Bedarfsfunktion

BedarfsfunktionDarstellung des stochastischen Zusammenhangs zw. dem Bedarf der Bevölkerung nach Waren und Leistungen und seinen wesent­lichen Bedarfsfaktoren mit mathematisch-statisti­schen Verfahren. Die Bestimmung einer Bedarfsfunktion setzt zunächst die ökonomisch fundierte Auswahl von Bedarfsfaktoren voraus, wie z. B. Haushaltsnetto­einkommen, Anzahl der Personen pro Haushalt, Anzahl und Altersstruktur der Kinder, Ausstat­tungsgrad der Haushalte mit langlebigen Konsum­gütern. Da der Bedarf selbst statistisch nicht exakt zu erfassen ist, bilden häufig Angaben über den Einzelhandelsumsatz, der Verbrauch oder die Ausgaben der Bevölkerung für den Kauf von Waren bzw. die Bezahlung von Leistungen die Grundlage derartiger Berechnungen. Wichtige Datenquelle hierfür ist die Statistik des Haushalts­budgets. Weiterhin erfordert die Bestimmung einer Bedarfsfunktion die Auswahl eines geeigneten Funktionstyps. Dabei ist zunächst zu entscheiden, ob der Einfluss nur eines Bedarfsfaktors oder mehrerer Berück­sichtigung finden soll. Außerdem ist zu beachten, ob der jeweilige Zusammenhang Gleichläufigkeit oder Gegenläufigkeit, einen linearen, progressiven oder degressiven Verlauf, einen Sättigungswert, Schwellwert oder Wendepunkt aufweist.