Bauzeit

Bauzeit — in Tagen ausgedrückte Zeitdauer, die zur Produktion funktionsfähiger Gebäude und bauli­cher Anlagen benötigt wird. Sie kann für Teil­objekte, Objekte, Teilvorhaben, Investitionsvor­haben und Investitionskomplexe angegeben wer­den. Die Bauzeit beginnt mit den Bauarbeiten auf der Baustelle und endet mit der Übergabe an den Investitionsauftraggeber, d. h. sie umfasst die Zeit für die Baustelleneinrichtung, die Bauproduktion und die Montage der Ausrüstungen. Die Verkür­zung der B, ist eine volkswirtschaftliche Aufgabe von entscheidender Bedeutung. Sie ist ein wichtiges Kriterium des Nutzeffekts der Investitionen. Auf die Bauzeit einwirkende Faktoren sind: Bau­weise, Konstruktion, Grad der Vorfertigung, Fertigungsprinzip, Fertigungstechnik, Maschi­nen- und Arbeitskräfteeinsatz, Schichtregime, Dauer und Anzahl der natürlichen Prozesse (Produktionszeit), Qualität der Projektierung und Bauvorbereitung, ökonomische Stimulierung des Auftragnehmers. Bauzeitnormen orientie­ren auf eine optimale Bauzeit Die wirtschaftliche bzw. optimale Bauzeit ist die günstigste Zeitdauer für die Errichtung von Bauwerken. Als betriebliche wirt­schaftliche Bauzeit wird jene bez., bei der auf der Grundlage der Ausnutzung der für das Bauvorha­ben erforderlichen Kapazität des Baubetriebes die geringsten Kosten entstehen. Ihre weitere Ver­kürzung (wie ihre Verlängerung) führt zu einer Kostenerhöhung im Baubetrieb. Die durch weitere Verkürzung hervorgerufene Kostenerhöhung kann jedoch durch das im Zeitraum der früheren In­betriebnahme erwirtschaftete Reineinkommen kompensiert werden. Diejenige Bauzeit, bei der die Kosten abzüglich des zusätzlich erwirtschafteten Reineinkommens am niedrigsten sind, wird als volkswirtschaftlich optimale Bauzeit bezeichnet.