als „Knochen- und Muskelsystem der Produktion" bezeich­net. Bei den Arbeitsinstrumenten, auch Produktionsinstrumente, handelt es sich um Maschinen, maschinelle Anlagen, Werkzeuge, Apparate und Vorrichtun­gen. Die entscheidende Rolle der Arbeitsinstrumente im Produktionsprozess resultiert daraus, dass sie dem Pro­duzenten zur kontinuierlichen, qualitätsgerechten und effektiven Bearbeitung des Arbeitsgegen­standes dienen, um materielle Güter zu erzeugen. Vom technischen Stand der Arbeitsinstrumente hängt in hohem Maße das Niveau und die Steigerung der Arbeits­produktivität ab. Nach dem Menschen als Hauptproduktivkraft sind die Arbeitsinstrumente das wichtigste Element der Produktivkräfte, sie bestimmen maßgeblich das Ausmaß der Einsparung von Arbeit, ermögli­chen eine Erleichterung der Arbeit und treiben die gesellschaftliche Arbeitsteilung voran. Das Niveau der Arbeitsinstrumente hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die umfassende technische Anwendung wissen­schaftlicher Erkenntnisse, insbes. über die Ein­führung von automatischen Maschinensystemen, wesentlich erhöht. In modernen Betrieben existie­ren die Arbeitsinstrumente heute z. B. als Transfertechniken und kommen in Gestalt numerisch. gesteuerter Werk­zeugmaschinen zur Anwendung, wodurch der gesamte Produktionsablauf wesentlich kontinuier­licher wird. Die weitere Entwicklung der Arbeitsinstrumente be­dingt den verstärkten Übergang zur komplexen Automatisierung sowie zur Vollautomatisierung einzelner Abschnitte, Abteilungen und ganzer Werke. Im weiteren Verlauf der wissenschaftlich- technischen Revolution wird der Charakter der Arbeitsinstrumente insges. vor allem geprägt durch die zunehmende Rolle der Technologie. Sowohl die Vervollkommnung als auch die Vergrößerung der Masse angewandter Arbeitsinstrumente je Arbeitskraft wird im Kapitalismus genutzt, um die Arbeitsintensität auf Kosten der Gesundheit des Arbeiters zu steigern, dessen Arbeitskraft vielfach nur auf die Fähigkeit zur Wahrnehmung entspezialisierter Funktionen in der Produktion zu reduzieren und ihn somit zu einem Anhängsel der Arbeitsinstrumente zu machen. Die modernen Arbeitsinstrumente vertiefen den gesellschaftlichen Charakter der Produktion und die Vergesellschaftung der Arbeit. Sie verlangen eine planmäßige Entwicklung der Produktions­tätigkeit im Maßstab der Volkswirtschaft. Die Intensivierung der gesellschaftlichen Produktion erfordert im Sozialismus die spezifische Auf­wandssenkung von Arbeitsinstrumente je Erzeugniseinheit. Auf dem Wege der sozialistischen Rationalisierung (D Rationalisierung, sozialistische) kommt es dabei bes. darauf an, Arbeitsplätze einzusparen, pro­gressive und persönlichkeitsfördernde Arbeits­inhalte (Arbeit, Inhalt der) zu schaffen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und eine hohe Kontinuität der Produktion zu sichern. — In den kapitalistischen Ländern vertieft sich mit der Entwicklung der Arbeitsinstrumente der Grundwiderspruch des Kapitalismus.