Ausstattungsgrad der Haushalte

Ausstattungsgrad der Haushalte — Kennziffern zur Charakteristik des Bestandes an langlebigen tech­nischen Konsumgütern in privaten Haushalten verschiedener sozialökonomischer Gruppen der Bevölkerung bzw. der Bevölkerung insges. Der Ausstattungsgrad der Haushalte wird für ausgewählte Konsumgüter ermittelt und in der Regel für je 100 Haushalte berechnet. Der Ausstattungsgrad der Haushalte gibt somit Auskunft, wie viele Mengeneinheiten der betreffenden Ware sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Durchschnitt in 100 Haushalten be­finden. Die Ermittlung des Ausstattungsgrad der Haushalte für die Bevölkerung insges. erfolgt auf verschiedene Weise. Bei Per­sonenkraftwagen, Motorrädern, Motorrollern und Mopeds werden die bei der Volkspolizei an­gemeldeten Fahrzeuge zugrunde gelegt (ohne die Fahrzeuge, die gewerblich bzw. von Verwaltungen benutzt werden). Bei Fernsehempfänger und Rundfunkempfängern werden die bei der Deut­schen Post angemeldeten Geräte als Berechnungs­grundlage verwandt. Bei Kühlschränken und Waschmaschinen erfolgt die Ermittlung der Ge­samtbestände durch die Addition des jährlichen Inlandverbrauchs (Warenbereitstellung, Warenfonds), gegenwärtig noch ohne Berück­sichtigung des Verschleißes in den Haushalten. An der Ermittlung von Verschleißkoeffizienten wird gearbeitet. Der Ausstattungsgrad der Haushalte für einzelne Bevölkerungs­gruppen (Haushalte unterschiedlicher Größe, Einkommenshöhe und Zugehörigkeit zu so­zialökonomischen Gruppen) wird in mehrjährigen Abständen durch repräsentative Bevölkerungs­befragungen ermittelt.