Bankbilanz

Bankbilanz — Form der Gegenüberstellung der Aktiva und Passiva einer Bank. — Im Sozialismus sind die Bankbilanz ein wichtiges Instrument der Kontrolle über die Erfüllung der Kreditpläne. Ihre Gliede­rung ist deshalb mit der Nomenklatur der Kredit­bilanzen und -pläne koordiniert. Kreditplanung. — Im Kapitalismus gelten zwar allg. die gleichen Vorschriften für die Aufstellung der Bankbilanz wie für die Bilanzen anderer kapitalistischer Industrie- und Handelsunternehmen, jedoch weicht die Bankbilanz in ihrer Gliederung von diesen erheblich ab: Auf der Aktiv­seite der Bankbilanz findet man neben dem Kassenbestand, den Guthaben bei der Zentralnotenbank, den Postscheckämtern sowie anderen Banken die von der Bank ausgereichten Kredite und in ihrem Besitz befindlichen Schecks, Wechsel, Schuld­scheine, Wertpapiere (= Forderungen der Bank). Die Grundstücke, Gebäude, Geschäfts- und Be­triebsausstattung stehen meist weit unter ihrem Wert (zum „Erinnerungswert") zu Buche. Auf der Passivseite sind neben Stammkapital, Rücklagen, Rückstellungen und Gewinn alle Verbindlichkeiten der Bank aus Einlagen der Kunden (Depositen und Spargelder) sowie aus aufgenommenen Darlehen enthalten, bei den Bankbilanz der Zentralnotenbank ferner die Emission von Banknoten. Im Kapitalismus können aus den Bankbilanz wichtige Schlüsse für die Entwicklung des Geld- und Kreditwesens gezogen werden (z. B. Kreditvolumen, Deckung der Bar­geldemission, Auswirkungen der Diskont-, Offen- markt- und Mindestreservenpolitik).