Arbeitsperiode

ArbeitsperiodeSumme zusammenhängender Arbeitstage oder -stunden, in denen Arbeits­gegenstände bis zur Fertigstellung des Produkts direkt der Einwirkung durch die Arbeit ausgesetzt sind. Die Arbeitsperiode umfasst einen Teil der Produktionszeit (Produktionsperiode) und ist stets kleiner als diese. Mit dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion wachsen Umfang und gegenseitige Abhängigkeit der Produktionsvorhaben. So ent­stehen Tendenzen zur Verlängerung der Arbeitsperiode Die Verkürzung der Arbeitsperiode ist ein wichtiges Mittel der Intensivierung der gesellschaftlichen Produktion und erfolgt über die Steigerung der Arbeitspro­duktivität, denn alle Umstände, die den einzelnen Arbeitstag produktiver gestalten, reduzieren auch die Arbeitsperiode. Bes. mit der Entwicklung der Wissenschaft zur unmittelbaren Produktivkraft wachsen die Möglichkeiten, die Arbeitsperiode durch wissenschaftliche Erkenntnisse wesentlich zu verkürzen. Im Ka­pitalismus wird auf diese Weise relativer Mehrwert erzielt und der Ausbeutungsgrad erhöht. Die sozialistische Gesellschaft erstrebt möglichst kurze Arbeitsperiode Erhöhte Umschlagsgeschwindigkeit der Fonds, sinkende Kosten, höhere Akkumula­tionskraft, sinkende Anlagenintensität und bessere Bedürfnisbefriedigung sind die Resultate einer Verkürzung der Arbeitsperiode. Die Arbeitsperiode weist in den verschie­denen Produktionszweigen beträchtliche Unter­schiede auf, was sowohl mit der Art der Er­zeugnisse als auch mit der Produktionstechnologie zusammenhängt. Die Veränderung der Arbeitsperiode für ein bestimmtes Erzeugnis ist Ausdruck für die Ver­änderung des Nutzeffektes der Arbeit.