Ballungsgebiet

Ballungsgebiet - Typ eines Wirtschaftsgebietes mit starker regionaler und lokaler Konzentration (Agglomeration) der materiellen Produktion, ins­bes. der Industrie und des Transportwesens und der Bevölkerung sowie mit einer hochgradigen Verstädterung. Für die Abgrenzung von Ballungsgebiet werden meist statistische Kriterien benutzt, u. a. die Be­völkerungsdichte, die Industriedichte und der In­dustrialisierungsgrad. In werden als Ballungsgebiet Kreise zusammengefasst, die mit einer durch­schnittlichen Bevölkerungsdichte von i. allg. mehr als 200 Ew./km2 in einem geschlossenen Gebiet an einen oder mehrere großstädtische Kerne an­grenzen. Innerhalb der Ballungsgebiet bilden die Großstädte einschl. ihrer unmittelbaren Stadtrandzone die Ballungs­kerne. Sie stellen die stärkste lokale Agglomera­tion (territoriale Konzentration) dar. Ziel der so­zialistischen Standortpolitik ist es, die Vorteile der Agglomeration umfassend zu nutzen und ihre Nachteile zu vermeiden. Letzteres kann durch Deglomeration, d. h. eine Auflockerung der Bal­lung erreicht werden. Die nichtgroßstädtisch geprägten Teile des Ballungsgebiet bilden das Ballungsfeld. Es weist relativ viel Industriestandorte von unter­schiedlicher Größe und Struktur auf. An der Pe­ripherie der Ballungsgebiet liegen Ballungsrandgebiete.